Typhoon H von Yuneec: Die besondere Videoaufnahme aus der Luft

Das Nutzen von Drohnen oder Multicoptern für Film- und Fotoaufnahmen ist einer der Trends der vergangenen Jahre. Die Besonderheit liegt unter anderem darin begründet, dass Multicopter äußerst wendig fliegen können und aus der Luft völlig neue Aufnahmeperspektiven bieten. Die Modelle, die unter Umständen nur mit geringem bürokratischen Aufwand in Deutschland fliegen dürfen, eignen sich dabei gleichermaßen für Hobbyfilmer als auch für professionelle Fotografen.

Quadrocopter im Einsatz - mittels Drohnen lassen sich wunderbare Aufnahmen machen. Dies ist nicht nur für professionelle Filme interessant, sondern auch für den privaten Gebrauch.
Quadrocopter im Einsatz – mittels Drohnen lassen sich wunderbare Aufnahmen machen. Dies ist nicht nur für professionelle Filme interessant, sondern auch für den privaten Gebrauch.
Der Hexacopter Typhoon H von Yuneec nimmt dabei eine besondere Rolle ein. Ausgestattet mit sechs Rotorblättern verfügt er über besonders gute Flugeigenschaften und ist dank der kompakten Größe und des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses nicht nur für professionelle Filmer interessant. Die eingebaute Filmtechnik des Multicopters ist laut Website von Yuneec Eletric Aviation „die modernste verfügbare Foto- und Videoplattform für Luftaufnahmen in dieser kompakten Größe“. Wir zeigen, was mit dem Fluggerät möglich ist.

Foto- und Videoplattform in Profiqualität

Je mehr Rotoren, umso schwerer das Gerät, umso größer die mögliche Traglast und nicht zuletzt auch: umso besser das Flugverhalten. Der Hexacopter liegt im Vergleich zu einer Drohne mit vier Rotoren ruhiger in der Luft, und bietet mehr Sicherheit, sollte einer der Antriebe einmal ausfallen.

Die Besonderheit beim Typhoon H ist dabei die umfassend steuerbare Foto- und Videoplattform, die auf einer CGO3+-Kamera mit 4K-Auflösung in Ultra High Definition Auflösung (UHD) basiert – schlichtweg der Standard für hochwertige und präzise Luftaufnahmen. Das System erlaubt bei gleichzeitigem Betrieb der Kamera eine Flugzeit von etwa 25 Minuten. Hiermit lassen sich problemlos mehrere Durchläufe in Sichtweite durchführen.

Die Technik in Kürze: Die Steuerung des Systems kombiniert die Signalverwertung mit einer ST16-Bodenstation, die mittels Android-Betriebssystem steuerbar ist. Darin eingebettet ist ein 7-Zoll-Touchscreen, der eine Auflösung von 720 Pixeln bietet. Mit einem eingebauten Video-Downlink können die Livebilder in HD bis zu einer Distanz von 1,6 Kilometern übertragen werden. Die Luftaufnahmen sind damit direkt sichtbar und können durch den Fotografen zu jeder Zeit gesteuert werden.

Beeindruckende Bilder: Filmen aus der Luft

Eine Drohne ist keine Steadycam. Trotz der vielen Rotoren und Stabilisierungsmechanismen ist eine Kamerafahrt per Kran oder Dolly weitaus präziser auszuführen als mit einem Multicopter. Zudem erfordert es einiges an Übung, bis das Fluggerät so gut gesteuert werden kann, dass zufriedenstellende Aufnahmen dabei herauskommen.

Vor allem für spektakuläre Luftaufnahmen im Outdoorsportbereich sind die Kameradrohnen bestens geeignet.
Vor allem für spektakuläre Luftaufnahmen im Outdoorsportbereich sind die Kameradrohnen bestens geeignet.
Dennoch bietet ein Multicopter ganz neue Möglichkeiten und Perspektiven für spektakuläre Aufnahmen aus der Luft. Durch die geringe Größe und Wendigkeit des Fluggeräts kann man auch an schwer zugänglichen Bereichen filmen. Ein besonderes Plus beim Typhoon H ist dabei die Ausstattung mit einem Anti-Kollissionssystem (Intel RealSense Technologie). Hindernisse werden erkannt, die eingebaute Kamera berechnet dazu ein Life-3D-Modell der Umgebung.

