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Multimediacams

Junge Menschen kommunizieren über Bilder! Ob Foto oder Video, die in Bildern festgehaltenen Erlebnisse werden sofort, zum Beispiel auf Facebook, YouTube oder flickr, gepostet. Wurden Filme und Fotos bisher hauptsächlich mit der Kompaktkamera oder dem Handy aufgenommen, so setzt sich jetzt ein neuer Trend zu den praktischen, kleinen Multimediacams durch. Diese werden auch auf der Weltleitmesse Foto und Imaging, der photokina 2010 in Köln, vom 21. bis 26. September 2010, ein zentrales Thema sein.

Der amerikanische TV-Star Oprah Winfrey war es, der der Kategorie der Multimediacams Ende 2007 zum Durchbruch verhalf. Sie verteilte während ihrer Talkshow an alle Studiogäste ein Modell der Flip Ultra Cam und löste damit einen Boom aus. Die Herstellerfirma wurde inzwischen von dem Elektronik und Netzwerkkonzern Cisco übernommen, der die Flip-Kameras nun weltweit vermarktet. Andere Hersteller haben den Trend erkannt und sind auf den Zug aufgesprungen.

Der Name „flip“ leitet sich von dem ausklappbaren USB-Stecker dieser Kameras ab, der die schnelle Verbindung mit dem PC und die Übertragung der Filme und Fotos ins Internet beschleunigte. Es ist das entscheidende Kennzeichen, das die Bildkommunikation mit diesen Geräten via Web erleichterte. Ein weiteres Kennzeichen dieser Kameraklasse ist der relativ große interne Speicher, die einfache (für viele Funktionen) Ein-Knopf-Bedienung und die in die Kameras integrierte Übertragungssoftware.

Dieses neue Erfolgsrezept haben sich nun auch einige andere Marktteilnehmer zu Eigen gemacht und werden auf der photokina 2010 neue Modelle mit erweiterter Funktionalität zum Aufnehmen und Austauschen von Fotos und Videos zeigen. Dabei kommt mehr und mehr der Lifestyle-Aspekt dieser neuen Kamerakategorie zum Tragen. Der äußert sich auch im frischen, modernen Design der Geräte, das sich zum Teil durch als „Skins“ bezeichnete, selbst zu gestaltende Gehäuseaufkleber, individualisieren lässt.

War es zunächst vor allem der Fun- und Kommunikationsfaktor, der diese Geräte so beliebt machte, so erobern sie zunehmend auch professionelle Bereiche der Kommunikation. Soll ein Objekt, ein Gerät oder eine Situation geschildert werden, können die einfach zu handhabenden, schnell mit dem Netz zu verbindenden Geräte den Informationsaustausch deutlich erleichtern. So sind einige der neuen Geräten mit Touchscreen-Features ausgestattet, die den Videoschnitt per Fingerzeig ermöglichen und den Upload zu der gewünschten Social Media Plattform ebenfalls durch „Drag & Drop“ mit einem Fingerwischer auslösen können. Große Bildschirme, Bildbearbeitungs- und Übertragungsfunktionen in der Kamera, digitale Bildstabilisation und integrierter USB-Stecker für den automatischen Upload ins Web, die Datenübertragung auf den PC aber auch für das Aufladen des Akkus in der Kamera sind ebenfalls typische Features für die neue Generation der Multimediacams. Einige können sogar tauchen und sind bis zu drei Meter Tiefe wasserdicht und halten auch mal einen unsanften Stoß aus.

Waren früher Fixfokus und Festbrennweiten typisch für diese Kameraklasse, so zählen Autofokus, optische Bildstabilisation, Gesichtserkennung oder drehbare Objektive mit variablen Brennweiten für Aufnahmen aus unterschiedlichsten Perspektiven zu neuen Standardmerkmalen dieser kleinen Zeitzeugen. Auch Full-HD-Videoqualität und bis zu 14 Megapixel Fotoauflösungen werden schon bald zur Standardausstattung gehören.

Was es in dieser jungen Hybrid-Kamerakategorie der Multimediacams an neuen Entwicklungen geben wird, können die Besucher der photokina 2010 vom 21. bis 26. September in Köln live erleben.

Kompletter Artikel als PDF-Download:
Trend-2010-Multimediacams.pdf

Trendletter Foto & Imaging 09 / 2010

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