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Mit dem Fernglas auf die Golfrunde

Das Spiel mit dem kleinen weißen Ball

Der kürzeste Golfwitz "Ich kann es...", sagt viel über das Spiel mit dem kleinen weißen oder manchmal auch gelben, orangenfarbigen oder roten Ball aus. Denn beim Golfspiel, das inzwischen vom elitären Vergnügen zu einer beliebten Breitensportart geworden ist, lernt man nie aus. Eine der Schwierigkeiten auf dem grünen Rasen ist die Einschätzung der Distanz zu dem Punkt, auf den man den Golfball schlagen möchte. Von der zu überwindenden Entfernung hängt die Wahl des Schlägers und damit auch ein Teil des Erfolges ab. Verschätzt man sich in der Entfernung, landet der Ball vielleicht unglücklich in einem Wasserhindernis oder im Wald, er auf Nimmerwiedersehen verschwindet.

Die richtige Einschätzung von Entfernungen ist, wie alles andere im Sport, Übungssache. Eine Hilfe auf der Runde können die neuen Ferngläser sein, die neben ihrer urspünglichen Sehhilfe-Funktion auch die genaue Entfernung eines anvisierten Punktes angeben. Die Entfernungsmessung erfolgt mit einem Monokular durch einen Laserimpuls, den die Ferngläser aussenden. Der Vergrößerungsfaktor liegt zwischen 5- und 7-fach. Die präzise Entfernung wird bei einigen Gläsern sowohl in Metern als auch in Yards angezeigt, bei anderen kann von einer Maßeinheit zur anderen umgeschaltet werden. Die Meßgenauigkeit solcher Ferngläser für Golfer beträgt zirka ±1 m. Auch die relativ dünne Zielfahne am Grün kann durch ein integriertes Fadenkreuz schnell und einfach ausgemacht werden. Bei diesen Ferngläsern steht oft auch ein Scanbetrieb für Dauermessungen zur Verfügung.

Speziell für den Golfsport wurde die Erstziel-Logistik entwickelt, die das Anmessen von kleinen Zielen erheblich erleichtert. Werden von dem Glas zwei Entfernungen im Bereich der Zielmarke erfaßt, wird die Entfernung zum näher gelegenen kleineren Ziel - wie zum Beispiel der Fahne - angezeigt und nicht zu dem eventuell dahinter liegenden größeren Objekt - zum Beispiel einem Baum. Die Reichweite der Messungen liegt zwischen 500 und 600 m und deckt somit alle Längen von Golfbahnen ab.

Ein Entfernungsmesser für Golfer soll dem Sportler helfen, sein Empfinden für Entfernungen zu verbessern. Auf Privatrunden kann er durch weniger Schläge ins Aus auch den Spaß erheblich erhöhen. Wer allerdings in einem Turnier antritt, muß bis dahin seine Fähigkeiten zum Einschätzen der Distanz genügend geübt haben, denn die strengen Golfregeln untersagen alle zusätzlichen Hilfsmittel.
 

Fernoptik 08 / 2004

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Golf

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Heiner Henninges