Warum vor dem Urlaub ein Kamera-Check ratsam ist

An was man vor Urlaubsantritt noch denken sollte, damit der Fotospaß garantiert ist

© Fotograf: Jan Hammer, Monumental, Blende-Fotowettbewerb
Jan Hammer, Monumental, Blende-Fotowettbewerb

Die Kamera gehört auch im Smartphone-Zeitalter mit zu den wichtigsten Urlaubsutensilien. Im Urlaub erlebt man nicht nur sehr viel jenseits des Alltäglichen – was man dauerhaft in Bildern konservieren möchte – sondern hier hat man auch die Zeit und Muße der Fotografie intensiver nachzugehen. Auch, wenn die Zahl der Aufnahmen, die Weltweit gemacht werden, von Jahr zu Jahr in die Höhe schnellt, so zeigt die Praxis, dass auch mal zwei, drei Monate vergehen, in denen die Kamera nicht genutzt wird. Aus diesem Grund ist es ratsam, vor dem Urlaub sein Fotoequipment einem Check zu unterziehen und gegebenenfalls fehlendes Fotozubehör noch anzuschaffen.

  1. Die Kamera sollte einer Funktionsprüfung unterzogen werden, was am besten mit Testaufnahmen gelingt.

  2. Batterien/Akkus überprüfen und gegebenenfalls durch neue ersetzen. Ersatzbatterien beziehungsweise Ersatzakkus sollten in jedem Fall eingepackt werden.

  3. Wer nach Asien oder in die USA reist, sollte darauf achten, dass das Akkuladegerät mit der dortigen Spannung von 110 Volt (Europa 220 Volt) betrieben werden kann und dass der passende Steckdosenadapter mit auf die Reise genommen wird.

    © Fotograf: Tanja Wacker, Leben und Leben lassen, der Mensch im Einklang mit der Natur, Blende-Fotowettbewerb
    Tanja Wacker, Leben und Leben lassen, der Mensch im Einklang mit der Natur, Blende-Fotowettbewerb

  4. Wenn das Batteriefach schon einmal geöffnet ist, bietet sich auch gleich das Reinigen der Kontaktstellen an. Der Fotofachhandel hält hierfür spezielle Reinigungssets bereit.

  5. Wenn es notwendig ist, sollte die Kamera in jedem Fall gereinigt werden, denn Staub beeinträchtigt die Bildqualität und kann auf die Funktionstüchtigkeit der Kamera negativen Einfluss haben. Kamerahersteller bieten die Reinigung ihrer Kameras gegen entsprechende Gebühr an. Sofern es Softwareupdates gegeben hat, werden diese meist mit aktualisiert. Kenntnisse sind notwendig, wenn man die Kamerareinigung nicht dem Fachmann überlässt. Staub auf dem Objektiv kann jeder mit einem feinen Pinsel oder spezieller Druckluft – bitte nicht aus dem Baumarkt – aus der Dose entfernen. Wasserspritzer, Fingerabdrücke oder ähnliche Flecke auf dem Objektiv dürfen nur mit einem speziellen Tuch, das es im Fotofachhandel gibt, entfernt werden. An die Säuberung des Kameradisplays ist genauso zu denken wie die des Suchers.

  6. Möchte man sein Objektiv vorsorglich vor Schmutz bewahren und verfügt dies über ein Filtergewinde, hilft ein UV- oder Skylightfilter als ständiger Schutz.

    © Fotograf: Wolfgang Schielke, Fernweh der Aphrodite, Blende-Fotowettbewerb
    Wolfgang Schielke, Fernweh der Aphrodite, Blende-Fotowettbewerb

  7. Die auf der Speicherkarte befindlichen Aufnahmen gehören, sofern noch nicht geschehen, vor Urlaubsantritt gesichert. Ratsam ist das Anlegen von Sicherungskopien. Wenigsten zwei Ersatzspeicherkarten gehören in Fototasche. Oftmals ist es preiswerter, sie zu Hause zu kaufen als in vielen Urlaubsgegenden.

  8. Zum Schutz der Kamera und damit man alles beisammen hat, sollte die Fotoausrüstung in einer Fototasche beziehungsweise einem Fotorucksack – nicht nur bei einer Urlaubsreise – untergebracht sein. Bei der Wahl der Fototasche ist es wichtig, das Einsatzgebiet im Blick zu haben. Bei einer Wandertour hat eine Fototasche andere Voraussetzungen zu erfüllen als bei einer Städtereise. Vor der Reise sollte die Funktionstüchtigkeit – Reisverschlüsse, Tragekomfort, Wasserdichtheit – der Fototasche geprüft werden.

