Welche Art von Fotograf sind Sie?

Fabian Künzel, Regenfront über der Ostsee, Blende-Fotowettbewerb Bildgalerie betrachten Fabian Künzel, Regenfront über der Ostsee, Blende-Fotowettbewerb

Die Begeisterung für die Fotografie und damit ihr selbst aktiv nachzugehen war noch nie so groß wie heute. Wir sind sicherlich keine Propheten, dass die Zahl der Fotobegeisterten weiter nach oben gehen wird. Auch, wenn immer mehr Menschen um einen herum das Smartphone zum Fotografieren zücken, so hat die Zahl derer, die sich intensiver mit der Fotografie auseinandersetzen, in den zurückliegenden Jahren deutlich zugenommen. Und die Zahl derer wird weiter steigen. Die Fotografie begeistert generationsübergreifend alle und auch viele junge Leute haben eine Kamera auf ihrem Wunschzettel. Der Anteil der Frauen wächst kontinuierlich – das war zu Analogzeiten nicht der Fall. Da waren es überwiegend Männer, die sich für das Bildermachen begeisterten. Wie groß die Faszination für die Fotografie ist, spiegelt sich nicht nur in der zunehmenden Anzahl der Aufnahmen wider, sondern auch im genutzten Fotoequipment. Da wird in richtig Hochpreisiges ebenso investiert wie in Fotoreisen und beispielsweise Fotoseminare. Zu Beginn einer jeden Fotolaufbahn – und sicherlich auch mal zwischen drin – kommt die Frage an einen selbst auf, welche Art von Fotograf man eigentlich ist und wo der persönliche fotografische Schwerpunkt liegt. Dass sich dieser auch mal im Laufe der Zeit wandelt ist allzu menschlich und fällt in die Kategorie, sich neuen Herausforderungen stellen zu wollen.

Wenn man also noch nicht weiß, welcher Art von Fotograf man ist und das für sich herausfinden möchte, dann gibt es einen ganz einfachen Weg. Man fotografiert zunächst einfach alles, was einen vor die Linse kommt, also vom Essen bis zur Landschaft, von Tieren bis zu Sportveranstaltungen usw. Schon während dessen wird man schnell feststellen, welches fotografische Sujet einen mehr und welches einen weniger begeistert. Dies spiegelt sich unter anderem auch in der Intensität wider, wie man sich mit den Motiven auseinandersetzt. Im nächsten Schritt schaut man sich alle Aufnahmen an und zwar selbstkritisch. Welche Aufnahmen aus welchem Sujet erachtet man selbst als sehr gelungen. Meist merkt man dies wie gesagt auch schon beim Fotografieren. Was ging dabei wie von selbst und wo hatte man den größten Spaß. Letzteres ist übrigens essenziell, denn das was uns keine Freude bereitet, dafür können wir uns auch nur schwer begeistern und das wird man in den Aufnahmen mehr oder weniger stark ausgeprägt sehen. Als nächstes bezieht man Dritte mit ein und fragt diese nach ihrer Meinung. Das können Personen im persönlichen Umfeld sein oder auch Außenstehende über Communitys. Eine Option sind auch Fotowettbewerbe wie „Blende“. Ist man hier mit seinen Fotografien erfolgreich und welches Feedback erhält man von Mitstreitern? In der Regel geht es trotz aller Konkurrenz sehr ehrlich zu. Schritt für Schritt findet man auf diesem Weg heraus, in welchem Bereich der Fotografie man die größte Kompetenz hat – wobei Kompetenz nicht der vordergründige Ansporn ist, sondern der Spaß. Warum ist es eigentlich von Vorteil, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, welche Art von Fotograf man ist? Die Antwort ist ganz einfach. Wenn man für sich herausgefunden hat, wer man als Fotograf ist, dann ist es wesentlich leichter, seine Energie, das Lernen und die Zeit in die richtige Richtung zu fokussieren. Wer richtig gut wird, indem was ihm fotografisch Spaß macht, der hat die besten Voraussetzungen geschaffen, um magische Momente festzuhalten.

Blende – Der Fotowettbewerb für Fotobegeisterte jeden Alters

Blende, ist der Wettbewerb für Fotobegeisterte aller Altersgruppen. Seit Jahrzehnten ist „Blende“ ein Trendbarometer für den Stand der Fotografie und damit ein wichtiges Zeitdokument. Die jährliche Gemeinschaftsaktion von Tageszeitungen und der Prophoto GmbH begeistert Teilnehmer, Veranstalter und Bildgenießer gleichermaßen.

Blende bietet allen Amateurfotografen ein Forum und die große Chance, ihre Schaffenskraft zum Besten zu geben. Dazu gehört auch, mit Gleichgesinnten zu den thematischen Vorgaben in den Wettstreit zu treten. Dabei wachsen die Teilnehmer über sich hinaus und geben Zeugnis über ihr kreatives fotografisches Potential. Ihre Bilder sind allesamt fotografisch konservierte Augeneindrücke, die durch ihre Teilnahme an „Blende“ zudem den Raum der privaten Betrachtung verlassen und den öffentlichen Schauplatz betreten. „Blende“-Teilnehmer zeichnet verstärkt aus, dass sie für sich ihren fotografischen Schwerpunkt gefunden haben. Andere Teilnehmer müssen diesen aber auch noch finden. Mit den jährlichen thematischen Wettbewerbsvorgaben trägt „Blende“ mit dazu bei. In dem Moment, indem man sich den Themen stellt, erkannt man schnell, welcher Bereich einem mehr liegt. Ist man dann auch noch mit seinen Wettbewerbsbeiträgen erfolgreich, so motiviert dies zusätzlich.

Aufgegriffen 02 / 2017

1 Kommentare

Leider ist es nicht ganz so einfach, daß zu fotografieren was einem den größten Spaß bereiten würde. Es hängt von einigen Faktoren ab. Die schon beim finanziellen Problem anfängt. Ein lichtstarken Objektiv hat so seinen Preis. Vor allem, wenn es eines mit einer hohen Brennweite sein soll. Dann sollte man körperlich auch in der Lage sein, dieses mit allem Anderen durch die Gegend zu tragen. In der Naturfotografie stoße ich jedenfalls oft an meine Grenzen, obwohl es das ist was mich begeistert.

Fischer, Heidi

von Fischer, Heidi
08. Februar 2017, 18:58:18 Uhr

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