Papierbilder - Viele Gründe sprechen dafür

Papierbilder
Papierbilder kennen wir alle. Der eine oder andere hat sie mit der Digitalfotografie womöglich aus dem Fokus verloren. Ein großer Fehler, wie wir meinen. Heute werben wir ganz offensiv für Papierbilder, denn es sprechen unzählige Gründe für sie. So haben Papierbilder mit weit über 100 Jahren die längste Lebensdauer. Die der digitalen Speichermedien liegt zwischen einem und 30 Jahren, wobei wir uns mit der offiziellen Angabe von 30 Jahren für CDs/DVDs und Festplatten schon mehr als schwer tun. Gerade bei den beiden Erstgenannten werden wir in 30 Jahren wohl kaum mehr Geräte vorfinden, mit denen sich die Daten einlesen lassen. Was nützen uns dann die 30 Jahre dieser Speichermedien? Es wird womöglich Dienstleister geben, die uns dann aus der Patsche helfen. Für Papierbilder – und dies ist von der Wichtigkeit nicht minder hoch einzuschätzen – spricht zudem das Bild- und Seherlebnis. Digital betrachtete Aufnahmen sind für uns flüchtig. Wir haben sie nur kurz im Fokus und die Zeit, die wir uns zum Betrachten unserer Aufnahmen nehmen, scheint dabei immer kurzweiliger zu werden. Dies, so unsere These, hängt auch mit unserer stetigen Mobilität über das Internet und/oder Diensten wie WhatsApp zusammen. Hier werden wir überflutet von Aufnahmen. Weil wir alle scannen wollen, lassen wir uns für die einzelnen immer weniger Zeit. Dieses Verhalten nehmen wir auch für unsere eigenen Aufnahmen an. Ganz schnell wird der Bilderordner durchblättert, als wenn man auf der Flucht wäre. Mit Papierbildern ist dies anders. Hier nehmen wir uns die Zeit, die unsere Aufnahmen auch verdienen. Wir nehmen sie beispielsweise in die Hand und lassen uns auch Zeit, sie zu betrachten. Das Bilderlebnis, so unsere Feststellung, ist wesentlich intensiver, lebendiger und emotionaler. Machen Sie einmal den Vergleich welche Aufnahmen länger in Ihrem Gedächtnis bleiben – die elektronisch betrachteten oder aber die auf Papier? Für Papierbilder spricht auch, dass wir uns in dieser Form als Wandschmuck oder beispielsweise auf dem Schreibtisch mit ihnen permanent umgeben können. Strom- und displayunabhängig begleiten sie uns und erinnern uns an Menschen, die uns wichtig sind und an tolle Erlebnisse. Kommen wir nun zum letzten Grund, der für Papierbilder spricht. Man fotografiert schon lange digital und hat es bis dato aufgeschoben, seine unzähligen Bildschätze von den unterschiedlichsten Speichermedien auf ein aktuelles zu kopieren. Nun erhält man beispielsweise aus dem Familienkreis die Bildanfrage zum eigenen Schulanfang. Wir können nur sagen: Viel Spaß bei der Suche. Hätte man damals seine Bilddaten auf Papier ausgegeben, so hätte man sie ruckzuck, selbst dann, wenn sie gebündelt im so beliebten Schuhkarton aufbewahrt werden.

Lebensdauer von Papierbildern

Papierbilder
Papierbilder unterliegen nicht nur als Wandschmuck natürlich auch einem Alterungsprozess. Dies ist ganz normal und macht sie aus unserer Sicht noch sehenswerter. Aufnahmen der Großeltern aus den 30-iger Jahren müssen nicht so anmuten, als wären sie eben erst ausgegeben worden. Es gehört für uns dazu, dass man seinen Papierbildern ihr Alter ansieht. Die Lebensdauer von Papierbildern lässt sich natürlich verlängern. Als optimale Aufbewahrungstemperatur gelten um die 20 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent. Die Haltbarkeit von Papierbildern wird durch ein konstantes Raumklima erhöht. Bei der Aufbewahrung sollte man darauf achten, dass Papierbilder in schadstofffreien Materialien/Boxen/Alben gelagert werden. Umgibt man sich in Form von Wandschmuck mit seinen Papierbildern, dann sollte man sie nicht direktem Sonnenlicht aussetzen. Gegen das Verblassen der Farben hilft auch das Beschichten der Fenster mit UV-Schutz-Folie oder die Rahmung hinter Museumsglas. Dies ist zwar teurer, bietet aber den weiteren Vorteil, dass es entspiegelt und der Bildgenuss dadurch noch höher ist. Nicht zu unterschätzen ist der Einfluss von künstlichen Lichtquellen (Glühlampen, Halogenscheinwerfer, Leuchtstoffröhren) auf den Alterungsprozess von Papierbildern. Auch sie strahlen UV-Wellen ab und sollten mit UV-Filtern versehen werden.

Digitalfotografie 09 / 2016

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