Expertenrat: Urlaubsfotos regelmäßig während der Reise sichern

Urlaubsfotos regelmäßig während der Reise sichern Bildgalerie betrachten

Die Reisewelle hat begonnen – die ersten Bundesländer haben ihre Sommerferien eingeläutet. In der Urlaubszeit steht der Auslöser nicht still – bevorzugtes Aufnahmegerät ist übrigens die Kamera im Urlaub. Bei einer zwei bis drei wöchigen Reise sind es heute wenigstens um die 500 Urlaubsfotos, die die Erlebnisse visuell konservieren. Doch wer seine Urlaubsfotos während der Reise nicht regelmäßig sichert, der läuft Gefahr, ohne seine Fotografien heimzukehren. Aus diesem Grund sollte man während des Urlaubs regelmäßig seine Bild- und Videodaten sichern – Das nimmt nicht viel Zeit in Anspruch. Ratsam ist zudem die Mitnahme von genügend Speicherkarten – so hat man gleich neben der Cloud, dem Laptop oder Tablet, der externen Festplatte oder den DVD/CD-Rohlingen eine weitere Sicherungskopie.

Bilddatensicherung in der Cloud

Die Cloud gilt – neben der Bildausgabe auf Papier – als zurzeit sicherster Speicherort für Bilddaten. Die Cloud hat auch Kritiker, das sollte man an dieser Stelle nicht unterschlagen. Die Sicherung der Bilddaten in der Cloud setzt natürlich eine Datenverbindung voraus. Die Bilddaten können beispielsweise zum eigenen E-Mail-Konto über Dropbox transferiert werden. Doch Achtung: Hier gibt es Zeitangaben, in denen die Bilddaten in der „Wolke“ vorliegen. Man kann die Bilddaten natürlich auch direkt in der Cloud hinterlegen. Die Zahl der Anbieter wächst kontinuierlich. Wer die Cloud für die Bilddatensicherung im Urlaub nutzen möchte, sollte sich schon im Vorfeld informieren und das Kleingedruckte lesen.

Bilddatensicherung auf der Festplatte des Laptop/Tablet

Komfortabel ist es, wenn Laptop/Tablet im Urlaub mit von der Partie sind. Auf diese Geräte sollte man bestmöglich an jedem Abend seine Bild- und Videodaten auf die Festplatte dieser Geräte übertragen. Das dauert nur wenige Minuten. Für den Bilddatentransfer kann man die Kamera über ein Kabel direkt mit diesen Geräten verbinden und die Daten überspielen. Das ist absolut simpel – es setzt jedoch voraus, an das Kabel gedacht zu haben. Die Kamera wird übrigens als weiteres Laufwerk angezeigt. Je nach Laptop-/Tablet-Ausstattung besteht auch die Option, über einen integrierten Kartenslot zu gehen. Da nicht alle Micro-Slots herstellerübergreifend im Betriebssystem integriert sind, ist ein Testlauf vor Urlaubsantritt ratsam. Alternativ schließt man ein Kartenlesegerät an – aber auch hier bitte ein Testlauf vor Urlaubsantritt. Gerade wenn das Kartenlesegerät ein älteres Modell ist, kann es sein, dass aktuelle Speicherkarten damit nicht mehr ausgelesen werden. Verfügt man über ein neueres Kameramodell mit der Möglichkeit der kabellosen Bildübertragung, so ist das natürlich auch ein denkbarer Weg des Transfers auf die Festplatte des Rechners. Voraussetzung für den kabellosen Bildtransfer ist die Installation der entsprechende App auf dem Gerät. Der Bilddatentransfer über das Kabel ist wesentlich schneller und deshalb der bevorzugte Weg.

Bilddatensicherung über DVD/CD und externe Festplatte

Ist man im Urlaub mit seinem Laptop unterwegs und verfügt dieser über ein DVD/CD-Laufwerk mit Brennfunktion, kann man seine Aufnahmen auch auf diesen Medien sichern. Voraussetzung dafür ist, dass man genügend Rohlinge auf Reisen mitnimmt. Wesentlich empfehlenswerter und praktikabler ist eine externe Festplatte – je nach Datenaufkommen passen nicht alle Aufnahmen von einem Tag auf einen Rohling.

Bilddatensicherung über Wireless Reader

Wireless Reader haben kein eigenes Display und keine Bedienelemente. Sie bauen ein W-LAN auf in das sich Smartphone oder Tablet einwählen. Natürlich ist hierfür eine herstellerspezifische App notwendig. Die Daten werden von der Kamera beziehungsweise der SD-Karte auf einen USB-Stick, eine andere Karte oder Festplatte kopiert.

Bilddatensicherung – Kamera mit zwei Kartenslots

Ist man im Besitz einer Kamera mit zwei Kartenslots so ist das genial. In der Kamera kann die Konfiguration so vorgenommen werden, dass alle Aufnahmen doppelt gespeichert werden. Dies schütz vor Datenverlust bei einem technischen Defekt der primären Speicherkarte. Natürlich gehört die sekundäre Sicherungskarte am Abend aus der Kamera getauscht, denn mit einem möglichen Verlust der Kamera am nächsten Tag wären ansonsten alle Bilddaten weg.

Bilddatensicherung – Smartphone

Nicht nur im Urlaub sollten auch die Smartphone-Bilder regelmäßig gesichert werden. In der Regel haben Smartphoneaufnahmen einen geringeren Datenumfang als jene aus der Kamera. Sofern es die Bedingungen zulassen, können die Bilddaten z.B. über das Hotel-WLAN in die Cloud geschoben werden. Ist man nicht mit einem Laptop/Tablet unterwegs, so wird für eine lokale Sicherung der Bilddaten eine zusätzliche Speicherkarte, ein Kartenleser – bei SD-Karten mit mehr als 32 GByte muss er den SDXC-Standard erfüllen – und ein USB-OTG-Adapter (On The Go) benötigt. Schon vor Reiseantritt sollte man einen Testlauf machen. Der Kartenleser mit der Sicherungskarte wird über den OTG-Adapter mit dem Smartphone verbunden und die Bild- sowie Videodaten mit Unterstützung eines Dateimanager auf die SD-Karte kopiert.

Der OTG-Adapter lässt sich theoretische auch für das Sichern der Fotos von einer Kamera auf dem Smartphone nutzen – ob das jedoch Sinn macht ist vom Umfang des Speicherplatzes auf dem Smartphone abhängig. Theoretisch ist es auch möglich über den OTG-Adapter eine externe Festplatte oder SSD anzuschließen. In den Tests hat sich jedoch vielfach gezeigt, dass die Stromversorgung für den Betrieb oftmals nicht ausreichend ist.

Bilder nicht voreilig von der Speicherkarte löschen

Ist die Bilddatensicherung abgeschlossen, so ist vor Löschung der Bilddaten auf der Speicherkarte zu überprüfen, ob der Bilddatentransfer auch funktioniert hat. Wer sicher gehen möchte, der nimmt eine doppelte Bilddatensicherung vor und legt lieber eine neue Speicherkarte in seine Kamera ein, beschriftet die benutzte Speicherkarte und packt diese in eine spezielle Speicherkartenreisebox, die dann z.B. im Koffer oder der Reisetasche aufbewahrt wird.

Digitalfotografie 07 / 2017

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden