Olympus Fotokunst-Pfad in Zingst - Fotospaß im Urlaub garantiert

„Jeder Mensch ist ein Künstler“, das bekannte Zitat von Joseph Beuys wird auf Zingst zur Realität. Das Umweltfotofestival „horizonte“ hat zwar nun seine Pforten geschlossen, aber die Fotosaison ist auf Zingst nie zu Ende. Dank dem Olympus Fotokunst-Pfad kann in dem Ostseebad jeder zum Künstler werden. Die Stationen des Fotokunstpfades schmücken nicht nur zum Bewundern die Strände und die Ortschaft, sondern sollen hauptsächlich den Betrachter selbst animieren, Bilder zu gestalten unter Einbeziehung der Kunstwerke.

Letztes Jahr schon ein großer Erfolg, wurde der Fotokunstpfad dieses Jahr um weitere Kunstwerke ergänzt. Eine Skulptur des französischen Bildhauers Robert-Ortis lädt im Kurpark ein, die Videofunktion der Kamera zu nutzen, denn die Skulptur verändert sich fundamental, wenn der Standort des Betrachters variiert.

Damit man die vielen Installationen auch findet, gibt es einen Lageplan und wer keine Kamera besitzt, kann sich an etlichen Stationen kostenlos ein Olympus OM-D E-M10 Mark II ausleihen.

Am Nordstrand laden etliche Werke ein, aktiv zu werden. Die Rahmen von Marcel Schörken schreien förmlich nach Inszenierungen. Für Selbstbildnisse empfiehlt sich ein leichtes Reisestativ mitzunehmen und die Kamera mit einem Fernauslöser zu bedienen. Idealerweise mit visueller Kontrolle über eine Smartphone App, wie es bei der ausleihbaren Olympus E-M10 II möglich ist. Nachts bieten sich die Rahmen an, sie via Lightpainting mit eigenen Lichtgemälden zu füllen.

Rahmen am Deich © Georg Schuh
Rahmen am Deich

Die SEA-DAUGHTER von Rob Mulholland, die den Frühjahrstürmen zum Opfer gefallen war, wartet nun wieder von Wellen umspült, wie Boticellis Venus, darauf auf die Sensoren gebannt zu werden. Die filigrane Spiegelskulptur motiviert mit Sonnenstand, Schärfentiefe und Brennweite zu spielen oder um die Art-Filter auszuprobieren. Die Verwendung eines starken Graufilters ermöglicht Langzeitbelichtungen am Tage, die das Meer in eine unwirkliche Wattlandschaft verwandeln aus der sich die Figur scharf abgrenzt.

SEA-DAUGHTER © Georg Schuh
SEA-DAUGHTER

Ein auffälliger Blickfang am Strand ist die überdimensionierte rosa Sonnenbrille – SEA PINK II von Marc Moser – die zu abgefahrenen Installationen anregt und Fotos der ausgefallenen Art garantiert.

SEA PINK © Georg Schuh
SEA PINK

Vor dem Max-Hünten Haus, dem Zingster Zentrum für Fotografie, steht – wie ein UFO – das TRAUMASCOPIO von Mattia Paco Rizzi, eine Art begehbares Kaleidoskop, das zum vielfältigen Experimentieren einlädt. Je mehr Weitwinkel umso besser bekommt man die multiplen Spiegelungen aufs Bild. Das Max-Hünten Haus ist eine der Anlaufstellen, in denen man eine Olympus Kamera kostenlos ausgeliehen kann.

TRAUMASCOPIO © Georg Schuh
TRAUMASCOPIO

Damit kommt der Fotograf auch bei den Mikrokunstwerken von Sibylle Oellerich & Katherina Göbel nah genug heran. Ansonsten empfiehlt es sich, ein Makroobjektiv oder ein Zoom mit Makrofunktion dabei zu haben, um in die kleinen Welten einzutauchen, die im Kurpark und an anderen Orten zu entdecken sind. Besonders praktisch ist dabei, wenn die Kamera – wie die ausleihbare Olympus E-M10 Mark II – eine Fokus Bracketing Funktion hat. Bei diesem Modus fotografiert die Kamera eine Reihe von Bildern, jedes einzelne mit einer anderen Fokus-Einstellung, daraus lässt sich dann eine Makroaufnahme mit enormer Schärfentiefe erstellen.

Mikrowelten (Stacking) © Georg Schuh
Mikrowelten (Stacking)

Auf dem ersten Blick oft übersehen, auf den zweiten Blick Verwunderung hervorrufend und erst bei längerer Betrachtung identifizierbar, sind die menschlichen Spiegelgestalten verstreut in einem Waldstück und kombiniert mit in Bäumen aufgehängten Spiegeln. BEYOND THE FOREST ist der Titel des Kunstwerks von Rob Mulholland. Hier bietet sich der Einsatz von Filtern und Effekten an, um die fast surreale Anmutung noch zu verstärken.

BEYOND THE FOREST © Georg Schuh
BEYOND THE FOREST

Die Reduktion von Personen oder Gegenständen auf die dreidimensionale Form unter Eliminierung von Farben und Oberflächenstrukturen ermöglicht die Installation BE A PIN UP! von Lulu Guinness auf dem Platz vor dem Steigenberger Hotel. Es macht Spaß, sich hier schöpferisch auszutoben und dann auch noch das Ergebnis seiner Kreativität im Bild festzuhalten.

BE A PIN UP! © Georg Schuh
BE A PIN UP!

Auf der Boddenseite von Zingst stößt man bei einer Deichwanderung auf zwei weitere Rahmen von Marcel Schörken. Faszinierend allein schon ist wie der Blick durch den Rahmen auf Landschaft oder Details fokussiert wird, je nachdem aus welchem Winkel oder welcher Entfernung man durch den Rahmen blickt. Und natürlich wird auch hier wieder die Phantasie angeregt, die Rahmen mit eigenen Ideen zu füllen.

Lightpainting Rahmen © Georg Schuh
Lightpainting Rahmen

Wichtig ist sich Zeit zu nehmen, nicht unbedingt alle Werke an einem Tag abzugehen und mit Lust auf dem Pfad zu wandeln.

Egal, ob allein oder als Gruppe unterwegs, der Olympus Fotokunst Pfad weckt den Künstler in jedem. Er lädt ein, selbst kreativ zu werden und belohnt mit nicht alltäglichen Bildern! So macht Zingst – immer eine Reise wert – noch mehr Spaß.

Aufgegriffen 06 / 2017

24 Bewerten  |  Drucken  |  Weiterempfehlen
1 Kommentare

Der ist echt klasse und nur zu empfehlen

Tatjana

von Tatjana
14. Juni 2017, 16:56:30 Uhr

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden