Hochzeitsfotografie - Auf zum Profifotografen

Die Fotografie gehört zur Hochzeit wie die Eheringe – lassen sich doch nur durch sie die Impressionen der glücklichen Momente der Eheschließung dauerhaft konservieren. Auch, wenn immer mehr Fotobegeisterte über umfangreiches Fotoequipment verfügen, das vielfach theoretisch aus technischer Sicht Garant für tolle Hochzeitsfotos ist, so sollte man den Profifotografen aufsuchen. Sie haben das Auge für Hochzeitsfotos die alle Sinne ansprechen. Voraussetzung dafür ist nicht nur das zum Einsatz kommende Fotoequipment, sondern das Gespür für das Ehepaar und dieses wirkungsvoll abzulichten. Profifotografen Wissen um alle essenziellen Zutaten guter Hochzeitsfotos. Aber nicht nur das, denn auch die Hochzeitsfotografie unterliegt Trends. „Nach mehreren Jahren Instagram-Looks sind Paare nun wieder soweit, dass der Look natürlich und authentisch sein soll“ so die Aussage des Hochzeitsfotografen Daniel Edlauer aus Essen. Back to the Basics ist derzeit Trend. „Vorrangig gewünscht sind ungestellte, natürliche Fotos des Hochzeitstages und des Brautpaares“, so Peter Stollenwerk, Hochzeitsfotograf aus Aachen. Auch Sebastian Blume aus Hannover bestätigt: „Keiner möchte heutzutage ein Bild sehen, wo das Brautpaar links und rechts hinter einem Baum hervorschaut“. Und Stefan Krovinovic aus München weiß: „Ein herzliches Lachen, eine ernstgemeinte Träne oder ein verliebter Blick ist heutzutage auf den Bildern viel mehr wert als das drapierte Foto“.

Fotograf mit Brautpaar

Fotoreportage – Eine echte Liebesgeschichte

Die „Klassischen Hochzeitsbilder“ wie man sie meist von seinen Eltern kennt sind heute nicht mehr gefragt. Im Trend, so ist zu lesen, liegt die Liebesgeschichte und zwar als Tagesreportage vom Getting-ready bis zur ausgelassenen Tanzparty. Dementsprechend sind die Zeiten vorbei, wo man für ein bis zwei Stunden das Studio des Profifotografen aufsuchte. Heute bucht man den Profifotografen für den ganzen Tag. Dieser ist schon in den „privaten“ Momenten mit von der Partie, wenn sich beispielsweise die Braut sich für den großen Tag fertig macht. Die Fotos sollen die Geschichte des Tages erzählen und dazu gehört, dass alle Stationen bis der Bräutigam seine Angebetete über die Stufen trägt eingefangen werden. Schnell kommen an einem Tag bis zu 10.000 Aufnahmen zusammen, so berichten Hochzeitsfotografen. Und dann beginnt die eigentliche Arbeit erst für den Profifotografen, der alle Aufnahmen sichtet und die besten von ihnen noch der Bildbearbeitung unterzieht. An das Brautpaar übergeben, so die Profifotografen werden meist zwischen 300 bis 600 Bilder.

Was sollte bei der Wahl des Hochzeitsfotografens beachtet werden?

Wer die Wahl hat der hat sprichwörtlich die Qual. Viele Brautpaare recherchieren im Internet, sicherlich der richtige Weg, zeigen hier die Profifotografen ihr umfangreiches Portfolio. Doch Achtung, denn man muss die Spreu vom Weizen trennen. „Hochzeitsfotograf ist kein geschützter Begriff. Jeder kann sich eine Kamera kaufen, ein Lernvideo ansehen, einen Workshop besuchen, oder ein sogenanntes Styleshoot veranstalten. Unter Anleitung, mit Models und an einer tollen Location entstehen dann wunderbare Fotos, die auf professionell erstellten Webseiten toll aussehen. Wichtig ist aber, dass ein Hochzeitsfotograf wirkliche, echte Hochzeiten zeigen kann, auch bei Regen, in dunklen Kirchen, unter Zeitdruck. Mit Menschen wie du und ich.“ So Corinna Vatter, Hochzeitsfotografin aus Duisburg. Nachstehende Checkliste ist eine Stütze, die Spreu vom Weizen zu trennen und für sich den passenden Hochzeitsfotografen zu finden.

  • Fragen Sie im Freundeskreis – eventuell kann dieser Empfehlungen aussprechen
  • Recherchieren Sie im Netz – lassen Sie sich aber nicht von gut gemachten Webseiten blenden
  • Achten Sie auf die Angebotspalette des Hochzeitsfotografen – Ein Hochzeitsfotobuch gehört heute zum Angebot ebenso wie großformatige Ausdrucke auf FineArt-Papieren mit oder ohne Rahmen und Videosequenzen
  • Schauen Sie auf Bewertungsportale – doch für bare Münze darf man hier nicht alles nehmen gibt es mit Mitkonkurrenten auch Neider
  • Fragen Sie Ihre Favoriten früh an – gute Fotografen sind an beliebten Terminen schnell ausgebucht
  • Fragen Sie nach einem Vorshooting, so gewinnen Sie einen guten ersten Eindruck
  • Formulieren Sie im Vorfeld Ihre Wünsche, aber geben Sie dem Fotografen auch die Gelegenheit seine Ideen mit einzubringen
  • Seien Sie Neuem gegenüber offen – die Hochzeitsfotografie von heute unterscheidet sich von der von gestern
  • Wie ist der Fotograf vernetzt: Steht im Krankheitsfall eine adäquate Vertretung bereit?
  • Klären Sie den finanziellen Aspekt: Stimmen Ihre Budget-Vorstellungen mit denen des Fotografen überein? Sparen Sie aber nicht am falschen Ende.
  • Schauen Sie sich Referenzen an: Der Stil des Fotografen muss Ihrem Geschmack entsprechen
  • Achten Sie auf Kernkompetenzen: Wie arbeitet der Fotograf beispielsweise unter Zeitdruck?
  • Die Ausrüstung eines Fotografen verrät einiges: Achten Sie auf eine hochwertige Ausstattung
  • Lassen Sie sich nicht von ausgewählten „Top-Fotos“ blenden: Schauen Sie sich stattdessen eine gesamte Reportage an
  • Lernen Sie sich kennen: Vereinbaren Sie in jedem Fall ein Vorgespräch mit dem Fotografen
  • Hören Sie auf Ihr Gefühl: Die Chemie zwischen Brautpaar und Fotograf muss stimmen

Der Artikel wurde unter anderem mit Unterstützung der „Kartenmacherei“ in Gilching erstellt. In Zusammenarbeit mit Profifotografen hat das Unternehmen Informationen „So finden Sie den perfekten Hochzeitsfotografen“ zusammengestellt. Den kompletten Beitrag inklusive PDF und Checkliste zum Download finden Sie hier.

Aufgegriffen 05 / 2017

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