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Anforderungen an den PC

Wer heute seine Camcorderaufnahmen nachträglich bearbeiten möchte, der kommt an digitaler Bildbearbeitung am Computer nicht umhin. Die Systemvoraussetzung sollte bei 300 MHz, 128 MByte Arbeitsspeicher und mindestens 10 GByte freiem Festplattenspeicher liegen. Schnelleres Arbeiten und die Umrechnung in andere Formate garantieren 256 MByte unter Windows 2000 oder XP, so richtig Spaß macht es aber erst bei 512 MByte Arbeitsspeicher. Da ein 20 Minuten DV-AVI-Video zirka 4 GByte Festplattenplatz benötigt und man das Video auch noch bearbeiten und schneiden möchte, sollten mindestens 25 GByte auf der Festplatte frei sein. Auch die Geschwindigkeit für Lade- und Speichervorgänge ist von der tatsächlichen Leistung der Festplatte abhängig. Grundsätzlich genügen Festplatten mit 5.400 UPM, aber deutlich angenehmer ist es, wenn man auf zwei Festplatten mit jeweils 7.200 UPM zurückgreifen kann. Die Leistung der CPU ist erst dann von Interesse, wenn es um das Umrechnen des Videos im MPEG-Format für DVD geht. Gute Berechnungszeiten sind schon ab 1 GHz zu erreichen, mit 2 GHz ist man fast schon im Echtzeitbereich.

FireWire-Schnittstelle
Zwingend notwendig, um die Videodaten vom Camcorder auf die Festplatte zu überspielen, ist die FireWire-Schnittstelle (IEEE 1394-Norm). FireWire-Karten verfügen meist über zwei bis vier Anschlußbuxen, von denen eine oftmals intern genutzt werden kann. Da die FireWire-Schnittstellen-Technik nur auf einem einzigen Chip basiert, gibt es zwischen den Karten beziehungsweise zu den PC-Mainboards, die bereits über FireWire-Schnittstellen verfügen nur geringe Unterschiede. In der Regel besitzen die in den PC-Mainboards integrierten FireWire-Schnittstellen selten mehr als zwei Anschlüsse, in einigen Fällen sogar nur einen einzigen, der sich oft in unmittelbarer Nähe der USB- oder der seriellen Anschlußbuchsen befindet. Vorteilhafter sind spezielle Slotblechs mit mindestens zwei Buchsen.

Externe Videokonverter, DV- und MPEG-Encoder, die sich per Plug & Play an der FireWire-Schnittstelle beziehungsweise über den USB-Anschluß betreiben lassen, freuen sich wachsender Beliebtheit. Zu beachten ist hier, daß sie eventuell der Aufnahmesoftware nicht die volle Bandbreite des Videosignals liefern, sondern ein stark komprimiertes Bild. So lassen sich über die Standard-USB-Schnittstelle kaum mehr als 8 MBit an Daten übertragen, was eventuell noch für eine gute DVD-MPEG-2-Qualität ausreicht. Wer ein unkomprimiertes DV-Video mit einer 28 MBit Bandbreite übertragen möchte, der benötigt in jedem Fall eine USB-2.0-Schnittstelle oder aber FireWire.

Welches Betriebssytem ist ratsam?
FireWire-Schnittstellen werden von jedem Betriebssystem ab Windows 98SE für die Aufnahme und die Bearbeitung von DV-Aufnahmen unterstützt. Wer das problemlose Arbeiten aber bevorzugt, der sollte als Betriebssystem Windows 2000 oder Windows XP verwenden, da unter ihnen beispielsweise kein spezieller FireWire-Treiber installiert werden muß.

Datenübertragungsrate
Werden die Camcorderdaten über eine FireWire-Schnittstelle auf den Rechner übertragen, so liegt die Datenübertragungsrate bei konstant 3,515 KByte/s. In der Regel sind neuere Festplatten in der Lage, 15 bis 30 MByte an Daten in der Sekunde zu schreiben. Zu beachten ist jedoch, daß nicht jede Festplatte über die Fähigkeit verfügt, um über einen längeren Zeitraum eine konstante Schreibgeschwindigkeit zu erreichen. Dies ist darauf zurückzuführen, daß während der Datenübertragung auch andere Programme auf die Festplatte zugreifen. Die Folge: Der konstante Datenstrom vom Camcorder zur Festplatte wird unterbrochen, Bilder gehen verloren oder werden bei der Übertragung beschädigt. Eine konstante Datenübertragung wird dann erreicht, wenn auf der Festplatte eine spezielle Videopartition eingerichtet wird. Dies verhindert zudem, daß durch eine übermäßige Fragmentierung der Festplatte Probleme auftreten können.
 

Video 02 / 2004

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