Bildleiste

Kameraposition das A und O

Schon vor dem Dreh sollte man sich, neben dem Bildausschnitt, Gedanken über die Kameraposition machen. Der Videofilmer hat die gleichen Optionen wie der Fotograf. Wichtig ist es mitunter, mit einer ungewöhnlichen Kameraposition aufzuwarten, die dem Filminhalt mehr Spannung verleiht. So entspricht die Vogelperspektive – von oben nach unten – alles andere als unseren Sehgewohnheiten, und darin liegt das Besondere und Reizvolle. Die Vogelperspektive vermittelt einen interessanten Überblick und besondere Aspekte. Wird genau senkrecht nach unten gefilmt, so wirken die Filmaufnahmen besonders verblüffend. Entscheidet man sich dazu aus Augenhöhe zu filmen, so ist das nicht immer spannend, wenn auch am häufigsten verwendet. Unter Subjektiven versteht man eine Kameraposition beziehungsweise -einstellung in Augenhöhe, die die Sichtweise des Darstellers verdeutlichen soll. Das kann ein Mensch genauso sein wie ein Tier oder beispielsweise eine Maschine. Soll die Größe eines Motivs hervorgehoben beziehungsweise gesteigert werden, so fällt die Wahl auf die Froschperspektive – auch als Untersichtige bezeichnet – es wird von unten nach oben gefilmt. Kommt diese Kameraposition in geschlossenen Räumen zu Einsatz, so ist auf die Zimmerdecke zu achten, die zwangsläufig in der Aufnahme zu sehen ist.

Der Filmer hat die Option, zwischen den verschiedenen Kamerapositionen zu wechseln. Für Anfänger empfiehlt es sich, mit den unterschiedlichen Positionsmöglichkeiten bei ein und demselben Motiv zu spielen, um für sich in Erfahrung zu bringen, welche die Beste ist. Die gewählte Kameraposition muss natürlich auch zum Filminhalt passen, denn nichts ist schlimmer, als wenn der Zuschauer diesem später nicht mehr folgen kann, weil er irritiert ist.

Video 03 / 2010

Bewerten 136

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren






* Diese Felder müssen ausgefüllt werden

Willi Riedel, Lauter Leckereien

Blende ,"Lauter Leckereien"
Willi Riedel