Keine Angst vor der Cloud

Was das Speichern und Sichern von eigenen Aufnahmen und Bilddaten betrifft, sind hierzulande die Nutzer von Cloud-Lösungen derzeit noch in der Minderheit. Vordinglich ist bei vielen Skeptikern die Frage nach der Datensicherheit der Knackpunkt. Da weltweit die Zahl der Cloud-Nutzer kontinuierlich zunimmt und zukünftige Trends der Foto- und Imagingbranche voraussichtlich auch immer stärker Cloud-Lösungen involvieren werden, ist ein genauerer Blick auf diesen Bereich durchaus angebracht.

Keine Angst vor der Cloud

Jeder Nutzer sollte sich darüber im Klaren sein, dass mit Inanspruchnahme einer Cloud-Lösung die Sicherheit eigener Daten in fremde Hände gelegt wird, wobei die Dienstleistung auf Basis einer Hardware (IaaS – Infrastructure as a Service) oder einer Software (Saas – Software as a Service) zur Verfügung gestellt wird. Für immer mehr Unternehmen wird der externe Speicherort innerhalb einer Cloud zunehmend interessanter, da sich dadurch firmeninterne IT-Kosten senken lassen.

Für private Endanwender wie beispielsweise ambitionierte Teilnehmer des Zeitungsleser-Fotowettbewerbes „Blende“ spielen Aspekte wie Firmennetzwerk, Grossrechner oder IT-Auslagerung keine große Rolle, sehr wohl aber der Umgang mit Bild-Datenbanken, Speichersystemen und Anwendungen zur Bildbearbeitung und Archivierung.

Ganz gleich ob Global Player oder Privatperson, das Risiko des Ausspionierens, Abgreifens, Diebstahls oder der Beschädigung eigener Daten durch einen Hacker oder IT-Terroristen scheint gegenwärtig die Ausgangssituation einer möglichen Bedrohung zu sein, auch wenn Großunternehmen sicherlich eher im Ziel von Industrie- und Wirtschaftsspionage stehen als Amateurfotografen.

Da es wohl niemals eine hundertprozentige Sicherheit geben wird – beispielsweise können die im Eigenheim gesicherten Bilddaten, trotz vorbildlicher Sicherung auf zwei und mehr verschiedenen Speichermedien durch ein Feuer vernichtet werden – ist die Frage legitim, ob einer Cloud-Lösung nicht mit pauschalen Vorurteilen begegnet wird.

Ein Grundvertrauen in den Provider der Cloud-Lösung ist unverzichtbar, da dieser dem Nutzer den allzeitigen Zugriff auf seine Daten und deren Sicherheit gegen Verlust und Fremdzugriff gewährleisten soll. Vielfach haben Provider für Cloud Computing weitaus höhere Standards und betreiben deutlich intensivere Sicherheitsvorkehrungen als der IT-Eigenbetrieb eines Unternehmens. Auf den zweiten Blick stellt eine Cloud-Lösung somit nicht mehr ein mit einem unkalkulierbaren Risiko verbundenes Wagnis dar, sondern eine effiziente Möglichkeit der Datensicherung.

Privatanwender sollten jedoch keine privaten Passwörter, Codes oder Zugangsschlüssel für die Identitätserkennung an den Cloud-Dienstleister übermitteln. Darüber hinaus sollten Sie prüfen, ob personenbezogene Daten nur in dem vom Anbieter zugesicherten räumlichen und zeitlichen Umfang gespeichert oder verarbeitet werden. Werden diese Spielregeln eingehalten, steht einer effizienten und sicheren Nutzung der Cloud nichts im Wege.

Aufgegriffen 09 / 2017

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