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Fotosoftware - Der Spaß am Bild geht in die Verlängerung!

Zum Festhalten schöner Erinnerungen in ansprechenden Bildern genügt heute meist der Druck auf den Auslöser - den Rest besorgt die Kamera ganz automatisch. Doch für alle, die auch nach dem Glücksmoment über einen gelungenen Schnappschuss Freude am kreativen Bildermachen suchen, bringen die Software-Schmieden eine schier unendliche Fülle kreativer Werkzeuge für unbegrenzten Bilderspaß danach.

Einige werden sich noch daran erinnern, an das Bangen nach dem Urlaub, ob die schönsten Momente des Jahres auch „etwas geworden sind“. Meist dauerte es Tage, manchmal Wochen bis die Ergebnisse endlich vorlagen. Damit war für die meisten, die Freude über ein gelungenes Foto aber auch schon wieder vorbei. Höchstens, dass sie noch in Alben geordnet und zu besonderen Anlässen wieder hervorgeholt wurden - oftmals erst nach Jahren wieder. Nur ein kleiner Teil begeisterter Fotografen stellte sich selbst in die Dunkelkammer und verbrachte Tage oder Nächte damit, Abzüge seiner Aufnahmen nach eigenen Vorstellungen zu erstellen. Das gehört nun zum Glück der Vergangenheit an, denn heute kann jeder, der Freude daran hat, ganz einfach mehr mit seinen Fotos machen und den Spaß am Augenblick jederzeit verlängern - für sich und für andere.

Software als Doping für Kreativität
Tagtäglich verlassen die Software-Schmieden unzählige kleine und große Werkzeuge, die den Umgang mit Bildern einfacher, flexibler und kreativer gestalten. Diese zahlreichen kleinen Helfer sprengen nahezu jede lange für unüberwindbar gehaltene Grenze der fotografischen Möglichkeiten, so dass sich Beschränkungen nur noch in der individuellen Fantasie der Bildermacher finden. Doch moderne Software hilft nicht nur der Kreativität auf die Sprünge und erleichtert die Umsetzung eigener Bildideen, sie hilft auch Bilder zu sichten, zu ordnen und auszutauschen.

Automatisch Ordnung halten
Schon lange enthalten digitale Fotos Informationen, die nicht unmittelbar zur Darstellung des Bildes dienen. Diese sogenannten Metadaten werden immer komplexer und können daher für eine weitreichende Automatisierung der Bildverwaltung dienen. Sie können dazu herangezogen werden, neben den reinen Bildinformationen, in der Datei Kriterien wie Datum und Uhrzeit, verwendete Kamera, Fotograf, Aufnahmeparameter und ähnliches zu speichern, und damit die abgelegten Daten zu ordnen und zu finden. Inzwischen gehen die Softwarehersteller noch viel weiter. Sie nutzen Bilder, um ähnliche Motive in den Tiefen der Festplatten zu finden. Die Software kann sich Gesichter und die dazugehörenden Namen merken, sie wieder erkennen und auch automatisch nach vordefinierten Kriterien ablegen. Auch mit Bildern von Gebäuden, Monumenten, Straßenzügen und ähnlichen bekannten Motiven wird das möglich. Hier hilft, neben der automatischen Wiedererkennung, vor allem auch die in die Bilddatei eingebettete GPS-Ortsangabe.

Wie viele Fotos braucht das Bild?
Nicht immer ist es möglich, alle Motivinformationen für ein angestrebtes Foto mit einer Aufnahme zu erfassen. Moderne Software sucht sich heute aus verschiedenen Aufnahmen jene Teile, die für das gewünschte Bild nötig sind. So wird beispielsweise aus einer geblitzten und einer ungeblitzten Aufnahme des gleichen Motivs ein Bild, das die Lichtstimmung ohne Blitz aber die Schärfe des geblitzten Fotos enthält. Die optischen Grenzen der Schärfentiefe bei Makro- und Teleaufnahmen, bedingt durch den hohen Abbildungsmaßstab, werden dadurch überwunden, dass Bildbearbeitungsprogramme kurzerhand mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Schärfenpunkten so zusammenfügen, dass Bilder von vorn bis hinten scharf sind. Für Sensoren und Prozessoren unüberwindlich scheinende Kontraste werden durch die Verknüpfung mehrerer Aufnahmen dahingehend komprimiert, dass Schatten, Lichter und Mitteltöne gleichermaßen Detailzeichnung erhalten. Im Internet gibt es Anwendungen, wo Tausende Amateure ihre Fotos von einem bestimmten Monument oder einem Ereignis für die Erstellung des Fotos zur Verfügung stellen, wie es einem Einzelnen so nicht gelingen kann. So entstehen aus den Fotos unzähliger User hochauflösende 3D-Modelle, bei denen vielleicht nur wenige Pixel zahlreicher Einzelaufnahmen das Ergebnis ermöglichen.

