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Fotografie für Ihre Kinder- und Jugendseite

Pretty in Pink – Darauf müsst Ihr beim Kamerakauf achten

Heute werden so viele Kameras verkauft wie nie zuvor. Und die Auswahl ist so riesig, dass sogar echte Experten nicht mehr alle auswendig kennen. Deswegen meint man vielleicht, dass es schwer ist, wenn man sich einen neuen Fotoapparat kaufen will. Aber ein paar Tipps helfen Euch weiter.

Zuerst einmal solltet Ihr Euch keinen Stress machen. Schlechte Kameras werdet Ihr zum Beispiel bei einem guten Fotohändler überhaupt nicht finden. Wichtig ist aber, dass ein Fotoapparat zu Euch passt, und dass er alles das kann, was Ihr damit machen wollt. Überlegt Euch also, ob Ihr mit Eurer neuen Kamera öfter Skifahren oder zum Baden geht. Dann ist es nämlich wichtig, dass die neue Kamera wasserfest ist. Oder wollt Ihr die Kamera immer dabeihaben, wenn Ihr um die Häuser zieht? Dann müsst Ihr natürlich ein möglichst kleines Gerät suchen, das in die Jackentasche passt.

Ein Fachmann im Foto- oder Elektrogeschäft kann Euch sicher gut helfen. Er kann Euch zeigen, welche schönen Bilder man mit modernen Digitalkameras machen kann. Und er kann Euch auch einmal einen Fotoapparat zum Anfassen geben. Denn fast das Wichtigste bei einem Fotoapparat ist, dass man ihn gut halten kann. Wenn dann noch die Farbe passt – pink ist unter Jugendlichen derzeit angesagt – dann werdet Ihr bestimmt einen „Freund“ an Eurer Seite haben, mit dem Ihr viel Spaß haben werdet.

Stehst Du stabil? – So hält man einen Fotoapparat richtig

Wenn Ihr eine neue Kamera bekommen habt, bindet bitte als erstes die Handschlaufe dran, die dabei ist. Oder sucht Euch ein cooles Bändchen, das Ihr durch die Öse am Apparat fädelt. Es wäre schade, wenn die Kamera runterfällt und dabei Kratzer oder sogar einen Schaden bekommt. Wenn Ihr fotografiert, dann steckt am besten immer eine Hand durch die Schlinge, dann kann der Cam auch nichts passieren.

Eine Kamera solltet Ihr beim Fotografieren immer mit zwei Händen halten. Das ist wichtig, weil jeder Mensch ein bisschen zittert. Mit zwei Händen kann man einen Fotoapparat ruhiger halten. Damit werden auch die Fotos besser. Wenn man nämlich wackelt, sind die Bilder nicht mehr scharf und man kann zum Beispiel nicht mehr gut erkennen, was auf einem T-Shirt steht. Versucht auch, den Fotoapparat gerade zu halten. Es kann zwar witzig sein, wenn Eure Freunde schräg im Bild sind. Aber, wenn Ihr zum Beispiel draußen Bilder macht, sieht es nicht so gut aus, wenn Häuser oder Bäume schief stehen.

Ihr müsst auch mit den Fingern ein wenig aufpassen. Kein Finger darf vor dem Objektiv sein, also vor der runden Glaslinse vorne am Gerät. Sonst seht Ihr auf dem Foto später mehr von Eurem Finger als von Euren Freunden. Schlecht ist auch, wenn ein Finger oder ein Teil von Euren Klamotten oder der Frisur vor dem Blitzgerät hängen. Dann gibt es nämlich einen hässlichen Schatten im Bild. Seht Euch deswegen auch immer gleich die Bilder am Display an, ob irgendetwas stört.

Das müsst Ihr sehen! – Was sind eigentlich richtig tolle Bilder?

Diese Frage ist ganz schwer. Am besten könnt Ihr sie Euch selbst beantworten. Natürlich gibt es „schöne“ Bilder, weil wir zum Beispiel alle unser Haustier, einen bunten Regenbogen oder ein cooles Outfit als schön empfinden. Dass Ihr davon ein Bild macht, ist ja klar. Aber es gibt viel mehr, was sich zu fotografieren lohnt: Weil Ihr Euren Freunden tolle Sachen zeigen könnt, die Ihr erlebt habt, oder weil Ihr Euch später einmal besser daran erinnern könnt.

