Auf was sollte man bei Fotos für Verkaufsportale achten?

Bilder sind es, die über den Verkaufserfolg entscheiden

Auf was sollte man bei Fotos für Verkaufsportale achten?

Verkaufsportale, in denen persönliche Artikel angeboten werden, können einem mitunter vor Lachen die Tränen in die Augen treiben. Immer wieder werden mit Bildern und Texten wenig verkaufsfördernd Gegenstände beworben. So mancher Verkaufswillige wundert sich womöglich, dass die Resonanz auf seine Anzeige ausbleibt. Vielfach liegt es nicht an dem Angebotenen, sondern einfach daran, dass die Artikel nicht werbewirksam in Bildern und Texten zur Schau gestellt werden. Und dabei ist das gar kein Hexenwerk, wenn Kleinigkeiten beachtet werden.

Was man in jedem Fall vermeiden sollte

Steht zum Beispiel Kleidung zum Verkauf, dann müssen oftmals Personen herhalten, die sie wie eine Modepuppe zum Besten geben sollen. Da passt mitunter der Pullover nur bedingt und am Gesicht, das natürlich mit veröffentlicht wird, ist die nicht immer vorhandene Bereitschaft für das Fotoshooting ablesbar. Es gibt dann auch jene Privatanbieter, die die Gesichter unkenntlich machen, indem sie sie mehr oder weniger gekonnt mit Filsstift schwärzen. Das macht es auch nicht unbedingt besser. Ganz kritisch wird es, wenn auf Produktfotos der Hersteller zurückgegriffen wird. Hierbei handelt es sich um Urheberrechtsverletzung und das kann teuer werden. Und besser wird es auch nicht, wenn man meint, auch hier die Gesichter mit Filsstift zu schwärzen. Auch dafür kann man rechtlich belangt werden. Beinhaltet die zentrale Bildaussage nicht das zu verkaufende Produkt, sondern das Chaos am Aufnahmeort, dann ist das ebenso wenig Verkaufsfördernd wie das Fotografieren von zerknitterten Kleidungsstücken. Oder es wird ein Schrank angeboten. Von außen ist er dank der Bilder ansprechend. Und wie sieht es mit dem Innenleben aus? Für den Interessenten könnte dies Kaufentscheidend sein. Doch diese Aufnahme fehlt bei der Bewerbung und höchstwahrscheinlich hat man den möglichen Kaufinteressenten verloren. In Auktionsfotos wird zudem viel zu viel preisgegeben. Das kann gegebenenfalls Leute auf den Plan rufen, denen man nicht begegnen möchte. Ein Beispiel sind Autokennzeichen, die oft nicht unkenntlich gemacht werden. Auch das Wohnumfeld wird immer wieder gern mit abgebildet – auch hier ist es heute ein leichtes, den Wohnort ausfindig zu machen.

  • Macht man sich im Vorfeld bereits Gedanken darüber, welche Fotografien von Artikeln einen selbst zum Kauf animieren würden, so ist dies schon ein erster Schritt auf dem Weg zu eigenen werbewirksamen Aufnahmen.
  • Zentraler Bildinhalt sollte immer der zu verkaufende Artikel sein. Störendes Umfeld (Hinter- und Vordergrund) gilt es durch einen geschickt gewählten Aufnahmestandpunkt zu vermeiden.
  • Böden und auch Tische dienen gern als Untergrund, auf denen die Artikel platziert werden. Wichtig ist, dass der Untergrund dem Verkaufsartikel nicht die Show stiehlt. Auf der anderen Seite kann die richtige Farbgebung des Untergrunds sehr förderlich sein, um eine besondere Qualität hervorzuheben. Samtige blaue, grüne und rote Stoffe sind bei Schmuck sehr beliebt.
  • Auktionsbilder müssen den Artikel von seiner besten Seite wiedergeben. Auf die Schärfe ist zu achten. Zahlreiche Verkaufsportale bieten heute nämlich die Möglichkeit, in die Aufnahmen hineinzugehen und Bereiche zu vergrößern. Das ist beispielsweise wichtig bei Aufnahmen von Schmuck.
  • Auf die perfekte Ausleuchtung ist zu achten. Der Blitz, wenn er zum Einsatz kommt, sollte indirekt eingesetzt werden. Ansonsten kann es passieren, dass der Gegenstand „totgeblitzt“ wird. Gutes Licht zum Fotografieren von Gegenständen liegt auch bei Tageslicht – wenn die Sonne nicht reinscheint – in der unmittelbaren Nähe am Fenster vor. Ist man im Besitz von Studiolicht, so kann auch das natürlich für eine perfekte Ausleuchtung sorgen. Mit speziellen Aufnahmetischen (Hintergrund, Licht, Klemmen) lassen sich kleine Gegenstände perfekt in Szene setzen. Die Anschaffung macht dann Sinn, wenn man eine Vielzahl an diesen Artikeln verkaufen möchte.
  • Auf eine korrekte Farbdarstellung ist zu achten. Farbverbindliche Aufnahmen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass der Käufer sich von der Farbe ein Bild machen kann, auch wenn er seinen Monitor nicht kalibriert hat.
  • Auktionsfotos sollten immer ein Abbild der Wirklichkeit sein. Dazu gehört, Beschädigungen mittels Bildbearbeitung nicht zu Schönen. Vielfach ist es sogar von Vorteil, Beschädigung zu fotografieren. So kann sich der Kaufinteressierte ein genaueres Bild vom Gegenstand machen.
  • In den Auktionsfotos sollte man nicht mehr preisgeben als notwendig. Bestmöglich lassen Auktionsfotos keine Rückschlüsse auf den genauen Wohnort zu.
  • Nicht an Aufnahmen geizen auch, wenn es meist mehr kostet, wenn zu einem Artikel mehrere verkaufsfördernde Aufnahmen hochgeladen werden. Wichtig ist der variierende Informationsgehalt bei der Auswahl der Fotos. (Beispiel Schrank)

Und den Text nicht vergessen

Auch, wenn Bilder das entscheidende Kriterium für die Beurteilung der angebotenen Ware sind, so sind auch die textlichen Ausführungen entscheidend. Um beim Beispiel des Pullovers zu bleiben ist es wichtig, auf das Material, die Größe, Armlänge etc. einzugehen. Die, die der deutschen Sprache nicht so mächtig sind, greifen gern auf Übersetzungsprogramme im Netz zurück. Gelungen sieht anders aus – Witzig sind die Beschreibungen in jedem Fall. Und bei Anbietern, die ihre Texte selbst verfassen, schlägt gern immer mal wieder der Fehlerteufel zu. Das ist ebenfalls nicht förderlich.

Aufgegriffen 02 / 2018

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