Urlaubsfotos gehören während der Reise gesichert!

© Fotograf: Kurt Schwab, *** Havanna ***, Blende-Fotowettbewerb
Unterwegs in KUBA – gesehen in Havanna gegenüber vom Kapitol.
© Fotograf: Kurt Schwab, Blende-Fotowettbewerb
Fotobegeisterte sind im wahrsten Sinne des Wortes Sammler. Auf Reisen scheint diese Sammlerwut ins schier Unermessliche zu steigen, denn im Urlaub steht der Auslöser der Kamera nicht mehr still. Sammeln bedeutet, zu bewahren und mit nach Hause nehmen. Der eine oder andere wird sicherlich schon die schmerzliche Erfahrung des Bildverlustes im Urlaub gemacht haben. Der Ärger ist dann groß – am meisten über sich selbst, weil man einfach nachlässig mit seinen Bildern und auch Videos war. Die Gründe für Bild- und Videodatenverluste können vielfältigster Natur sein. So ist man beispielsweise seiner Kameraausrüstung beraubt worden, man kann versehentlich das falsche Knöpfchen an seiner Kamera betätigt haben und schon sind alle Bilddaten weg, man möchte die volle Speicherkarte gegen eine leere tauschen – diese fällt herab in einen Gully – oder die Speicherkarte hat, aus welchen Gründen auch immer, einen Defekt, der einen nicht mehr auf seine Reisebilder zugreifen lässt. Bilddatenverluste lassen sich vermeiden – die Optionen sind vielfältig, man muss sie nur für sich nutzen. Wichtig ist in jedem Fall, dass man die Urlaubsimpressionen eines Tages jeden Abend sichert, sei es beispielsweise auf dem Notebook, einer externen Festplatte, über den Doppelslot in der Kamera oder in der Cloud. „Doppel gemoppelt“ sollte zudem die Devise lauten also beispielsweise Cloud und externe Festplatte. Die Daten befinden sich nicht nur auf unterschiedlichen Speichermedien, sondern auch an unterschiedlichen Orten. Wurden die Bild- und Videodaten übertragen, so sollte man in jedem Fall prüfen, ob der Datentransfer auch reibungslos funktioniert hat und die Bild- und Videodaten sich auch aufrufen lassen. Erst dann kann man die Speicherkarte von den Daten befreien. Wir bevorzugen allerdings den dreifachen Schutz mit Cloud, Notebook und Speicherkarte(n).

Doppelslot in der Kamera

© Fotograf: Stefan Wilhelm, Bergsee im Strynfjellet (Norwegen), Blende-Fotowettbewerb
Bergsee im Strynfjellet (Norwegen)
© Fotograf: Stefan Wilhelm, Blende-Fotowettbewerb
Einige wenige Kameras sind mit einem Doppelslot für Speicherkarten ausgelegt. Darüber hat man als Nutzer die Möglichkeit, die Fotos einfach doppelt abzulegen. Am Abend ersetzt man die zweite Speicherkarte gegen eine leere. Bei einem 14-tägigen Urlaub würde dies natürlich bedeuten, dass man wenigstens 14 Speicherkarten allein für die Sicherung mit in den Urlaub nimmt, außer man überträgt in regelmäßigen Abständen die Daten auf das Notebook, eine externe Festplatte oder beispielsweise in die Cloud. Die zusätzliche Sicherung der Reisebilder birgt natürlich schon einmal ein höheres Maß an Sicherheit, denn die Wahrscheinlichkeit, dass beide Speicherkarten zur gleichen Zeit ihren Geist aufgeben, kann nahezu ausgeschlossen werden. Wie sieht es aber beim Diebstahlt der Kamera aus – in dem Fall sind natürlich auch beide Speicherkarten und damit Urlaubsimpressionen weg. Aus diesem Grund sollte man jeden Abend die Bild- und Videodaten sichern.