Immer, wenn Ihr eine Situation als lustig oder als spannend oder auch einmal als traurig empfindet, dann ist es eine gute Gelegenheit, ein Foto zu machen. Das kann sein, wenn die Katze gerade blöd aus einem Karton blickt oder wenn die ganze Familie am Fernseher bei einem Fußballspiel mitfiebert. Oder vielleicht auch, wenn Ihr mit einer schlechten Note nach Hause gekommen seid.

Es gibt jeden Tag Sachen und Erlebnisse, die ganz tolle Fotomotive sind. Lieber einmal mehr aufs Knöpfchen drücken! Am nächsten Tag könnt Ihr Euch die Bilder wieder anschauen, und wenn Ihr sie immer noch lustig, spannend oder traurig findet, dann wisst Ihr, das es eine ganz tolle Erinnerung ist, die Ihr auch nach einigen Jahren noch gerne auf einem Foto ansehen werdet.

Hast Du sie noch alle? – Digitale Bilder sollte man gut aufheben

Mit aktuellen Kameras und einigermaßen großer Speicherkarte kann man fast endlos Bilder schießen. So schnell wird der Speicher nicht voll. Trotzdem solltet Ihr Euch um Eure schönen Fotos kümmern. Solange sie auf der Speicherkarte sind, kann ihnen nicht viel passieren. Bloß Ihr selbst könnt ihnen gefährlich werden, wenn Ihr nämlich zu hektisch löscht. Das kann zum Beispiel dann passieren, wenn die Karte ausgerechnet beim Fotografieren eben doch einmal randvoll ist. Dann müsst Ihr irgendwelche coolen Pics runterschmeißen. Damit es nicht dazu kommt, solltet Ihr immer mal wieder Eure Bilder vom Fotoapparat oder aus dem Fotohandy auf die Festplatte eines Computers ziehen. Dazu könnt Ihr entweder die Cam direkt mit dem PC oder Notebook verbinden oder die Speicherkarte rausziehen und in einen Kartenleser („Reader“) stecken.

Am Computerbildschirm könnt Ihr die Fotos in Groß anschauen und in Ruhe überlegen, welche Bilder Ihr wegwerft – wir würden übrigens nie Bilder wegwerfen, denn Aufnahmen können mit der Zeit an Bedeutung gewinnen – und welche bleibende Erinnerungen sein sollen. Danach könnt Ihr Platz auf der Speicherkarte machen. Aber Vorsicht: Nur auf einem einzigen Computer sind Fotos nicht sicher genug, weil die Festplatten darin kaputtgehen können. Kopiert die Bilder also unbedingt mehrfach, vielleicht auf einen großen USB-Stick oder einen anderen Computer oder brennt sie auf DVDs. Doppelt hält besser und mit dreifach liegt Ihr in jedem Fall richtig.

Das ist mein Star – Poster vom Lieblingsbild ganz leicht gemacht

Mal ganz ehrlich: Die schönsten Aufnahmen sind viel zu schade, um sie immer nur auf dem Display des Fotoapparats oder des Handys anzuschauen. Auch das Notebook läuft nicht immer dann, wenn man Freunden seine schönste Erinnerung richtig groß präsentieren möchte. Macht also Euch und Euren Freunden eine echte Freude und zeigt ihnen Eure tollsten Fotos so, wie sie am besten wirken: als „richtige“ Bilder zum Anfassen, zum Herumreichen, ja auch zum Küssen oder zum Zerreißen.

Schon mit einem Farbdrucker für den Computer könnt Ihr auf speziellem Fotopapier super Papierfotos machen – und das jederzeit und sofort. Oder Ihr geht in ein Fotogeschäft. Dorthin könnt Ihr die Bilder auf einem USB-Stick, auf einer DVD oder am einfachsten direkt auf der Speicherkarte mitbringen. Wenn es schnell gehen soll, dann könnt Ihr die Bilddaten über sogenannte Fotokioske von jetzt auf gleich zu Papier bringen. Und das Tolle ist, Ihr könnt zwischen verschiedenen Formaten von klein bis groß wählen. Wer Zeit hat und seine Papierbilder nicht gleich braucht, der füllt eine Auftragstasche aus und nach ein paar Tagen kann man seine Bilder dann abholen.

Und Eure Lieblingsfotos mit Tieren, Freunden oder Euch selbst als Motiv können nur so auch ganz groß herauskommen. In jedem Fotogeschäft könnt Ihr auch Abzüge im Posterformat von Euren Aufnahmen machen lassen. Ganz angesagt, auch als Geschenk, sind momentan große Fotos auf Leinwand oder hinter Kunststoffglas. Die wirken echt edel und werden Eure Freunde staunen lassen.

Bloß nicht stürzen – Sicherer Halt

Da ist man mit seinen Freunden unterwegs, die Kamera dabei und eine Gruppenaufnahme soll her. Mit dem Selbstauslöser alles kein Problem und ein Kinderspiel – nur die Frage, wo setze ich die Kamera auf, damit alle aufs Bild passen. Eine Mauer ist eine gute Idee – sie darf natürlich nicht zu hoch, aber auch nicht zu niedrig sein, denn sonst bekommt man nicht das aufs Bild, was man möchte. Eine gewisse Breite sollte die Auflage in jedem Fall haben, damit die Kamera nicht in die Tiefe stürzen kann. In der Regel liegt das Objektiv vorne auf der Unterlage auf. Das kann zur Folge haben, dass diese mit aufs Bild kommt, was natürlich keiner will. Also etwas unter das Objektiv legen und schon ist man das Problem los.

Wesentlich eleganter sind natürlich kleine Stative, die locker Kompaktkameras tragen und die auch in jeder Jackentasche Platz finden. Da gibt es auch Modelle, deren Beine sich biegen lassen. Das sieht nicht nur witzig aus, sondern ist auch überaus hilfreich.

Gewitter aus der Tasche Blitzlicht: Wann mit und wann besser ohne

Nicht immer reicht das Licht von der Sonne oder von Lampen aus, um damit Fotos zu machen. Deswegen gibt es Blitzgeräte. Berufsfotografen, die mit sehr großen Kameras arbeiten, stecken extra solche Blitzgeräte auf ihre Apparate. Kleinere Kameras haben meist einen eingebauten Blitz, der genauso funktioniert. Anders als eine Lampe strahlt ein Blitzgerät nicht dauernd, sondern leuchtet nur ganz kurz auf; so kurz, dass es gerade für ein Foto reicht. Das hat den Vorteil, dass man nicht viel Strom braucht und mit dem kleinen Akku einer Kamera viele Bilder schießen kann.

Moderne Fotoapparate sind ziemlich schlau. Sie erkennen, ob das Licht reicht oder nicht. Und wenn man beispielsweise die Kamera auf „Automatik“ stellt, dann blitzt sie wirklich nur dann, wenn es sein muss. Das tut sie übrigens nicht nur, wenn es dunkel ist, sondern sogar, wenn Ihr bei ganz hellem Sonnenschein Freunde fotografiert. Der Fotoapparat erkennt nämlich auch, wenn zu viel Licht von hinten kommt und zu wenig von vorne. Und damit dann die Gesichter nicht dunkel werden, leuchtet der Blitz sie ein bisschen an.

Wenn Ihr Euch traut, dann schaltet den Blitz an der Kamera, zum Beispiel bei einer Party, auch einmal aus. Stellt die Kamera ganz ruhig auf einen Tisch und sagt Euren Freunden, sie sollen sich nicht bewegen. Dann werdet Ihr richtig stimmungsvolle Aufnahmen bekommen. Probiert es mal aus!

