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Fotozubehör - Das braucht jeder!
Die Top Ten Tools auf der Wunschliste der Fotografen

1. Stative – Die Stützen der Fotografie sind weitaus mehr als die nach wie vor besten Bildstabilisatoren. Für manche fotografischen Aufgaben, wie beispielsweise Panorama- oder HDR-Fotos, Nacht- oder Langzeitaufnahmen sowie Multifokus-Reihen, sind sie absolut unverzichtbar. Ob Ein-, Drei – oder Vierbeinstative, ob Klemm-, Schraub-, Kunststoff-, Metall- oder Holzstativ, ein stabiler Stand hat wesentliche Auswirkungen auf die Bildqualität und erleichtert zudem auch die präzise Bestimmung des Bildausschnitts.

Wichtige Kriterien für die Qualität von Stativen sind Verwindungsfreiheit und Stabilität. Die Tragkraft sollte groß genug sein, um auch eine etwas schwerere Ausrüstung als die aktuell vorhandene aufnehmen zu können. Vielleicht wird ja doch einmal ein etwas größeres Teleobjektiv angeschafft. Es ist in jedem Fall eine intensivere Überlegung wert, wie groß und schwer ein Stativ sein darf, damit man es auch mitnimmt – das beste Stativ nutzt wenig, wenn es zu Hause bleibt.

Mehr oder weniger Geschmacksache ist es, ob man sich für eine Schraub- oder Schnappklemmung für den Beinauszug entscheidet. Manch einer hat einfach Schwierigkeiten damit, sich die Drehrichtung der Schraubmanschetten zum Lösen und Arretieren des Auszugs einzuprägen. Da ist eine Schnappklemmung schon einfacher. Für den Transport hat diese jedoch den Nachteil, dass man mit den Klemmen leichter hängen bleibt.

Die Mittelsäule bringt zwar größeren Komfort für die Höhenanpassung, kann aber die Stabilität beeinträchtigen. Ein weiteres Kriterium für die Ergonomie speziell im Winter sind Schaumstoffmanschetten, an denen auch bei eisiger Kälte die Finger nicht anfrieren.

2. Stativköpfe zum Schwenken, Neigen oder Kugeln sowie Halterungen, Klemmen oder Ausrichthilfen sind für die Stabilität eines Aufnahmesystems genauso wichtig wie die Beine. Je nachdem, welche Aufgaben es zu bewältigen gilt, sind andere Aufsätze zwischen Stativ und Kamera erforderlich oder wünschenswert. Sorgen beispielsweise Dreiwege-Stativköpfe für ein Optimum an Flexibilität und Stabilität in der Fotografie, bieten Kugelköpfe den größten Komfort bei hoher Vielseitigkeit. Zum Filmen sind Köpfe für weiche, ruckfreie Schwenks gefragt und für die Panoramafotografen spezielle Ausrichthilfen und Nivellierkalotten.

3. Filter und andere gute Vorsätze – Selbst in der digitalen Fotografie, mit deren Hilfe sich kreative Effekte auch noch nachträglich einfach auf Fotos und Videos anwenden lassen, sind optische Filter und Objektivvorsätze zur Optimierung oder kreativen Verfremdung der Aufnahmen keineswegs überflüssig geworden. Zu den unverzichtbaren Filtern zählen beispielsweise Pol- und Dichtefilter. Aber auch Konverter und Vorsatzlinsen können das fotografische Spektrum preiswert erweitern.

Polarisationsfilter haben die Aufgabe, störende Reflexionen auszuschalten, und Spiegelungen an nicht metallischen Oberflächen können so verhindert werden. Ein Muss also für jede Fototasche! Die Reflexion des blauen Himmels verschleiert häufig die Eigenfarben von Objekten. Die Farben wirken weniger brillant. Mit Polfiltern lässt sich der Grauschleier vermeiden und durch Drehung zudem genau dosieren.

Neutraldichtefilter dienen dazu, die Lichtdurchlässigkeit eines optischen Systems zu mindern, um so beispielsweise lange Belichtungszeiten zu erzielen. Bei sich bewegenden Motiven kann so bewusst eine Bewegungsunschärfe als Gestaltungsmittel erreicht werden. Dichtefilter gibt es mit variabler oder konstanter Dichte und als Schraub- oder als Systemfilter mit entsprechenden Filterhaltern. Neutraldichtefilter können auch eingesetzt werden, damit mit offener Blende für eine Begrenzung der Schärfentiefe fotografiert werden kann.

