Welcher Kameraaufnahmemodus führt zum Erfolg - Automatik oder Manuell

Es gibt Dinge, darüber streiten die Geister und dazu gehört auch die nicht enden wollende Diskussion, welcher Kameraaufnahmemodus zum bestmöglichen fotografischen Erfolg führt. Die Ansichten sind mitunter festgefahren und stammen auch aus einer Zeit, als die Kameraautomatik noch nicht so leistungsfähig war wie heute bei aktuellen Kameramodellen. Es geht zudem oftmals aber auch um die Fotografenehre. Die weitläufige Meinung ist, dass sich diejenigen, die sich für die Kameraautomatik entscheiden, ja schwerlich als Fotograf – ob nun Hobby- oder Amateurfotograf – bezeichnen können. Dies sind doch „Knipser“, die die Kameraautomatik einsetzen, hört man immer wieder. Engagierte Fotoamateure nutzen den Begriff „Knipser“ zudem immer wieder gern, um sich ihrer Meinung nach so von der fotografischen Anspruchslosigkeit klar zu distanzieren. Um nichts anderes handelt es sich ihrer Meinung nach, wenn die Kameraautomatik zum Einsatz kommt. Fotokollegen sind also mitunter nicht zimperlich, Gleichgesinnte in eine Schublade zu stecken und ihnen womöglich so den Spaß an der Fotografie zu nehmen.

Welcher Kameraaufnahmemodus führt zum Erfolg

Zu allererst räumen wir mit der weitläufigen Ansicht auf, dass der manuelle Kameramodus die magische Betriebsart ist, die ein Garant für sehenswerte Meisterwerke darstellt. Dem ist nun wirklich nicht so. Entscheidend ist an erster Stelle, worauf man die Kamera richtet und wie man das tut. Wie heißt es doch so treffend: Auf das Auge kommt es an. Erst anschließend geht es darum, für sich und seine Bildintention das Optimum aus der Kamera herauszuholen. Hier kann einen die Kameraautomatik ebenso unterstützen wie die Optionen der manuellen Einflußnahme. Man ist also nicht automatisch ein besserer Fotograf, nur weil man im manuellen Modus fotografiert. Dementsprechend sollte man auch das Schubladendenken all denjenigen gegenüber ablegen, die die Kameraautomatik für sich nutzen. Sie stellen immer wieder auch bei unserem jährlichen Fotocontest „Blende“ unter Beweis, dass sie sehenswerte Fotografien hervorbringen. Natürlich ist es toll, wenn man den manuellen Kameramodus so für sich einzusetzen weiß. Man ist aber deshalb noch lange nicht ein besserer Fotograf und kommt in den Fotohimmel. Auf dem richtigen Weg ist man, wenn der manuelle Modus als weiteres Kamerafeatures verstanden wird.

Um dem Kameraautomatikmodus heute gerecht zu werden, sollte man auch objektiv seine enorme Leistungsfähigkeit im Blick haben. Immer wieder ist im Zusammenhang mit der Fotografie von smarten, also intelligenten Systemen die Rede. Der Kameraautomatikmodus ist ein solches System. Es wird permanent weiterentwickelt und unterstützt einen effektiv auf dem Weg zum Bilderfolg. Dieser ist es schließlich, der den Spaß an der Fotografie weiter vorantreibt. Und nicht vergessen dürfen wir, dass er die volle Konzentration auf das Motiv zulässt und man in der Regel mehr Zeit für die Bildgestaltung hat.

Aufgegriffen 04 / 2017

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