Alarmstufe rot Leucht-Augen sind nicht schön – So kriegt Ihr sie weg

Das habt Ihr bestimmt schon mal gesehen: Eure Freunde, oder auch Haustiere haben auf Fotos leuchtend rote Augen und sehen damit irgendwie blöd aus. Wie passiert so etwas? Es hat damit zu tun, dass die Pupille, also der schwarze innere Kreis im Auge, im Dunkeln größer wird, damit man besser sehen kann. Wenn man dann genau von vorne mit einem Blitzgerät fotografiert, macht man durch die Pupille ein Foto vom sonst verborgenen Inneren des Auges – und das ist rot. Macht jetzt bitte kein Experiment auf kurze Entfernung, das ist nicht gesund!

Es gibt aber ein paar Tricks, um die roten Augen wegzukriegen. Sobald es hell ist, wird die Pupille schnell wieder klein genug, damit es keine roten Punkte gibt. Oft reicht es, wenn man zwei Bilder kurz hintereinander macht: nach dem ersten schließt sich die Pupille und beim zweiten ist alles okay. Fast jede Kamera hat aber eine Einstellung, bei der vor jeder Blitzaufnahme ein paar Mini-Blitze losgehen oder eine kleine helle Lampe leuchtet. Auch dadurch schließen sich die Pupillen etwas und es gibt keinen „Zombie-Blick“.

Für den Fall, dass es doch passiert, kann man die roten Augen am Computer wegzaubern. Viele Programme, mit denen man Bilder bearbeitet, haben ganz einfache Funktionen, die wie von allein aus roten Augen blaue oder braune machen. Inzwischen gibt es sogar Fotoapparate, bei denen man diese kleine Verschönerung direkt nach der Aufnahme am Display machen kann.

Immer mit der Ruhe Schönere Fotos mit dem richtigen Hintergrund

Jeder möchte vor der Kamera perfekt aussehen. Klar, dass sich Eure Freunde wie Topmodels in Pose werfen, wenn Ihr sie fotografiert. Ebenso wichtig ist aber, was hinter Euren Freunden so abgeht. Erst der richtige Hintergrund macht das perfekte Foto. Wenn Ihr schon mal bei einer Model-Casting-Serie aufgepasst habt, dann ist Euch vielleicht aufgefallen, wie viele Gedanken sich die Fotografen über den Hintergrund machen: Manchmal steht dort nur eine weiße oder schwarze Fläche. Bei anderen Bildern suchen sich die Profis dann eine ganz besondere Umgebung, also etwa einen Meeresstrand oder die Wolkenkratzer von New York, aus.

Entweder ist ein Hintergrund so ruhig, dass das Hauptmotiv, also Eure Freunde, so richtig im Mittelpunkt stehen. Oder ein interessanter Hintergrund ergänzt sich mit Euren Freunden zu einem kleinen Kunstwerk. Umgekehrt ist es nämlich ganz schlecht, wenn ein Hintergrund von dem ablenkt, was Ihr eigentlich fotografieren wollt. Möchtet Ihr also zum Beispiel speziell zwei Freunde fotografieren, die auf einer Party Spaß haben, dann geht ganz nahe ran, sonst sieht man hinterher mehr von den anderen Gästen als von den beiden, auf die es ankommt.

Schlecht ist es, wenn Euer Motiv in der Umgebung nicht mehr zu erkennen ist. Wenn der Hintergrund zu hell ist, dann sucht Euch am besten einen anderen Standort. Gleiche Farben sind auch schwierig: Den Frosch im Gras und die Tigerkatze auf der gefleckten Couch kann man nicht gut erkennen. Total nervig sind auch störende Stangen im Hintergrund, die so aussehen, als ob sie aus dem Kopf herauswachsen. Seht Euch deswegen immer gleich das fertige Bild am Display an, dann könnt Ihr ja noch mal ein besseres machen.

Katzen auf dem Catwalk Tiere vor der Kamera – So klappts

Wau! Hunde und Katzen sind die am meisten fotografierten Freunde des Menschen. Millionenfach posieren sie jeden Tag vor Kameras. Aber leider selten so wie sie sollen. Mit ein paar kleinen Tricks schafft Ihr tierisch gute Bilder Eurer Lieblinge.