Konverter – Nicht immer muss es gleich ein neues Objektiv sein, wenn ein größerer Bildwinkel oder eine kürzere Aufnahmedistanz erreicht werden sollen. Oft helfen in der Regel auch leichtere Konverter oder eine Nahlinse weiter. Manche Kamerahersteller bieten, neben Wechselobjektiven zu ihren Kamerasystemen, auch Weitwinkel-, Fisheye- oder Makrokonverter an. Diese sind oft mit der gleichen optischen Sorgfalt gefertigt wie die Objektive und häufig perfekt auf die Trägeroptiken abgestimmt – nur eben preiswerter.

Tipp: Wenn Sie Objektive mit unterschiedlich großen Frontgewinden besitzen, muss nicht für jedes Gewinde ein eigener Filter oder Konverter angeschafft werden. Es reicht ein Filter für das Objektiv mit dem größten Gewindedurchmesser zu kaufen und für die anderen nur die benötigten Adapterringe. Allerdings sind manche Vorsätze und Konverter auf bestimmte Objektive und Brennweiten abgestimmt.

4. Blitzgeräte und Leuchten – Die Bildsensoren der Digitalkameras bieten immer höhere Empfindlichkeiten. Manche Kameras sind fast schon zu Nachsichtgeräten avanciert. Allerdings werden die hohen Empfindlichkeiten, die das Fotografieren ohne Blitzlicht selbst bei Kerzenlicht ermöglichen, oft mit höherem Bildrauschen erkauft. Wenn es um absolute Detailgenauigkeit geht, bleibt dem Fotografen nichts weiter, als zum Blitzgerät zu greifen oder beim Aufnehmen von Videos zur Filmleuchte. Blitzlicht hat aber weitaus mehr Aufgaben, als nur Licht im Dunklen zu liefern. Es kann als Aufhellblitz Kontraste abschwächen, bei farbstichiger Beleuchtung die Eigenfarbe von Objekten zum Vorschein bringen oder auch entfesselt durch seitlichen Einsatz die Objektformen besser modulieren.

Präzise auf die Kameraautomatik abgestimmte Systemblitzgeräte erleichtern die Blitzbelichtung und können selbst mehrere, von der Kamera getrennt aufgestellte Blitzgeräte steuern. Systemblitzgeräte können in der Regel auch alle Blitzsonderfunktionen der Kamera, wie Kameravorblitz, Belichtung auf den 2. Verschlussvorhang, Langzeitbelichtung u.ä., nutzen. Die meisten lassen sich sowohl als Hauptlicht als auch als sogenannte „Slaves“ (Sklavenblitz) einsetzen. Die Geräte der jüngsten Generation bieten sogar die Möglichkeit, über eine integrierte Schnittstelle, Updates für die interne Steuersoftware vorzunehmen.

Wird beim Fotografieren für die Momentaufnahme ein Blitzgerät benötigt, so brauchen Filmer Leuchten mit Dauerlicht. Moderne Videoleuchten verwenden leistungsstarke LEDs als Leuchtmittel. Sie benötigen weniger Energie und entwickeln weniger Hitze. Allerdings sind Leuchtkraft und Leuchtwinkel noch begrenzt. Zum Ausleuchten großer Räume kommen daher nach wie vor leistungsstarke Halogenleuchten zum Einsatz. LED-Leuchten mit Dauerlicht empfehlen sich für die Makro- oder auch Porträtfotografie, da sich mit Dauerlicht die Wirkung leichter abschätzen lässt.

5. Fototaschen und Rucksäcke, von zweckmäßig bis modisch – So vielfältig und individuell die Ausrüstungen der Fotografen, so unterschiedlich sind auch die Ansprüche an die Taschen und Rucksäcke für Transport und Aufbewahrung. Waren Fototaschen und Rucksäcke früher reine Funktionsgeräte, so erfüllen sie heute zusätzlich auch modische Ansprüche. Durch die zunehmende Zahl fotografierender Frauen sind die Aufbewahrungs- und Transportmittel für die Foto- und Videoausrüstung nicht mehr nur funktional, sondern auch designorientiert. Da engagierte Fotografen heute neben der großen Ausrüstung für ihre Alltagsschüsse auch zu kleineren Lösungen bis hin zum Smartphone greifen, hat die Vielfalt der Kamerabehälter deutlich zugenommen. Da Kamera und Zubehör, ganz gleich ob klein oder groß, auch immer einen Wert darstellen, sollte beim Schutz der Ausrüstung nicht gespart und bei allem Modebewusstsein auch auf die Schutzfunktion geachtet werden. Das Gleiche gilt für den Tragekomfort: Eine unbequeme Kameratasche bleibt eher zu Hause als ein bequemer Rucksack.

