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Fotografie - Vielseitig wie nie

Fragt man seinen Gegenüber, was er mit dem Wort Fotografie verbindet, so werden es zu über 90 Prozent die Kamera und natürlich die Aufnahmen als Zeitdokumente sein, die von einem selbst oder von anderen festgehalten wurden. Dass die Fotografie in all ihren Facetten viel stärker im täglichen Leben verankert ist, ist den wenigsten auf den ersten Blick bewusst. Es gibt keinen Lebensbereich, in dem die Fotografie nicht eine wichtige Rolle, spielt sei es in Forschung und Entwicklung, der Bewältigung des Alltags, in der Medizin oder zur Verbesserung der Lebensqualität, zu Vermessungen ebenso, wie beispielsweise zur Qualitätssicherung, aber auch zum Schutz unserer Umwelt. Der Bereich „Fotografische Gebiete“ auf der Homepage www.prophoto-online.de, der permanent um neue Beiträge ausgebaut wird, gibt Einblicke in fotografische Bandbreiten und deren Weiterentwicklungen. Im Folgenden ein kleiner Auszug mit Textanriss.

Foto und Imaging – Affenstarke Gesichtserkennung

Kaum eine Spezies findet bei uns solch ein Interesse wie Menschenaffen. Ob es Spielfilme wie „Gorillas im Nebel“ oder ob es die unvergesslichen Sendungen mit Bernhard Grzimek sind, der mit seinem Schimpansen im Arm die Herzen der Zuschauer rührte und damit auf den wichtigen Schutz dieser Tiere aufmerksam machte. Den Schutz vor dem Aussterben haben die Menschenaffen bis heute bitter nötig. So erforschen Wildhüter zu diesem Zweck die verbliebenen Bestände der Tiere. Um die Population in einzelnen Arealen festzuhalten, werden in Wäldern Futter- und Sammelplätze aufgesucht und, anhand aller Spuren, versucht, die Ergebnisse einzelnen Affen zuzuordnen. Zu den wichtigsten Hilfsmitteln zählen Video- und Fotofallen, die Aufnahmen von den Tieren machen. Die Schwierigkeit die Tiere auseinander zu halten, gestaltet sich danach bei der Auswertung der Bilder als mühselige Arbeit, an deren Ende oftmals auch fehlerhafte Ergebnisse stehen. Weitere Informationen…

Roboter als Fotografen

Paparazzi und Profifotografen sollten sich vorsehen: Geht es nach dem Willen von findigen Computerwissenschaftlern aus Indien, müssen sie sich im Kampf um begehrte Jobs womöglich schon bald mit Robotern messen, die auf Basis von Künstlicher Intelligenz (KI) selbstständig ästhetische Fotos erstellen können. Ein erster Prototyp der neuartigen Fototechnologie wurde nun in den humanoiden Roboter „NAO“ integriert, dem es somit möglich sein soll, qualitativ hochwertige Aufnahmen anzufertigen, die den allgemein anerkannten Gestaltungsregeln der Fotografie, wie etwa Goldener Schnitt oder Drittelregel entsprechen. Weitere Informationen…

Fish Eyes – Angelrute mit Kamera und Display

Es gibt nichts, was es nicht gibt – die Angelrute mit Kamera und Display ist kein verspäteter Aprilscherz. Es gibt sie wirklich und sie wird so manches Anglerherz höher schlagen lassen. Vorbei sind die Zeiten, wo Angler mit ihrem Blick vornehmlich in die Ferne schweiften und warteten, bis ein Fisch endlich anbeißt. Jetzt ist Technik angesagt und die zeigt dem Angler, was sich im trüben Nass so abspielt. Weitere Informationen…

Drohnen – Unbemannte Flugobjekte mit Kamera

Sie fliegen ohne Menschen an Bord: Drohnen, unbemannte Flugobjekte, die mit Kameras bestückt für die unterschiedlichsten Anwendungen in der Luft unterwegs sind. Bei Katastrophen- und Militäreinsätzen, für Überwachungstätigkeiten oder auch nur für den privaten Spaß. Drohnen gibt es, je nach Einsatzgebiet, von wenigen Millimetern bis zur Größe von Verkehrsflugzeugen. Weitere Informationen…

