Warum es sich lohnt, Fotos ganz groß herauszubringen

Mit Fotovergrößerungen dem Wohn-Einerlei wirkungsvoll begegnen

Edle Erinnerungen in Groß – Fotos auf Acryl, Alu-Dibond und als Gallery Print

Alu-Dibond, Foto: PosterXXL

Aktuelle Aufnahmegeräte garantieren Fotos in Spitzenqualitäten und damit alle Voraussetzungen, sie ganz groß als Wandbilder im eigenen Wohnambiente herauszubringen. Mehr Individualität geht nicht und diese ist auch zwingend notwendig, denn heutige Einrichtungsstile gleichen verstärkt einem Wohn-Einerlei. Fotos der digitalen Welt zu entziehen und sich für Fotovergrößerungen in welchem Format zu entscheiden bedeutet auch, sich mit Erlebten greifbar zu umgeben und damit Erinnerungen wachzuhalten. Diese Fotovergrößerungen sind es, die für eine positive Atmosphäre sorgen, die so manchen Alltagsstress auch weichen lassen. Hochwertige Druckverfahren wie Acryl, Alu-Dibond und Gallery Prints sind drei von unzähligen mögliche Optionen wie man seine Fotos ganz groß herausbringen kann.

Wandbilder – Je größer desto wirkungsvoller

Eine alte Fotografenweisheit besagt, dass eine gute Aufnahme besser wirkt, je größer sie gezeigt wird. Jeder, der schon einmal Großformate in Ausstellungen gesehen hat, wird dies bestätigen können. War ein solcher Großprint mit einem eigenen Foto früher schwer zu bekommen und kaum bezahlbar, sind mittlerweile über die meisten großen Fotodienste verschiedenste Varianten zu mehr als erschwinglichen Preisen erhältlich. In der Vielfalt kann man jedoch leicht die Orientierung verlieren. Um die verschiedenen Optionen zu verstehen, ist es am einfachsten, wenn man sich die wesentlichen Bestandteile des Wandschmucks anschaut:

  • Für große Formate muss das Trägermaterial vor allem stabil und verwindungssteif sein, idealerweise bei geringem Gewicht.
  • Auf das Trägermaterial wird das Foto entweder direkt aufgedruckt oder als Abzug aufkaschiert. Der Direktdruck ermöglicht interessante Effekte in Kombination mit einem auffälligen Trägermaterial wie Aluminium. Allerdings ist er in der Regel nicht ganz so haltbar wie ein ausbelichtetes Foto. Letzteres hat auch dann Vorteile, wenn eine möglichst neutrale Wiedergabe der eigenen Aufnahme gewünscht ist und gerade kein Durchscheinen des Trägermaterials.
  • Schließlich gibt es noch verschiedene Varianten für die Gestaltung der Oberfläche: Sie kann zum Schutz etwa versiegelt werden oder mit einer (Acryl)glasplatte abgedeckt. Auch Schmuckeffekte wie etwa das Aufrauen einer Alu-Oberfläche sind bestellbar.

Aus der Kombination dieser drei Faktoren ergeben sich die unterschiedlichen Produkte. Meist werden sie als Produktfamilien nach dem Trägermaterial zusammengefasst. Eine oder mehrere Oberflächenvarianten werden in der Regel als Option angeboten.

Alu-Dibond: Moderner Look

Alu-Dibond, Foto: Pixum

Eine mittlerweile sehr verbreitete Produktgruppe sind die Großformate mit Alu-Dibond als Trägermaterial. Wie der Name schon anklingen lässt, handelt es sich dabei meist um einen Verbund von zwei dünnen Aluminium-Platten zwischen die eine Hartschaum-Platte geklebt ist. Die Kombination macht das Material preisgünstiger und stabiler sowie leichter als reines Aluminium. Vereinzelt werden übrigens auch reine Metallplatten als dünner Träger angeboten. Alu-Dibond bringt einen modernen Look in die Wohnung und wirkt sehr professionell. Darüber hinaus ist es robust genug, um sogar im geschützten Außenbereich und im Bad aufgehängt zu werden.

