Wieso ein Facebook-Titelbild nie wirklich passt - Das sollte man beim Titelbild beachten

Das Titelbild am Desktop-PC Bildgalerie betrachten Das Titelbild am Desktop-PC

Das Titelbild bei Facebook, zusammen mit der inzwischen allseits bekannten Chronik im Dezember 2011 erstmals optional möglich und seit Herbst 2012 für alle Facebook-Nutzer verbindlich, ist seit seiner Einführung ein Mysterium. Denn es gibt einfach kein universell passendes Format und erlaubt ist auch nicht alles.

Mehr Individualität war das Ziel des großen Titelbilds bei Facebook, das inzwischen jeder hat. Oder zumindest die freie Fläche, die dafür vorgesehen ist. Tatsächlich ein Foto hochladen muss ja niemand. Und wer es macht, der sollte einiges beachten, vor allem wenn es um das Motiv und die Größe geht. Denn bei der Ausgabe ist Facebook ziemlich variabel.

Tatsächlich sollte es nur zwei Ausgabegrößen geben, einmal am Desktop-PC und einmal am Mobiltelefon, einmal 820 × 312 Pixel groß und einmal 640 × 360 Pixel groß. So schreibt es Facebook in seiner Hilfe – und es stimmt einfach nicht. Denn zum einen gibt es bei Tablets noch eine dritte Ausgabegröße, zum anderen offenbart ein Screenshot, dass das Desktop-Titelbild etwa 15 Prozent höher ist als angegeben. Was also tun?

Wer auf Nummer sicher gehen will, der beschränkt sich auf ein Hauptmotiv in der Bildmitte und viel freiem Raum drum herum. Denn nur dann wird nichts Essentielles abgeschnitten. In allen anderen Fällen muss der User davon ausgehen, dass zumindest in der mobilen Version am Smartphone die Ränder vom Bild fehlen. Und mehr noch: Auf der Desktop-Version könnten Teile des Bildes auch noch von verschiedenen Buttons und dem quadratischen Profilbild zumindest teilweise okkupieret werden. Denn während eine Firmen- oder Fanseite kein Profilbild ganz oben unter der Chronik hat, ist bei allen persönlichen Seiten eine schicke Überlappung eingebaut – die auf der linken Seite einen Teil des Titelfotos verdeckt. Zumindest am Desktop-Computer. Am Smartphone sitzt das Profilbild mittig und verdeckt den unteren Rand des Titelbilds dort.

Hört sich jetzt verwirrend an? Ist es auch. Kurzum lässt sich sagen, dass nur der zentrale Bereich des Titelbildes sicher ist, alles andere kann verdeckt werden, in wechselnder Zusammenstellung und bei wechselnden Gelegenheiten. Deshalb macht es Sinn, sich auf ein paar technische Dinge zu konzentrieren. Die Mindestgröße für ein Titelbild beträgt laut Facebook 400 × 150 Pixel. Hochgeladen werden können JPEG- und PNG-Fotos.

Dabei haben JPEG-Fotos zwar kleinere Datenmengen und werden deshalb vielleicht schneller angezeigt, allerdings schlägt bei allen JPEG-Bildern der Facebook-Algorithmus zu, der Bilder sehr stark komprimiert. Kompressions-Artefakte und Farbabrisse sind deshalb kaum zu vermeiden. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt ein PNG-Bild. Dieses Dateiformat scheint bei Facebook weniger stark komprimiert zu werden.

Auf Schrift sollte, wenn möglich, immer verzichtet werden. Zum einen macht die Lesbarkeit Probleme, wenn zu viel Schrift auf einem kleinen Handydisplay gezeigt wird, zum anderen können Teile davon verdeckt oder abgeschnitten sein. Dann ist damit niemandem geholfen. Übrigens hatte Facebook den erlaubten Schriftanteil bei der Einführung des Titelbilds auf unter ein Viertel der Bildfläche begrenzt.

Zu beachten sind auch noch ein paar weitere Dinge. Bilderklau zum Beispiel kommt nie wirklich gut – auch auf privaten Seiten. Denn Titelbilder sind immer öffentlich, jeder kann sie sehen. Das Facebook-Titelbild ist deshalb übrigens auch der schlechteste Ort, an dem Fotos von Kindern platziert werden sollten. Und wer irgendwo ein tolles Bild gefunden hat und das ungefragt verwendet, sollte sich im Klaren darüber sein, dass dieses Bild eben nicht nur Freunde sowie Familie sehen und man eine Urheberrechtsverletzung begeht.

Aufgegriffen 01 / 2018

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