  9. Geht die Reise in ein Gebiet mit hoher Luftfeuchtigkeit, so empfiehlt sich das Trockenmittel Silicia Gel, das meist neuen elektronischen Geräten beiliegt, um die Elektronik zu schützen.

    © Fotograf: Helmut Keßler, Ist mir zu unruhig, trotz Rettungsring!, Blende-Fotowettbewerb
    Helmut Keßler, Ist mir zu unruhig, trotz Rettungsring!, Blende-Fotowettbewerb

  10. So schön Strandspaziergänge auch sind, die Kamera sollte, sofern sie nicht zum Einsatz kommt, vor der salzhaltigen Luft, extremen Sonneneinstrahlungen und Sand geschützt werden. Steht ein Bootsausflug an, so kann sicherlich eine Plastiktüte kurzfristig für Schutz vor Feuchtigkeit sorgen. Wer aber sicher gehen möchte, der ist mit einem Unterwassergehäuse gut beraten, mit dem man auch mal abtauchen kann.

  11. Bei Flugreisen gehört die Kameraausrüstung ins Handgepäck. Wichtig ist, die Bestimmungen der Fluggesellschaft zu beachten. Oftmals ist nur ein Handgepäck zulässig und dieses darf gewisse Abmessungen und ein bestimmtes Gewicht nicht überschreiten. Sofern es ins Ausland geht und das Fotoequipment erst kürzlich erworben wurde, sollte man die Kaufbelege in Kopie einpacken. Das erspart so manche mögliche Diskussion mit dem Zoll.

  12. Die Bedienungsanleitung sollte bestmöglich mit auf die Reise gehen, denn fehlte vor Urlaubsantritt die Muße, sich mit allen Funktionen der Kamera vertraut zu machen, besteht am Ferienort die nötige Zeit. Zudem ist man für alle Eventualitäten gewappnet, wenn sich durch Zufall etwas an der Kamera verstellt haben sollte.

    © Fotograf: Josef Merkl, Galerietunnel in Slowenien, Blende-Fotowettbewerb
    Josef Merkl, Galerietunnel in Slowenien, Blende-Fotowettbewerb

  13. Wer im Digitalzeitalter seine Urlaubsaufnahmen noch nicht in der Cloud speichert, der sollte an seinen Rechner oder einen mobile Festplattenspeicher denken, denn bestmöglich täglich sollten man die Urlaubsaufnahmen sichern.

  14. Was werden die bevorzugten Motive im Urlaub sein – diese Frage sollte man sich vor Urlaubsantritt stellen und entsprechend sein Fotoequipment zusammenstellen.

  15. Verfügt man über eine Zweitkamera, so sollte diese im Handgepäck Platz finden. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Ging durch eigenes Verschulden eine Kamera verloren, weil man sie beispielsweise auf dem Geldautomaten oder beim Bäcker hat liegen lassen, oder in die Brüche, weil man die Kamera aus Unachtsamkeit in die Tiefe hat fallen lassen, braucht man sich nicht zu stark zu grämen, da eine Ersatzkamera schnell zu Hand ist.

„Blende“ – Der generationsübergreifende Fotowettbewerb für Fotobegeisterte jeden Alters

„Blende“, ist der Wettbewerb für Fotobegeisterte aller Altersgruppen. Seit Jahrzehnten ist „Blende“ ein Trendbarometer für den Stand der Fotografie und damit ein wichtiges Zeitdokument. Die jährliche Gemeinschaftsaktion von Tageszeitungen und der Prophoto GmbH begeistert Teilnehmer, Veranstalter und Bildgenießer gleichermaßen.

„Blende“ bietet allen Amateurfotografen ein Forum und die große Chance, ihre Schaffenskraft zum Besten zu geben. „Blende“ schärft mit seinen jährlich wechselnden thematischen Vorgaben die Sinne. Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge, zu „Blende 2017“ gingen über 80.000 Fotografien ein, sind allesamt fotografisch konservierte Augeneindrücke, die durch die Teilnahme an „Blende“ den Raum der privaten Betrachtung verlassen und den öffentlichen Schauplatz betreten.

„Blende“-Teilnehmer sind mit ihren eingereichten Wettbewerbsbeiträgen nicht nur wichtige Botschafter für die Fotografie. Sie treten den Beweis an, wie lohnenswert es ist, die Welt in der man sich aufhält aktiv wahrzunehmen.

Weitere Informationen zu „Blende“: https://www.prophoto-online.de/fotowettbewerb-blende

Aufgegriffen 07 / 2018

1 Kommentare

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Reinhard Glassl

von Reinhard Glassl
18. Juli 2018, 12:51:04 Uhr

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