Bilder gekonnt in Szene setzen

Ob Fotos, Malerei oder ein Ensemble aus persönlichen Fundstücken – gerahmt und aufgehängt ergänzen sie jede Einrichtung und machen aus Ihrem Zuhause einen ganz besonderen Ort. Doch während das Ausmisten einer Schublade am Arbeitsplatz schnell erledigt ist, werden zu Hause meist mehr Erinnerungsstücke lange aufbewahrt. In einer Schublade sammeln sich wunderbare, alte Fotografien, die Urlaubsfotos vom letzten Sommer sind in den Tiefen der Computer-Festplatte verschwunden und die Erinnerung an bekannte Werke des liebsten Künstlers verblasst langsam. Doch das muss nicht sein, denn mit nur wenigen Tipps können Sie Bilder wunderbar in Ihre Dekoration integrieren, kombinieren und zum Blickfang werden lassen.

Ein einzelnes Bild als Blickfang aufhängen

Bilder erzählen eine Geschichte. Oft genügt bereits ein einzelnes Foto, um Erinnerungen an besondere Momente wachzurufen und Raum für Interpretationen zu lassen. Ein Bild wirkt separat aufgehängt intensiv und einprägsam, ihm gebührt die volle Aufmerksamkeit des Betrachters. Betont werden kann diese Einzigartigkeit entweder durch eine spezielle Rahmung oder durch den Print auf besondere Materialien wie Holz, Metall oder der klassischen Leinwand.

© Halloleinwand

Bilder ästhetisch kombinieren

Haben Sie sich für mehrere Fotos oder Kunstwerke in Kombination entschieden, dann stellt sich die schwierige Frage, wie diese sich gemeinsam optimal in Szene setzen lassen. Nebeneinander, untereinander oder wild im Raum verteilt? Einrichtungsexperten unterscheiden dabei zwischen mehreren Varianten der Aufhängung:

  • Die Reihenhängung ist ein Klassiker. Alle Bilder werden exakt in einer vertikalen oder horizontalen Reihe platziert, wobei wichtig ist, dass diese die gleiche Höhe beziehungsweise Breite aufweisen. Dies ist bei Ihren Bildern nicht der Fall? Kein Problem, an einer Mittelachse ausgerichtet wirken die Bilder harmonisch wie auf einer Perlenkette aufgereiht.
  • Bei der Kantenhängung werden alle Kanten der Bilder an einer Linie ausgerichtet. So wirken sie trotz verschiedener Größen und Formate gut organisiert. Eine Variation ist die Ausrichtung der Bildergruppe über und unter einer gedachten, geraden Mittelachse.
  • Rasterhängung nennt sich das Prinzip, nach dem alle (möglichst gleichen) Rahmen in einem Raster gruppiert werden. Wahlweise kann hier auch die Rahmenhängung gewählt werden, welche nicht ganz so systematisch wirkt. Dafür werden alle Bilder in einem imaginären Rahmen angeordnet, wobei die Form frei variieren kann. Achtung: Es ist wichtig, dass der Abstand zwischen den Bildern etwa gleich ist.
  • Die Petersburger Hängung ist etwas für mutige. Sie wird auch Salon-Hängung genannt und bezeichnet sich durch ein „kreatives Chaos“ frei nach dem Motto: Je mehr desto besser!
  • Eine Bilderleiste wirkt besonders modern und bietet viel Flexibilität. Die Bilder lassen sich aufgereiht aufstellen und nach Belieben umdekorieren. Durch weitere Objekte, wie Bücher, Vasen oder Kerzen, wirkt das Ensemble aufgelockert und individuell.

Worauf bei der Wahl der richtigen Bilder zu achten ist

In erster Linie heißt es: Wählen Sie zur Aufhängung eben jene Bilder, die Ihnen am besten gefallen. Authentizität ist ein wichtiger Faktor. Doch fällt nicht jedem die Wahl der geeigneten Prints leicht und auch die Rahmung ist entscheidend für die Raumwirkung von Bildern. Zunächst sollte ein einzelnes Bild oder ein Ensemble zum restlichen Raum-Design passen. Möchten Sie etwas wagen, dann kann jedoch auch ein gekonnter Kontrast zu einer besonderen Ästhetik beitragen: Große, bunte Bilder mit minimalistischen Rahmen zum schlichten Interior oder kleine Bilder in ruhigen Farben mit opulenten Rahmen können ebenso überzeugen, wie farblich harmonische Fotos im Holzrahmen zum rustikalen Mobiliar. Wichtig ist dabei vor allem, den Raum nicht zu überladen. Ein auffälliges Bild wirkt in einer zurückhaltenden Umgebung am besten, während es in Kombination mit kräftiger Wandfarbe und auffälligen Möbeln das Auge schnell überfordern kann. Auch die Größe des Raumes gilt es dabei im Blick zu behalten. Tipp: Überlegen Sie sich vorab ein Raumkonzept, um ein stimmiges Gesamtbild zu erhalten.

Aufgegriffen 06 / 2017

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