Als Druckverfahren für das Foto werden in der Regel sowohl der Direktdruck als auch ein aufkaschierter Abzug angeboten. Der Direktdruck bietet die Möglichkeit, an den hellen Stellen das Trägermaterial durchscheinen zu lassen. Mit passendem Motiv wie etwa einer Architektur-Aufnahme oder dem Sonnenuntergang am Meer ergibt das einen ungewöhnlichen und sehr stimmigen Look. Weniger geeignet ist diese Form der Fotovergrößerung meist für zarte Portraits oder Naturmotive. Da bietet sich eher die Variante mit einem Abzug an.

Die Bandbreite der Oberflächen ist beim Alu-Dibond hoch: Wer den Look des Aluminiums noch hervorheben möchte, wählt das so genannte „Butlerfinish“. Dabei wirkt die Oberfläche leicht gebürstet. Sie ist matt und damit reflexionsarm. Alternativ hierzu kann man in der Regel zwischen einer matten oder glänzenden Variante wählen. Glänzend wirkt satter und moderner, allerdings spiegelt es auch. Vor allem in der Nähe von Fenstern und Lampen ist daher Vorsicht angebracht. Von manchen Fotodienstleistern wird auch noch ein spezieller UV-Schutz als Zusatzoption mit angeboten. Das erhöht die Lebensdauer signifikant.

Acryl: Schicker Klassiker

Acryl, Foto: Pixum

Bei Acryl als Material wird das Foto entweder auf der Rückseite des Glases direkt aufgedruckt oder dort als Ausbelichtung aufgeklebt. Beim Direktdruck ist ähnlich wie beim Alu-Dibond zu beachten, dass weiße Stellen durchscheinen. Allerdings bringen einige Fotoservices eine lichtundurchlässige Folie auf, so dass dies auch bei farbigen Untergründen an der Wand kein Problem darstellen muss. Acryl verleiht der Aufnahme eine besondere Tiefe und wirkt sehr edel. Außerdem bietet es einen stabilen Schutz für das Bild, so dass ihm auch mal ein Fettspritzer was in der Küche immer mal passieren kann – nichts anhaben kann. Auch ein UV-Schutz ist in der Regel eingearbeitet. Manche Anbieter haben Acryl-Varianten mit unterschiedlicher Dicke im Programm: Dicker wirkt edler ist aber auch deutlich schwerer. Bei kleinen Formaten wirkt sich das weniger aus, denn bei geringer Fläche kommt auch nur ein vergleichsweise geringes Gesamtgewicht zustande. Dort haben dicke Acryl-Blocks sogar den Vorteil, dass man sie aufstellen kann und so keine Aufhängung benötigt und einen interessanten Akzent etwa auf einem Sideboard setzen kann.

Bei größeren Formaten kommt je nach Foto-Dienstleister als Basis auch noch eine Alu-Dibond-Platte dazu, so dass man dann insgesamt einen sehr robusten und nicht mehr ganz leichten Verbund aus Alu-Dibond, Aufnahme und schließlich Acryl-Platte hat. Einige Fotoservices nennen einen solchen Wandschmuck dann „GalleryPrint“. Wer es ganz schick haben möchte, für den werden vereinzelt noch Alu-Einfassungen für die Alu-Dibond-Basis angeboten.

GalleryPrint, Foto: Pixum

Vor Beauftragung Bildqualität prüfen

Wer sich nun für eines der Materialien entschieden hat, sollte auf eine ausreichende Qualität des Ausgangsfotos achten. Das eingangs gesagte zur Wirkung eines Bildes in groß gilt auch umgekehrt: Schwächen – ob gestalterischer oder technischer Natur – fallen auch deutlich stärker ins Auge je größer der Wandschmuck wird. Wer sich nicht ganz sicher ist, dem sei zunächst ein preisgünstiger Großabzug wie etwa als Poster empfohlen. Darüber lässt sich bestens die Bildqualität und -wirkung überprüfen.

Aufgegriffen 06 / 2018

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