Warum jeder Fotograf seinen Beitrag zum Umweltschutz leistet

Es sind Bilder, die eine viel stärkere Kraft als Worte haben und sensibilisieren

© Fotograf: Clemens Stein, Wunder der Natur, Blende-Fotowettbewerb
Clemens Stein, Wunder der Natur, Blende-Fotowettbewerb

Die Fotografie leistet einen elementaren Beitrag zum Umweltschutz. Insbesondere Natur- sowie Tierfotografen und natürlich auch Filmer, die sich dieser Sujets verschrieben haben, sind wichtige Botschafter. In ihren Fotografien und Filmen halten sie Momente fest, die mehr sind als nur eine Bestandsaufnahme. Die eingefangenen visuellen Impressionen zeigen die Schönheit, aber auch die Verletzbarkeit. Sie decken mit ihrer eindeutigen Sprache auf und sensibilisieren nachhaltig. Sie rütteln wach auch deshalb, weil ihre Fotografien und Filme emotional aufgeladen sind. Fotografen und Filmer geben in ihren Werken ihre Stimmungen und Empfindungen positiver wie negativer Natur an den Betrachter weiter. Fotografen und Filmer sind aber auch deshalb wichtige Botschafter für den Umweltschutz, weil sie Außenstehende mit ihren Fotografien und Videos in Welten entführen, die vielfach so fern ab des eigenen Radius liegen, in dem man sich aufhält. Und Fotografien und Videos sind es, die eine eindeutige Sprache sprechen und die Kraft in sich tragen, sich nachhaltig in den Köpfen festzusetzen. Ereignisse wie Ölkatastrophen, die Gletscherschmelze oder das zunehmende Plastik in den Meeren werden in ihrem Ausmaß erst durch Bilder und Filme greifbar – Worte sind da Schall und Rauch.

Nicht nur Profifotografen sondern jeder Fotobegeisterte leistet seinen persönlichen Beitrag

© Fotograf: Dietmar van der Linden, Unter dem Gletscher, Blende-Fotowettbewerb
Dietmar van der Linden, Unter dem Gletscher, Blende-Fotowettbewerb

Aufnahmen wie die des deutschen Natur- und Tierfotografen Norbert Rosing, der Arktis- und Eisbärenkenner Deutschlands schlechthin, sind von enormer Tragweite. Seine Bilder einer Eisbärenmutter mit ihren Jungen gingen um die ganze Welt. Aber auch seltene Aufnahmen von Polarfüchsen, Schneehasen oder Robben trugen nicht nur zu seiner Bekanntheit bei, sondern sind ein wichtiger Umweltbeitrag mit ganz persönlichen Botschaften. Diese garantieren aber ebenso auch Hobbyfotografen, wie die eingereichten Wettbewerbsbeiträge zu „Blende“ zeigen. Entscheidend, ob nun Profifotograf oder Hobbyfotograf, sind die persönlichen visuellen Botschaften, die jede für sich genommen Geschichten zu erzählen wissen. Die große Stärke von Amateurfotografen ist, dass ihr Umwelt-Fokus – sicherlich auch durch die zeitlich eingeschränkten Möglichkeiten – vielfach auf der heimischen Natur liegt. Und dass ist auch gut so, denn auch diese braucht eine Lobby.

Lobby für die Umwelt

© Fotograf: Marika Tröster, Auf den Spuren von Jane Goodall, Blende-Fotowettbewerb
Marika Tröster, Auf den Spuren von Jane Goodall, Blende-Fotowettbewerb

Fotofestivals wie das Umweltfotofestival in Zingst oder die Fürstenfelder Naturfototage sowie GDT, die alljährlich den europäischen Naturfotografen suchen, leisten einen wichtigen Beitrag für den Umweltschutz, in dem sie auch Hobbyfotografen eine Öffentlichkeit von großer Tragweite geben. Diese gewinnt an internationaler Reichweite, beispielsweise durch die photokina, die Imaging-Weltleitmesse, die mit ihren Fotoausstellungen sehr viel mehr ist als eine reine Produktshow.

Imagingindustrie leistet auch ihren Beitrag

© Fotograf: Dana Greiner, Kolibri in der Strelitzie, Blende-Fotowettbewerb
Dana Greiner, Kolibri in der Strelitzie, Blende-Fotowettbewerb

Imaging-Unternehmen haben nicht nur eigene Nachhaltigkeitsprogramme, die ein wertvoller Beitrag für den Umweltschutz sind, sondern ihre Produkte den gesamten Imaging Worklow betreffend, sind das notwendige Rüstzeug, um mit Fotografien und Videos einen Beitrag zum Umweltschutz leisten zu können. Kamerainnovationen wie zum Beispiel Zeitraffer beziehungsweise verbesserte Kamerafeatures wie immer schnellere Serienbildabfolgen und auch 4 K beziehungsweise 6K sind es, die Fotografen und Filmern heute dazu bemächtigen, den Betrachter in noch eindrucksvollere Bilder- und Videowelten zu entführen. Wann sind Fotografien von noch größerer Nachhaltigkeit? Dann wenn sie großformatig ausgegeben werden und Bilder in der digitalen Welt ihre Flüchtigkeit verlieren.

„Blende“ – Der generationsübergreifende Fotowettbewerb für Fotobegeisterte jeden Alters

© Fotograf: Sven Kaupp, Siebenbeiniger Weberknecht, Blende-Fotowettbewerb
Sven Kaupp, Siebenbeiniger Weberknecht, Blende-Fotowettbewerb

„Blende“, ist der Wettbewerb für Fotobegeisterte aller Altersgruppen. Seit Jahrzehnten ist „Blende“ ein Trendbarometer für den Stand der Fotografie und damit ein wichtiges Zeitdokument. Die jährliche Gemeinschaftsaktion von Tageszeitungen und der Prophoto GmbH begeistert Teilnehmer, Veranstalter und Bildgenießer gleichermaßen.

„Blende“ bietet allen Amateurfotografen ein Forum und die große Chance, ihre Schaffenskraft zum Besten zu geben. „Blende“ schärft mit seinen jährlich wechselnden thematischen Vorgaben die Sinne. Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge, zu „Blende 2017“ gingen über 80.000 Fotografien ein, sind allesamt fotografisch konservierte Augeneindrücke, die durch die Teilnahme an „Blende“ den Raum der privaten Betrachtung verlassen und den öffentlichen Schauplatz betreten.

© Fotograf: Matthias Wachter, Gegen Krieg, Blende-Fotowettbewerb
Matthias Wachter, Gegen Krieg, Blende-Fotowettbewerb

„Blende“-Teilnehmer sind mit ihren eingereichten Wettbewerbsbeiträgen nicht nur wichtige Botschafter für die Fotografie. Sie treten den Beweis an, wie lohnenswert es ist, die Welt in der man sich aufhält aktiv wahrzunehmen.

Weitere Informationen zu „Blende“: https://www.prophoto-online.de/fotowettbewerb-blende

Aufgegriffen 02 / 2018

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