Sorgt erst einmal für eine ruhige Umgebung. Damit lenkt auf dem fertigen Bild wenig von Eurem tierischen Star ab. Ganz schlecht ist die Schildkröte im Gebüsch oder der Wellensittich im Bücherregal. Besser sind ein einfarbiger Teppich oder das Sofa, im Sommer auch der Rasen oder die Terrasse. Mit seinem Lieblingsspielzeug könnt Ihr Euer Tier beruhigen und es etwas ablenken. Dann versucht es auch nicht, mit der Kamera zu spielen.

Geht möglichst nahe ran an den vierbeinigen oder gefiederten Freund. So sieht man ihn besser. Kniet Euch ruhig runter auf den Boden. Fotos aus der Augenhöhe der Katze oder des Hundes wirken natürlicher als von oben, wenn sie den Kopf stark in den Nacken legen. Für Vögel gilt dagegen: Stellt Euch auf einen Hocker, damit Ihr auf gleicher Höhe mit dem Papagei seid, der sich auf seinem Spielbaum vergnügt. Bei Kleintieren, wie Hamster und Maus, die gerne alles beschnuppern, könnt Ihr die Kamera mal auf den Tisch stellen und mit dem Zeitauslöser experimentieren. Das gibt lustige Bildserien, wenn die kleinen Schnauzen um die Linse kreisen.

Den Blitz solltet Ihr nur vorsichtig einsetzen, damit sich Euer Liebling nicht erschrickt. Auch Tiere zeigen auf Fotos mit Blitz manchmal leuchtende Augen. Schaltet dann die „Anti-Rote-Augen“-Funktion der Kamera ein. Zuletzt ist es wichtig, dass Ihr die Kamera immer griffbereit habt. Damit kann es nicht passieren, dass Ihr genau dann kein Foto machen könnt, wenn sich der Hund drollig in seine Knuddeldecke gewickelt hat oder der Piepmatz auf Opas Kopf gelandet ist.

Peinlicher gehts nicht! Vorsicht mit Euren Bildern in sozialen Netzwerken

Es ist nur ein kurzer Moment: Einmal blöd geschaut, die Zunge rausgestreckt oder den Mittelfinger hochgehalten. Schon habt Ihr Euch selbst fotografiert oder einen guten Freund oder jemanden, den Ihr gar nicht leiden könnt. Solange das Bild nur auf dem Fotoapparat gespeichert ist oder Ihr es Euch nur alleine anschaut, ist die Sache ja noch lustig. Aber schon beim Herumzeigen gehen die Probleme los: Nicht jeder findet es witzig, wenn ihn andere Leute in peinlichen Posen sehen. Das kann ganz schnell zum Mobbing werden, wenn man als Loser dasteht.

Ganz übel wird es, wenn solche Bilder durchs Internet geistern. Viele Jungs und Mädchen sind Mitglied in sozialen Netzwerken im Internet. Das ist okay, wenn man die Spielregeln einhält. Total daneben ist es aber, peinliche Fotos ins Internet zu stellen oder rumzumailen. Was mal im Internet steht, kriegt man dort nämlich kaum wieder raus. Dann hilft keine Entschuldigung beim Lehrer nach der Klassenfahrt: Wenn er unrasiert und mit der Kippe in der Hand online ist, bleibt er es. Dass das Riesenärger gibt, ist mal klar.

Und auch Fotos von Euch selbst können Euch irgendwann einholen, zum Beispiel, wenn Ihr einen Job haben wollt. Viele Chefs suchen inzwischen nach den Namen von Bewerbern im Internet. Wenn dann ein Foto auftaucht, auf dem Ihr mit verdrehten Augen auf einer Fete abhängt und ausseht, als könnt Ihr nicht bis drei zählen, dann ist der erste Eindruck auch der letzte. Das Vorstellungsgespräch könnt Ihr Euch sparen.

Keine Zauberei – Wie sehe ich in 30 Jahren aus?