Smartphone und Tablet

© Fotograf: Frank Bulger, Auge in Auge mit Afrika´s Riesen, Blende-Fotowettbewerb
Auge in Auge mit Afrika´s Riesen
Mit Gänsehaut vor Begeisterung beobachteten wir den riesigen Elefanten aus einem Versteck, nur 3 Meter entfernt. Der Riese hatte uns genau im Blick und lies uns nicht aus den Augen. Botswana 2015
© Fotograf: Frank Bulger, Blende-Fotowettbewerb
Nahezu jeder verfügt heute über ein Smartphone, und die Zahl derer, die auch ein Tablet in ihrem Besitz wissen, steigt kontinuierlich. Auf der Hand liegt es da, sie zur Datensicherung heranzuziehen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass sie meist über ein geringes Datenspeichervolumen verfügen. Aus diesem Grund sind diese Geräte nur für die Sicherung einiger weniger Aufnahmen geeignet. Derzeit ist das iPhone leider nicht dafür ausgelegt, den Apple-eigenen Kartenleser anschließen zu können – dies geht nur beim iPad. Empfehlenswert ist, vor Reisebeginn einen Test durchzuführen. Höhere Flexibilität bringen Android-Geräte mit sich. Über OTG-USB-Adapter lassen sich Kartenlesegeräte mit ihnen verbinden.

Akkubetriebene Lesegeräte

Im Handel erhältlich sind akkubetriebene Lesegeräte für SD-Karten, deren Steuerung über Smartphone und/oder Tablet erfolgt – beide sind also Mittler und dienen nicht als Speicher. Ist das akkubetriebene Lesegerät angeschaltet, wird über WLAN eine Verbindung mit dem Smartphone/Tablet aufgebaut. Über eine entsprechende App können die Bild- und Videodaten zum Beispiel an einen angeschlossenen USB-Stick übertragen werden.

Transportabler Festspeicher

© Fotograf: Steffen Arnold, Vík í Mýrdal, Blende-Fotowettbewerb
Vík í Mýrdal, Island
© Fotograf: Steffen Arnold, Blende-Fotowettbewerb
Transportable Festspeicher mit SD-Kartenslot zeichnet aus, dass sie geeignet sind, hohe Datenmengen sichern zu können. Die Geräte sind nicht ganz preiswert, autark und laufen, je nach Modell, mit Akku. Gesteuert werden sie mittels WLAN über Smartphone/Tablet. In der Regel müssen sie einmal konfiguriert werden. Legt man die Speicherarte ein, erfolgt der Datentransfer auf die Festplatte. Übertragen werden nur die unbekannten Bild- und Videodaten. Diesen Festspeichern wird eine geringe Übertragungsgeschwindigkeit nachgesagt – neuere Firmenwareupdates sollen jedoch inzwischen für mehr Geschwindigkeit sorgen. Wichtig bei mit Akkus betriebenen Festspeichern ist immer den Ladezustand im Blick zu haben.

Notebook

© Fotograf: Eileen Ehlen, Reused Shoes, Blende-Fotowettbewerb
Reused Shoes – Das Foto wurde bei einem Spaziergang durch Amsterdam geschossen. Die Schuhe dienen als alternative Variante zu den sonst üblichen Blumentöpfen. Die abgetragenen Schuhe in Kombination mit den vertrockneten Blumen symbolieren den Verfall.
© Fotograf: Eileen Ehlen, Blende-Fotowettbewerb
Das Notebook bietet mit seinem Funktionsumfang die größte Flexibilität hinsichtlich des Transfers, der Datenspeicherung als auch -verwaltung. Natürlich bedeutet die Mitnahme eines Notebooks ein zusätzliches Gepäckstück. Möchte man seine Bilddaten nicht in einer Cloud ablegen, so stellt für uns das Notebook die flexibelste Lösung dar.

Cloud

Die Cloud, die natürlich nur in Frage kommt, wenn ein entsprechendes Netzwerk vorliegt, gewinnt immer mehr an Bedeutung – die Zahl der Anbieter wächst dementsprechend. Schon vor Urlaubsbeginn sollte man sich mit den Geschäftsbestimmungen auseinandersetzen. Bilder und kurze Videoclips lassen sich auch in der Cloud problemlos sichern – bei längeren Videos mit enormen Speicherbedarf ist von der Cloud abzuraten.

Digitalfotografie 07 / 2015

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