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Camcorder - Der erste Film

Aktuelle Camcorder lassen heute jeden zum Filmer werden. Die Handhabung ist überaus einfach und schnell hat man das Video im Kasten. Möchte man sich jedoch von der Masse abheben und mit seinen Filmen brillieren, so ist es sinnvoll, den Dreh zu planen. Dies erspart einem im Übrigen auch den einen oder anderen Schnitt später am PC.

Bevor es also mit dem Dreh losgeht, sollte das Konzept für den Film stehen. Ein guter Plan ist die halbe Miete, denn Stolperstellen, die zu logischen Fehlern im Film oder gar zum Abschied von ganzen Szenen führen können, lassen sich dadurch verhindern. Überaus nützlich ist das sogenannte Storyboard. Mit der Kamera werden Einzelbilder aufgenommen, die mit Text versehen werden, so dass man immer den roten Faden behält. Je nachdem, was für ein Film gedreht wird, sind auch Zeitangaben für die einzelnen Filmsequenzen sehr nützlich. Bei der Beurteilung von Schnittlängen sollte man beachten, dass ein Bild mit einer Sekunde Länge recht kurz, mit drei Sekunden aber schon wieder sehr lang sein kann. Bei längeren Videos ist ein Drehplan Pflicht, damit man einen Drehort nicht x-Mal aufsuchen muss. Der Drehplan wird aus dem Storyboard heraus erstellt, indem man sich überlegt, was man zuerst dreht, wo man dreht, was man dazu braucht und was man dort noch drehen kann. Der Drehplan ist umso wichtiger, je umfangreicher das Equipment ist, das zum Einsatz kommt. Ist das Konzept im Kasten, so sollte man es auf mögliche Fehler hin überprüfen. Hier können Dritte beziehungsweise Unbeteiligte überaus hilfreich sein - sie haben den nötigen Abstand. Gerade logische Fehler sind meist enorm schwer im Schnitt später zu korrigieren. Beim Dreh ist es sehr wichtig, in jedem Fall die Bildsequenzen einzufangen, die das Konzept auch vorsieht. Wird nach einem Storyboard gefilmt, so ist es ratsam, jede Szene drei- oder viermal aus verschiedenen Blickwinkeln und mit unterschiedlichen Bildausschnitten festzuhalten. Die Devise sollte beim Filmen niemals lauten: Das mache ich dann im Schnitt. Es gibt für den Filmer nichts Ärgerlicheres, als geplante, aber dann doch versäumte Bilder, deren Fehlen mitunter mühsam im Schnittraum überdeckt werden müssen. Für den Filmer muss es deshalb heißen: Darfs ein bisschen mehr sein. Denn es ist beim Zusammenschneiden des Filmes immer leichter, wenn auf einen goßen Fundes an Filmsequenzen zurückgegriffen werden kann. An dieser Stelle aber noch ein Tipp: In der Kürze liegt die Würze, und das ist besonders beim Filmen und dem anschließenden Schnitt zu beachten.

Ist ein Kurzfilm geplant, so ist ein Storyboard nicht notwendig. Hier heißt es für den Filmer, drehen was das Zeug hält und möglichst viel Filmmaterial sammeln. Vielfach wird nämlich gerne unterschätzt, wie viele Bilder für einen Kurzfilm nötig sind.
 

Video 01 / 2010

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