Lebensdauer der Kamera - Wovon hängt sie ab?

Drei Faktoren haben mit der Intensität der Kameranutzung, der Kamerapflege und den klimatischen Bedingen (extreme Kälte sowie Wärme und Feuchtigkeit) Einfluss auf die Lebensdauer von Kameras. Gerade jetzt in der sehr heißen Jahreszeit sollte man seine Kamera nicht nur aus versicherungstechnischen Gründen nicht im Fahrerraum den extremen Temperatur von 40 Grad und mehr ungeschützt aussetzen. Ist der Kamerabody beispielsweise aus Plastik kann es zu Verformungen kommen, wenn die Kamera nicht in einer thermisch isolierten Fototasche im Kofferraum aufbewahrt wird.

Lebensdauer der Kamera - Wovon hängt sie ab?

Digitalkameras werden wesentlich intensiver genutzt als Kameras aus der Analogzeit. In Hochzeiten der Analogfotografie fotografierte im Jahr jeder Bürger in Deutschland im Durchschnitt drei Filme à 36 Aufnahmen. Das machte in der Summe also 108 Aufnahmen im Jahr – Wie viele Momente einem aus heutiger fotografischer Sicht damals durch die Lappen gegangen sind wird offensichtlich, betrachtet man die aktuelle Nutzung von Digitalkameras. Jeder der heute mit seiner Kamera unterwegs ist, der weiß, dass allein bei einer einzigen Fototour oder bei einem Urlaub ruckzuck mehrere 100 Aufnahmen geschossen werden. Durch Kamerafunktionen wie Serienbild oder Zeitraffer – übrigens ein deutlicher Mehrwert für Anwender – steigt die Zahl der Aufnahmen weiter. Da kommen innerhalb eines Jahres schnell 1.000 und mehr Aufnahmen zusammen. Mit steigender und damit intensiverer Kameranutzung geht eine sich von selbst erklärende reduzierende Lebensdauer einher. Man muss dies, wie es einige tun, nicht negativ bewerten, da es doch in der Natur der Dinge liegt, dass Gegenstände die intensiv genutzt werden schneller altern.

Zurück zur Kameranutzung. Mit einer Analogkamera waren es in Deutschland im Durchschnitt drei Filme also 108 Aufnahmen/Klicks. Das machte in 10 Jahren im Durchschnitt rund 1.000 Aufnahmen/Klicks. Diese Anzahl von über 1.000 Aufnahmen wird heute von Fotobegeisterten innerhalb eines Jahres nicht nur erreicht, sondern vielfach bei Weitem übertroffen, so dass innerhalb von 10 Jahren die Summe von wenigstens 10.000 Aufnahmen zusammenkommt. Gerade durch die Serienbild- und Zeitrafferfunktion ist die Anzahl mit 1.000 Aufnahmen im Jahr sicherlich im unteren Bereich bemessen. Wird mit einer Kamera mit mechanischem Verschluss fotografiert, so gehört dieser wohl zu den am stärksten beanspruchten Teilen. Die Hersteller bemessen die maximale Auslösezahl bei preiswerten Kameras zwischen 50.000 und 100.000 Aufnahmen und bei Profikameras um die 200.000 bis 300.000. Nur wer also sehr intensiv fotografiert macht höchstens die Erfahrung des Ausfalls des Verschlussmechanismus. Dieser kann natürlich ausgetauscht werden. Je nach Kameramodell und Hersteller liegen die Reparaturkosten dafür zwischen € 250 und € 600. Hier stellt sich natürlich die Frage, ob eine Kameraneuanschaffung nicht mehr Sinn macht. Die durchschnittliche Kameranutzung liegt bei höherwertigen Kameramodellen derzeit bei fünf Jahren – das wären bei der angestellten Hochrechnung dann 5.000 Aufnahmen, die die Kamera auf dem Buckel hätte. Auch, wenn bei den Kamerainnovationen die großen Innovationen ausbleiben, so sorgen die vielen kleinen Weiterentwicklungen in der Summe für einen deutlichen Mehrwert, der eine Kameraneuanschaffung nach spätestens fünf Jahren auch dann rechtfertigt, wenn die Kamera keinen Defekt durch die intensivere Nutzung und ausbleibende Pflege erleidet. Wer wissen möchte, wie oft er mit seiner Kamera bereits ausgelöst hat, erfährt dies über die Produktbeschreibung. Sie gibt Auskunft darüber, wo man dies im Kameramenü angezeigt bekommt.

Je mehr man mit seiner Kamera fotografiert, desto intensiver werden auch alle anderen mechanischen Teile beansprucht. Hier bietet es sich an, die Kamera von Zeit zu Zeit zum Service zu geben und ihr die wichtige Rundum-Pflege zukommen zu lassen. Wir alle kennen dies von der Auto- und Fahrradinspektion. Natürlich werden auch die elektronischen Teile beansprucht, denken wir hier beispielsweise an das Display oder den Sensor. Eine maximale Lebensdauer in Korrelations zur Nutzung anzugeben ist nicht möglich, denn beispielsweise in Bezug auf den Sensor hängt diese auch von den fotografischen Begebenheiten ab. Extreme Kälte sowie Hitze oder bei Langzeitaufnahmen mit Offenblende kann es, bei hellem Sommertageslicht in die Sonne fotografiert, zur Schädigung des Sensors kommen. Salzhaltige Luft und nicht ausreichender Schutz und Pflege der Kamera reduzieren ebenfalls die Lebensdauer der Kamera.

Aufgegriffen 08 / 2017

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