Besonders interessante und innovative Perspektiven eröffnet auch die Tatsache, dass Aufnahmen aus verschiedensten Perspektiven und Höhen durchgehend an einem Stück gefilmt werden können. Ein eindrucksvolles Beispiel dazu zeigt das Musikvideo „I Won’t Let You Down“ der amerikanischen Band OK Go. Beginnend auf Kniehöhe und zunächst statisch filmt die Drohne später in einer Kamerafahrt weiter, bevor sie nach oben steigt und nach einer Luftaufnahme ihre Route fortsetzt.

Nutzen der Programmautomatiken

Das Spezielle an der Funktionsweise des Typhoon H ist außerdem die Anzahl unterschiedlicher vorprogrammierter Flugmodi. Dies ermöglicht eine individuelle Planung, denn die Flugmodi sind autonom voneinander anwählbar. Es ist beispielsweise möglich, den Hexacopter um eine Person oder ein Objekt kreisen zu lassen. Dabei bleibt die Kamera immer auf das fixierte Ziel gerichtet.

Anhand eigens eingegebener Koordinaten kann die Drohne aber auch eine ganz eigene Route abfliegen. Selbst hier bleiben die Aufnahmen in keinem Fall starr und unbeweglich, dafür sorgt allein schon der mögliche Rotationswinkel von 360 Grad. In die Kamera eingefasst ist eine gläserne Weitwinkellinse, ihr Blickwinkel beträgt 115 Grad. Bei Bedarf lässt sich diese noch während des Fluges manuell konfigurieren.

Mittels Quadrocopter sind tolle Aufnahmen aus ganz neuen Perspektiven möglich. Mehr als nur eine Spielerei für jeden Hobbyfotografen – so lassen sich eigene Erlebnisse und besondere Orte auf eine neue Art und Weise einfangen.
Mittels Quadrocopter sind tolle Aufnahmen aus ganz neuen Perspektiven möglich. Mehr als nur eine Spielerei für jeden Hobbyfotografen – so lassen sich eigene Erlebnisse und besondere Orte auf eine neue Art und Weise einfangen.
Die Steuerung gelingt über die ST16-Bodenstation mittels Austausch zwischen Fernsteuerung, Empfänger und Android-Plattform. Auf diese Weise werden insbesondere automatische Flugfunktionen ausführbar, die dabei entstehenden Aufnahmen werden in Echtzeit auf den 7-Zoll-Bildschirm an die Bodenstation gesendet. Entgegen dem System vieler anderer Modelle bedarf es hier also keines zusätzlichen Gerätes für die Videoübertragung.

Kurzum: Auf diese Weise lassen sich Luftaufnahmen nicht bloß in vorgegebenen Werkseinstellungen vollführen, sondern während des Fluges noch bestimmte Aufnahmemodi und Manöver umsetzen. Dies erlaubt vielfältige Einsatzmöglichkeiten .

Abschließende Bemerkungen und Fazit

Moderne Multicopter unterscheiden sich in vielen Faktoren, vor allem hinsichtlich der verwendeten Kameratechnik. Oftmals gilt es Kompromisse entweder zugunsten der Flugzeit oder der Aufnahmequalität hinzunehmen. Mittlerweile gibt es aber eine begrenzte Anzahl an Modellen, wie der Typhoon H, die sämtliche Ansprüche auch für anspruchsvolle Fotografen erfüllen. Zum Einsatz kommen dann, wie dargestellt, hochauflösende 4K-Kameras mit UHD und in der Praxis nahezu beliebig steuerbaren Aufnahmemodi. Besonders die schönen Bilder machen den Typhoon H so beliebt und sorgen dafür, dass Drohnen und Multicopter auch noch in Zukunft ein wichtiger Trend bleiben werden.

Aufgegriffen 10 / 2016

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