6. Kameragriffe, -gurte oder -schlaufen als Tragehilfen – Wer auf dem Fotospaziergang seine Kamera in der Tasche lässt, wird leicht manches flüchtige Motiv verpassen. Ein komfortabler Tragegurt mit rutschfester Auflage und weicher Polsterung, der auch nach langem Transport das Gewicht der Kamera vergessen lässt, ist auf langen Wanderungen unverzichtbar. Breite und bequeme Handschlaufen dienen zum sicheren Transport von Kameras. Sie bieten immer öfter nicht nur Sicherheit, sondern lassen sich auch perfekt auf die eigenen Designvorlieben abstimmen. Für manche Kameras gibt es auch optionale Handgriffe, die einen sichereren Halt bieten und verhindern, dass die Kamera aus der Hand rutscht.

7. GPS – Gewusst wo und was! Manche Kameras sind bereits mit einem GPS-Empfänger (Global Positioning System) ausgestattet und können die Koordinaten des Aufnahmestandpunkts mit der Bilddatei gemeinsam speichern. Für alle anderen gibt es als nützliches Zubehör sogenannte GEO-Tagger, mit denen dies auch möglich wird. Damit wird die Archivierung und auch die nachträgliche Zuordnung der Fotos zu den Aufnahmeorten erheblich erleichtert und später auch die Suche nach bestimmten Motiven.

8. Fernauslöser – Es gibt viele Situationen, in denen es sinnvoll ist, die Kamera ferngesteuert auszulösen. Sei es, weil der Druck auf den Auslöser zu Verwacklungen führen könnte oder auch, weil die Kamera an einer Stelle positioniert wurde, die für den Fotografen im Moment der Auslösung nicht zugänglich ist. Das kann beispielsweise bei der Torkamera beim Sport der Fall sein oder auch bei der Tierbeobachtung. Dann kommen Fernauslösesysteme zum Einsatz. Ihre Leistungen werden immer weiter ausgebaut, so dass sich mit ihnen eine Vielzahl von Kamerafunktionen aus der Distanz kabellos oder per Kabel ausführen lassen. Dazu gehören zum Beispiel Serienaufnahmen mit steuerbaren Intervallen und Aufnahmeverzögerungen oder Kameraeinstellungen, wie sie für Multishot-Techniken, wie HDR, oder Fokusreihen nötig sind.

9. Für Putzteufel und Saubermänner – Ein Reinigungsset gehört in jede Fototasche, um etwa Regentropfen oder Fingerabdrücke von Linsenoberflächen oder dem Kameradisplay zu entfernen. Praktisch sind Sets, die gleich ein Reinigungstuch, einen Objektivpinsel und für den Notfall auch eine Reinigungsflüssigkeit enthalten.

10. Schutz bei Wind und Wetter – Viele Fotografen scheuen die Schlechtwetterfotografie, weil sie einerseits fürchten, ihre wertvolle Ausrüstung könne witterungsbedingt Schaden nehmen oder aber, weil sie selbst Schnee und Regen meiden wollen. Eine alte Fotografenregel besagt: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Dies gilt für den persönlichen Schutz genauso wie für die Ausrüstung. Ein Regenschirm, der sich am Stativ befestigen lässt oder ein Regencape für Kamera und Objektiv sowie warme Outdoor-Kleidung, Handwärmer oder rutschsichere Fotohandschuhe, deren Fingerkuppen sich zur Bedienung der Ausrüstung bei eisiger Kälte kurzfristig hochklappen lassen, erleichtern das Fotografieren bei Kälte, Regen oder Schnee und ermöglichen Fotos in Situationen, wo die meisten Fotografen ihre Ausrüstung schon wieder einpacken würden.

Pressemeldungen 12 / 2011

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