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Kameras mit Beauty-Mode - Die Fotowelt wird immer schöner …

Wer kennt es nicht: In der Erinnerung sind der Himmel und das Meer immer blauer, die Wiesen grüner und das Laub der Herbstbäume bunter. Seit jeher hat sich die Fotoindustrie bemüht, Erlebnisse so zu bewahren, wie sie der Fotograf in Erinnerung behalten möchte. Jetzt soll die Welt im Foto noch schöner werden. Nicht nur das Blau von Meer und Himmel, das Grün der Wiesen und Wälder, nein, auch die Menschen selbst werden zukünftig auf Fotos deutlich besser aussehen. Dafür soll die neue automatische Beauty-Funktion der Kameras sorgen, die praktisch Make-up und Maskenbildnerin ersetzt und selbsttätig bei Porträtaufnahmen für eine makellose Haut sorgt und kleine Mängel einfach retuschiert.

Wofür früher aufwändige Retusche- und Bildbearbeitungen erforderlich waren, genügt heute bei den neuen Kameras der Druck auf den Auslöser. Alles andere übernimmt die Kameraautomatik. Mithilfe komplexer Technik analysiert sie das Motiv. Durch die Gesichtserkennungsfunktion stellt sie dabei fest, ob sich Personen vor der Kamera befinden, auf die sie schließlich automatisch scharf stellt. Das alles geschieht in Bruchteilen von Sekunden, ermöglicht durch das perfekte Zusammenspiel von Optik, Elektronik, Mechanik und Software.

Begnügte sich die Gesichtserkennung bisher damit, festzustellen, wo sich im Motiv Personen befanden, um Schärfe und Belichtung darauf zu optimieren, so gehen fortschrittliche Verfahren noch einige Schritte weiter. Sie nutzen die Analyse der Mimik, um etwa zu vermeiden, ein Foto zu belichten, wenn jemand im Bild blinzelt oder umgekehrt genau dann auszulösen, wenn eine oder alle Personen lächeln. Die Kameras der jüngsten Generation erkennen aber nicht nur, dass sich eine oder mehrere Personen im Bild befinden. Sie können diese sogar identifizieren, falls sie jemanden schon einmal fotografiert haben und der Fotograf der Aufnahme einen Namen zugeordnet hat. Die Wiedererkennung von Personen kann nicht nur bei der Archivierung der Bilder viel Zeit sparen, indem Personen automatisch im Ordner mit ihrem Namen gespeichert werden. Die High-Tech-Geräte mit dem besonderen Blick für Personen, sagen dem Fotografen durch Anzeige des Namens auf dem Sucherdisplay, wen er gerade im Visier hat. Und der Personenkult der jüngsten Gesichtserkennungstechnik geht sogar noch einen Schritt weiter. Der Fotograf kann auf dem berührungssensitiven Suchermonitor der Kamera eingeben, auf welche der Personen im Bild sie Schärfe und Belichtung optimieren soll.

Im virtuellen Beauty-Studio sind dann allerdings alle Menschen gleich: Da werden Fältchen, Äderchen oder Pusteln ohne Ansehen der Person glattgebügelt. Da muss wirklich niemand mehr die Aufnahme verweigern, weil er befürchtet, wegen fehlendem Make-up unvorteilhaft auszusehen!

Hinter dem neuen Beauty-Mode, den einige Hersteller in die Kameras der jüngsten Generation, die im Herbst auf den Markt kommen werden, integriert haben, verbirgt sich eine komplexe Technik: Gesichter werden erkannt, die Mimik analysiert, Schärfe und Belichtung werden darauf optimiert, Personen identifiziert, Dateien den Namen zugeordnet und obendrein werden auch noch kleine Schönheitsfehler ausgemerzt. Die Fotowelt wird immer schöner - und das mit jedem Tag.

Pressemeldungen 08 / 2009

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