Kameras aus dem Salzstreuer

Es klingt fast unglaublich: Mikrokameras, die so groß sind wie ein Salzkorn und trotzdem gestochen scharfe Bilder liefern. Dem Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM ist es in Zusammenarbeit mit der Awaiba GmbH und Unterstützung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena, gelungen, solche Kameras herzustellen. Sie sollen in Zukunft für minimalinvasive Eingriffe im menschlichen Körper zum Einsatz kommen. Die Weiterentwicklung der Endoskopie, um zum Beispiel Tumore in einem frühzeitigen Stadium zu erkennen, hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Die salzkorngroßen Kameras werden dafür an der Spitze von Endoskopen angebracht. Weitere Informationen…

Fotografische Technik speziell für Blinde

Software, die Blinden ermöglicht, Porträtfotografien zu erfassen und eine Minikamera, mit der sie ihre Umgebung erkunden können – diese beiden innovativen Erfindungen aus dem Foto- und Imagingbereich sollen das Leben der nicht Sehenden erleichtern. Weitere Informationen…

Kameras für die Brandbekämpfung

Zu den Katastrophen, die im vergangenen Jahr über Wochen die Schlagzeilen der Medien beherrschten, gehörten Waldbrände, wie sie in Anzahl und Ausmaß in den letzten Jahren immer mehr zugenommen haben. Kilometerweite Flächen von Wald-, Wohn- und Weideflächen wurden in Russland, Australien und Kalifornien verwüstet. Auch in Deutschland gehört zum Beispiel Brandenburg zu den stark gefährdeten Gebieten. Weitere Informationen…

Prototyp einer Kamera – Dem Täter auf der Spur

Krimifans kennen ihn, den Luminol-Test zur Feststellung unsichtbarer Blutspuren. In der populären US-Serie „CSI“ kam man mit ihm dem Täter auf die Spur. Forscher der University of South Carolina können jetzt mit einer Weiterentwicklung vielleicht in die Kriminalgeschichte eingehen. Das Chemikerteam um Stephen Morgan und Michael Myrick hat den Prototyp einer Kamera entwickelt, mit deren Bildern sich rasch und zuverlässig unsichtbare Blutspuren nachweisen lassen. Möglich machen dies eine spezielle Infrarotbeleuchtung und verschiedene Filter. Blut hat im thermischen Infrarotlicht eine charakteristische spektrale Signatur. Beeindruckend sind auch der geringe Aufwand und die Schnelligkeit dieses Verfahrens, mit dem sich Blutspuren innerhalb weniger Minuten nachweisen lassen. Erste Tests haben ergeben, dass die Spurensuche sogar bei 100-fach verdünntem Blut noch funktioniert. Weitere Informationen…

Kamera im Getränkeautomaten

Wer liebt es nicht, wenn ihm die Wünsche von den Augen abgelesen werden? Wer ist nicht manchmal in Entscheidungsnot, auf welches Essen oder welches Getränk er gerade Lust hat? In der japanischen Hauptstadt Tokio steht in der U-Bahn ein Automat, der für den Konsumenten dort die Auswahl von Getränken übernimmt und ihm Vorschläge unterbreitet. Der durstige Reisende wird von einer Kamera aufgenommen und aus den gewonnenen Erkenntnissen will die Maschine Rückschlüsse ziehen, was dem geneigten Reisenden munden könnte. Bevor man sich richtig versieht, hat das Programm durch die Kameraaufnahme unter anderem das Alter und Geschlecht des Dürstenden geschätzt und berechnet daraus die Wahrscheinlichkeit des von ihm geschätzten Getränks. So geht man nach Untersuchungen davon aus, dass Männer besonders gern koffeinhaltige Getränke bevorzugen und Menschen, die über 50 Jahre alt sind, grünen Tee schätzen. Zu hoffen ist, dass nicht schon die Alterseinschätzung danebenliegt und den jungen Leuten die Seniorengetränke angeboten werden. Weitere Informationen…

Pressemeldungen 08 / 2011

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