Vom Smartphone zur Kamera - Nichts leichter als das

Vom Smartphone zur Kamera - Nichts leichter als das
Der Umstieg vom Smartphone zur Kamera als Aufnahmegerät ist wahrlich kein Hexenwerk. Im Prinzip heißt es, Akku laden, Speicherkarte einlegen und schon kann es mit dem fotografieren losgehen. Nahezu alle Kameras verfügen über immer smartere Kamerafunktionen, die Anwender im Handumdrehen zu sehenswerten Fotos und Videos verhelfen. Natürlich, und das kann sich jeder denken, ist es schon etwas anderes, ob man ein Smartphone zum Fotografieren nutzt oder eine Kamera. Das fängt bei der Haltung des Aufnahmegerätes an. Beobachtet man Menschen, die mit dem Smartphone fotografieren, so erfolgt dies meist immer am nahezu ganz ausgestreckten Arm der mehr oder weniger in die Höhe gehalten wird. Oftmals wird das Smartphone auch nur mit einer Hand gehalten. Es verwundert also nicht, dass bei Smartphoneaufnahmen nur in den seltensten Fällen der Horizont gerade ist. Prinzipiell kann man die Kamera wie das Smartphone halten. Das hängt natürlich ein Stückweit vom Gewicht der Kamera ab und von der Kraft in der Hand. Ratsam ist diese Kamerahaltung jedoch nicht. Besserer Halt – auch zum Schutz des Aufnahmegerätes und gegen verwackelte Aufnahmen – ist garantiert, wenn die Kamera mit beiden Händen gehalten wird. Kommt eine kompakte System- beziehungsweise eine Spiegelreflexkamera oder eine gewichtige Kompaktkamera zum Einsatz, so sollten die Arme möglichst dicht am Körper anliegen. Eine Hand – die rechte – umschließt den Kamerabody so, dass der Zeigefinger auf dem Auslöser liegt. Mit der linken Hand stabilisiert man die Kamera, indem man von unten das Objektiv umgreift. Sofern die Kamera über einen Sucher verfügt, sollte über diesen fotografiert werden – die Kamerahaltung ist so automatisch stabiler. Verfügt die Kamera über keinen Sucher, so wird wie beim Smartphone über das Display fotografiert – die Arme sollten dabei aber nicht zu weit ausgestreckt werden.

Smartphones verfügen nicht über die Option, an ihnen einen Tragegurt zu versehen, um es beispielsweise vor dem Herunterfallen zu schützen. Eine „Sicherheitsverbindung“ zum Nutzer gibt es also nicht. Das ist bei Kameras ganz anders. Mit dem Kameragurt ist das Aufnahmegerät nicht nur gut tragbar, sondern man schützt die Kamera vor dem möglichen Herunterfallen und vor Diebstahl. Im Kamera-Lieferumfang sind Kameragurte bereits enthalten. Wer ein deutliches mehr an Tragekomfort haben möchte, für den bietet der Handel eine große Auswahl nicht nur an breiteren Ausführungen, sondern auch an stylischeren an. Man hat natürlich auch die Option – es ist ja gerade die große do it yourself Welle – seinen Kameragurt selbstzumachen.

Von Smartphone kennt man den Energiehunger. Selten hält der Akku länger als einen Tag. Die Akkuleistungen von Kameras sind deutlich höher. Natürlich gibt es Aufnahmesituationen die absolute Stromfresser sind. Ein Beispiel wäre die Zeitrafferfunktion. Ratsam ist es, auf seiner Fototour immer einen Ersatzakku mitzunehmen. Im Gegensatz zu Smartphones ist der Akkuwechsel ein Kinderspiel und dauert nicht einmal 10 Sekunden.

Smartphones sind mit einem internen Speicher ausgestattet. Es gibt ein paar wenige Modelle bei denen man einen Speicherkartenslot hat, um Daten auf einer Speicherkarte abzulegen. Viele Digitalkameras sind mit einem kleinen internen Speicher ausgestattet der je nach Modell und Bildauflösung nur für wenige Aufnahmen reicht. Die Kamerahersteller setzen zur Bild- und Videodatenspeicherung auf die Speicherkartenlösung. Das bietet mehrere Vorteile. Man kann zwischen den Speicherkapazitäten entscheiden. Wichtig beim Kauf ist darauf zu achten, dass Kamera und Speicherkarte eine Einheit bilden. Hier geht es nicht um die Kapazität, sondern um die Geschwindigkeit, in der die Bild- und Videodaten auf das Speichermedium geschrieben werden. Da das Datenvolumen von Bildern und Videos stetig steigt, sollte man sich für Speicherkarten mit einer Kapazität von 32 GB und mehr entscheiden. Eine Ersatzspeicherkarte sollte man immer mit sich führen – so kann es nie zu einem Engpass kommen. Der Speicherkartenwechsel ist übrigens auch eine Sache von wenigen Sekunden. Wichtig ist beim Wechsel, dass die Kamera ausgeschaltet ist. Die Meinungen ob eine große Speicherkarte besser ist als zwei Speicherkarten die zusammen die gleiche Kapazität haben, gehen auseinander. Wir favorisieren letztgenannte Variante denn eine Speicherkarte kann auch mal einen Defekt erleiden.

Hat man bisher mit dem Smartphone fotografiert so startet man die App oder Kamerafunktion und fotografiert. Im Gegensatz zu Smartphones sind Kameras wie hochwertige Kompaktkameras, kompakte System- und Spiegelreflexkameras mit sogenannten Kameramodis wie P (Programmautomatik), S bzw. T (Zeitvorwahl bzw. Blendenautomatik), A (Blendenvorwahl, bzw. Zeitautomatik), iA (Automatikmodus) ausgestattet. Ist man Einsteiger in die Fotografie mit der Kamera, so empfiehlt sich iA oder P. Je nach Kameramodell kann es sein, dass sich bei iA der eingebaute Kamerablitz einschaltet. Dies ist nicht immer von Vorteil und in diesem Fall sollte man auf P umsteigen. Neben den Kameramodis verfügen Kameras über sogenannte Motivprogramme wie Schnee, Kerzenlicht, Makro, Feuerwerk etc. Diese Motivprogramme werden immer smarter und garantieren in der Regel überzeugende, richtig belichtete Aufnahmen.

Die Möglichkeit den Schärfepunkt über das Display festlegen zu können kennt man von sehr vielen Smartphones. Immer mehr Kameras bieten diese Option ebenso. Hat man entsprechende Kameraeinstellung gewählt, dann kann auch über das Display ausgelöst werden.

Fotografieren bei schwachem Licht ist für Kameras keine Herausforderung. Man hat die Option, die ISO-Empfindlichkeit zu erhöhen. Dies ist aber nicht ratsam, denn je nach Kameramodell nimmt das Bildrauschen zu und darunter leidet die Bildqualität. Besser ist es, den ISO-Wert nicht so hochzuschrauben und dafür die Belichtungszeit entsprechend zu verlängern. Wenn ohne Stativ fotografiert wird, dann sollte diese aber nicht über 1/125 s liegen, denn durch die Handunruhe verwackeln die Aufnahmen.

Im Gegensatz zum Smartphone muss an der Kamera das Datum manuell eingegeben werden. Das sollte man auch unbedingt machen, denn nur so wird in der Bilddateibezeichnung auch das korrekte Aufnahmedatum mit angezeigt.

Aufgegriffen 06 / 2017

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