Es sieht so aus - Kameras ersetzen in Zukunft zunehmend den Schlüssel

Wir kennen ihn alle, den Schlüssel. Ob nun zum Öffnen oder Verschließen der Haustüre, des Briefkastens, des Autos, der Geldkassette. Mehr oder minder gewichtig sind die Schlüsselbünde die auftragen und so manche Beule im Mantel hinterlassen. Die Sicherheit, die Schlüssel bieten, wird spätestens in Frage gestellt, wenn Schlösser geknackt wurden. Und noch ein weiterer möglicher Nachteil haftet den Schlüsseln an, denn jeder hat einen solchen in seiner Laufbahn schon einmal verlegt oder verloren. Es ist dementsprechend nicht verwunderlich, dass nach schlüssellosen Lösungen geschaut wird und die bietet die Imagingbranche unter anderem mit ihren Aufnahmegeräten. Wie jetzt zu lesen war hat die britische Automobilmarke Jaguar Land Rover ein Patent angemeldet, das Gesichtserkennung und Ganganalyse zum Öffnen eines Autos vorsieht. Kameras, die sich unter den Fensterscheiben befinden, fertigen Videos und Fotos an, die mit Bildern verglichen werden, welche sich auf dem Computer des Fahrzeugs befinden. Bei Übereinstimmung öffnen sich die Autotüren automatisch.

Kameras ersetzen in Zukunft zunehmend den Schlüssel

Die neue Technologie soll den Fahrern das Suchen des Autoschlüssels ersparen und das Einladen von Einkäufen erleichtern. „Der Fahrzeugnutzer muss im Vorfeld einen Registrierungsprozess durchlaufen. Dabei werden ein Standbild vom Gesicht sowie ein bewegtes Bild, wie eine Handgeste oder der Gang zum Auto, aufgenommen”, geht aus dem aktuellen Patent hervor. Auf jeder Seite des Autos sollen zwei Kameras fixiert sein.

Laut den Entwicklern sorgt die Verwendung von Videomaterial sowie die Ganganalyse dafür, dass Betrüger das System nicht austricksen können. Wäre dem nicht so, könnten Kriminelle das System durch ausgedruckte Fotos des Besitzers täuschen. Das neue System ist nicht auf eine Person beschränkt. So können sich Freunde und Familie – wenn dies gewünscht ist – beim gleichen Auto registrieren und damit fahren.

Zur präziseren Bewegungsanalyse dienen Hightech-Kameras, die 3D-Bilder anfertigen. Damit wird abgeschätzt, wie weit eine Person entfernt ist. “Wird das Fahrzeug verkauft, so können die Bilder gelöscht und durch neue, autorisierte Identifikatoren ersetzt werden. Das bewegte Bild kann eine Geste wie eine Handbewegung, ein Gruß oder ein anderes Signal sein, das der Nutzer von sich gibt, wenn er sich dem Fahrzeug nähert”, so das Patent.

Sicherlich wird es zu diesem Patent nicht nur Befürworter geben. Für uns ist dieses Patent ein weiterer Beleg dafür, dass Imagingtechnologien immer stärker in unseren alltäglichen Lebensbereich Einzug halten und ihn auch vereinfachen.

Aufgegriffen 11 / 2016

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