Bilder verkleinern - so geht‘s

Bild skaliert auf 150ppi Bildgalerie betrachten Bild skaliert auf 150ppi

Aktuelle Kameras liefern Bildgrößen von 10 Megapixeln und mehr. Gerade hinsichtlich der Bildausgabe stellen diese Bildgrößen einen deutlichen Mehrwert da, der sich insbesondere bei großformatigen Ausdrucken in deutlich mehr Schärfe und Brillanz widerspiegelt. Sollen Bilddaten per E-Mail versendet werden, möchte man mit seinen Aufnahmen an Fotowettbewerben wie an „Blende“ teilnehmen oder Fotografien online stellen, so heißt es, die Bilddaten auf die richtige Größe zu bringen. Das ist heute ein Kinderspiel, denn eigentlich jedes Bildbearbeitungsprogramm liefert dieses Feature. Nicht unter allen Anwendern ist bekannt, dass es beim Herunterrechnen der Bilddaten (skalieren) gegebenenfalls zum Schärfeverlust kommen kann und die verkleinerten Aufnahmen in der Farbe vom Original abweichen.

Bildbearbeitung nur an der Kopie

Sobald Bilder bearbeitet werden, sollte dies immer nur an der Kopie der Originaldatei erfolgen. Von Vorteil ist ein verlustfreies Bildformat zu wählen, denn JPEG – das am weitesten verbreitete Bildformat – ist verlustbehaftet. Das bedeutet, dass das Bild mit jeder Speicherung an Bildqualität verliert. Einmal speichern macht aber übrigens nichts. Der Vorteil von JPEG – und deshalb wird es auch so gern genutzt – ist, dass es überall eingebunden werden kann. Auch im Internet gilt JPEG immer noch als das beste Format.

Speicherplatz kostet heute so gut wie nichts mehr – das bedeutet im Umkehrschluss, dass eine Sicherung der Originaldaten mit nahezu keinen Kosten verbunden ist. Die Originaldaten sollten immer unberührt bleiben. Wichtig ist auch hier, an Sicherungskopien zu denken. Warum ist die Originaldatei so wichtig:

  • Je nach Verkleinerung ist es beispielsweise nicht mehr möglich, das Bild im XXL-Format als Wandbild auszugeben. Wenn die Verkleinerung extrem ausfällt, kann es durchaus auch passieren, dass man diese Aufnahme im Fotobuch nur noch in Briefmarkenformat zu Papier bringen kann.
  • Selbst wenn man in der Bildbearbeitung schon versiert ist, so kann es passieren, dass man sich in der Einflussmöglichkeit vertan hat und alles überspeichert wurde. Liegt dann die Originalbilddatei nun nicht mehr vor, so wären es etliche Bearbeitungsschritte, bis man die Fotografie dem Original angenähert bekommt.

Empfehlung: Mit den wachsenden Bilderbergen bei jedem Einzelnen bringt spezielle Bildarchivierungssoftware Licht ins Bilderchaos. War lange Zeit eine selbst angelegte Ordnerstruktur auf der Festplatte eine der Bildarchivierungsoption, so sollte man von dieser spätestens dann Abstand nehmen, wenn pro Jahr rund 100 Aufnahmen neu hinzukommen – das sind nämlich in 10 Jahren dann schon 1.000 Bilder.

Bild verkleinern

Bilder zu verkleinern ist nahezu mit jeder Bildbearbeitungssoftware möglich. Wichtig ist vorher zu wissen, auf welche Bildgröße man seine Aufnahmen verkleinern möchte. Sind die Aufnahmen für das Internet vorgesehen, so sollte man sich vorab über die angesagte Bildgröße informieren. War hier lange Zeit 800 × 600 Pixel die angesagte Bildgröße, so liegt diese mit den hochauflösenden Monitoren inzwischen bei über 1.000 Pixeln.

Wichtig ist, bei der Bildverkleinerung die Bildproportionen zu erhalten. Das bedeutet in der Praxis, dass die Bildmaße entweder in der Höhe oder der Breite verändert werden und sich dann automatisch die Angaben proportional in der Breite oder der Höhe ändern.

Sofern die Bildbearbeitungssoftware über die Option verfügt, sollte man bei „neu berechnen“ sich für „Bikubisch – glatte Verläufe“ entscheiden. Hintergrund: Wählt man Automatisch, so erfolgt die Berechnung nach „Bikubisch – schärfer“. Die Farben der verkleinerten Aufnahmen fallen oftmals zu kräftig aus und man hat keine direkte Einflussmöglichkeit.

Mit dem Verkleinern geht oftmals einher, dass die Schärfe der Aufnahme etwas auf der Strecke bleibt. Sofern die Bildbearbeitung ein „Nachschärfen“ zulässt sollte eine Anpassung der Schärfe bei 100 Prozent Ansicht erfolgen.

Ratsam ist die Konvertierung der Bilder in den sRGB-Farbraum, weil dieser dafür steht, dass die Aufnahmen wie gewünscht auf den meisten Geräten dargestellt werden.

Bildbearbeitung 09 / 2017

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