Was nicht passt, wird passend gemacht
Schon seit den Anfängen der digitalen Fotografie gibt es Programme zur Verknüpfung mehrerer Einzelaufnahmen zu beeindruckenden Panoramabildern. Jetzt ist auch das Gegenteil per Mausklick möglich. Gruppenaufnahmen, bei denen ein Teil der Gruppe nicht nah genug am anderen steht, werden einfach automatisch korrigiert, ohne dass sich dabei der Hintergrund merklich verändert. So können Fotos gestaucht und gedehnt werden, ohne die bisher dabei auftretenden, störenden Effekte. Ein Motiv, bei dem ständig Personen, Fahrzeuge oder sonstige Objekte durchs Bild laufen, wird einfach mehrfach fotografiert. Die Software sorgt dann automatisch, durch Zusammenführen der Einzelaufnahmen, für ein Foto ohne Störenfriede.

Perfektes Make-up mit der Maus
Sitzen professionelle Models für ein makelloses Make-up vor der Aufnahme oft stundenlang bei der Maskenbildnerin, so sorgen entsprechende Bildbearbeitungsprogramme auch nachträglich automatisch für gutes Aussehen. Mit nahezu allen neueren Versionen leistungsstarker Bildbearbeitungssoftware lassen sich Fältchen glätten und eine perfekte Wiedergabe von Hauttönen ist ein Kinderspiel. Selbst der ernste Blick des Models kann die Software in ein sympathisches Lächeln verwandeln, indem man mit der Maus ganz einfach die Mundwinkel leicht nach oben zieht.

Schiefes wird gerade gerückt
Ein schiefer Horizont lässt sich von den meisten Programmen einfach wieder gerade rücken. Schwieriger wird es, Perspektivenfehler auszugleichen, die durch Verkanten der Kamera hervorgerufen wurden. Aber auch das ist für die Werkzeuge aktueller Bildbearbeitungsprogramme längst kein Problem mehr. Sie können auch stürzende Linien, den Anwenderwünschen entsprechend, ausgleichen und verzerrte Darstellungen entzerren. Das geht nicht nur beim Fotografieren von Bauwerken. Auch bei Fotografien von geometrischen Objekten oder Dokumenten können so Perspektivenfehler, wie beispielsweise die trapezförmige Verzerrung, softwareseitig ausgeglichen werden.

Die Software zeigt es allen
Die meisten Anbieter von Fotosoftware gehen über die reine Bildbearbeitung und -verwaltung noch hinaus und bieten zusätzlich komplexe Tools zur einfachen Bildpräsentation und -kommunikation. Nur wenige Mausklicks helfen hier dem Anwender, Fotos zu animierten und vertonten Bilderschauen zusammenzustellen, sie in Online-Alben zu präsentieren oder einfach nur per E-Mail an Freunde und Bekannte zu versenden.

Die Möglichkeiten für den verlängerten Spaß an Fotos nehmen rasant zu. Sie tragen entscheidend mit dazu bei, dass die Fotografie tagtäglich mehr Anhänger gewinnt. Zur photokina 2010, der World of Imaging, die Ihre Tore vom 21. bis 26. September in Köln öffnet, werden innovative Softwaretools dazu beitragen, die Anhängerschaft dieses faszinierenden Mediums noch weiter wachsen zu lassen.

Pressemeldungen 11 / 2009

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