Möchtest Du wissen, wie Du einmal später aussiehst, wenn Du erwachsen bist oder auch nur ein Stückchen älter? Bei der Kriminalpolizei gibt es zum Beispiel Leute, die können am Computer Fotos so verändern, dass die abgebildete Person nicht mehr wie ein Zehnjähriger, sondern wie ein Dreißigjähriger aussieht und ein Dreißigjähriger wie ein Sechzigjähriger. Das schafft eine Software, die Falten, graue Haare, die kantigere Gesichtsform zu dem alten Bild dazurechnet und wie durch Zauberhand entsteht derselbe Mensch nur älter. Um von Kinderbildern ein möglichst perfektes Erwachsenenbild zu bekommen, nutzt man auch oft die Bilder der Eltern und rechnet die Ähnlichkeiten, die sie mit ihren Kindern haben, dazu. So hat man auch schon Menschen wiedergefunden, die als Kinder vermisst wurden.

So eine Software kann aber Menschen nicht nur älter machen. Sie kann auch zeigen, wie jemand mit Brille, mit Schnurrbart oder auch mit einer vollkommen anderen Frisur oder neuen Haarfarbe aussieht. Damit kann die Polizei Verbrecher finden, die ihr Aussehen verändert haben. Niemand kann sein Aussehen auch mit einer Operation so verändern, dass man ihn mit alten Bildern nicht wieder identifizieren könnte. Denn manches lässt sich nicht verändern. Die Schädelform eines Menschen bleibt immer gleich und daher beispielsweise auch der Abstand seiner Augen.

Gesichter zu verändern, dient aber nicht nur der Polizei bei der Suche. Auch für Schönheitsoperationen kann man sich schon vorher von der Software zeigen lassen, wie die Person zum Beispiel mit einer kleineren Nase aussehen würde. Eine Software, die so etwas perfekt kann, ist sehr teuer und nur für spezielle Anwendungen gedacht. Nicht so perfekt, aber doch sehr lustig, sind die Software-Angebote für umsonst oder wenig Geld.

Die Kamera zum Schlucken

Habt Ihr gewusst, dass Kameras so klein sein können, dass man sie wie eine Pille schlucken kann? Entwickelt wurde die Minikamera, um bei Menschen den Darm untersuchen zu können. Die kleine Wunderknipse hat eine eigene Beleuchtung und kann ihre Bilder funken, wie es zum Beispiel auch ein Kamerahandy mit den Fotos macht.

Der Kamerawinzling, der nur ein paar Gramm wiegt, wird wie eine Tablette hinuntergeschluckt. Danach spürt man nichts mehr von ihr und die Kamerapille begibt sich auf eine zirka achtstündige Reise durch den Darm. Auf diesem langen Weg macht sie 50.000 Bilder, die direkt auf einen speziellen Empfänger gesendet werden. Jetzt muss man aber deshalb nicht acht Stunden beim Arzt sitzen, sondern man kann den kleinen Empfänger am Gürtel tragen. Den Empfänger bekommt am nächsten Tag der Arzt. Dieser kann mit den gespeicherten Bildern jede noch so kleine Veränderung im Darm aufspüren und, wenn er Veränderungen findet, sie sofort behandeln.

Vielleicht habt Ihr schon einmal das Wort Früherkennung gehört. Das bedeutet, dass der Arzt eine Krankheit so früh findet, dass man viel schneller wieder gesund wird. Ihr kennt das vielleicht schon vom Zahnarzt, zu dem man auch gehen soll, ohne dass man Zahnweh hat. Er repariert dann auch die kleinsten Löcher in den Zähnen, bevor man überhaupt Schmerzen bekommt. Bei Zähnen ist das Erkennen von kaputten Stellen natürlich viel einfacher als im Darm. Dafür hat man bisher eine Darmspiegelung mit einem Schlauch gemacht. Obwohl man auch das schmerzfrei machen kann, ist die Untersuchung mit der kleinen Pillenkamera viel einfacher. Wo aber bleibt die Minikamera nach der Wanderung durch den Körper? Na klar: wo auch das Essen nach der Verdauung bleibt, nämlich in der Toilette.

Pressemeldungen 03 / 2010

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