Foto-App Canva - Design per Fingertipp

Die Anleitung ist schnell und die 63 Sekunden sind nicht so falsch Bildgalerie betrachten Die Anleitung ist schnell und die 63 Sekunden sind nicht so falsch

Fotos machen ist ja nur die eine Sache, Fotos präsentieren eine ganz andere. Natürlich gibt es Fotobücher, ganz klassisch Alben oder – inzwischen auch klassisch – Websites. Aber in Zeiten sozialer Netzwerke darf es ja auch gerne mal etwas anderes sein, ein Foto mit Statement zum Beispiel. Die Foto-App Canva für iPhone und iPad ist dafür das richtige Werkzeug.

Canva funktioniert richtig gut, macht Spaß und ist außerdem ziemlich übersichtlich. Eine ausführliche Einführung in neun Schritten erklärt außerdem, wie die App genau funktioniert, so dass man dafür keine langen Versuche braucht. Nur der Einstieg ist etwas holprig beziehungsweise mit einer Hürde versehen. Denn wer die App nutzen will, muss sich zuerst einmal anmelden. Ohne Benutzerkonto gibt es gar keinen Zugang. Allerdings – und genau hier wäre eine weitere Erklärung ganz sinnvoll gewesen – hat das Anmelden einen ganz praktischen Nutzen, wie sich schnell herausstellt.

Denn die App legt die erstellten Dateien zentral auf einem Server ab. Wer ein fertiges Werk herunterladen will, greift auf den Server zu. Man sollte also besser darauf achten, dass das Smartphone oder Tablet über ein W-LAN mit dem Internet verbunden ist, denn sonst kann das Datenvolumen ganz schnell aufgebraucht sein. Eine druckfähige Vorlage in Postkartengröße ist mindestens zehn Megabyte groß. Das zentrale Speichern in einem Konto hat aber einen großen Vorteil. Man kann nämlich ganz einfach an anderer Stelle weitermachen, Canva ist nicht nur auf das iOS-Betriebssystem beschränkt, man kann die Software auch am heimischen PC nutzen. Und wer sich anmeldet, hat sofort Zugriff auf alle seine Projekte.

Canva, das zeigt sich schnell, ist zwar recht einfach zu bedienen, bietet aber trotzdem viele Möglichkeiten. Im Prinzip ersetzt es für gelegentliches Nutzen ein Grafik-Programm. So lassen sich damit nicht nur Bilder verarbeiten, sondern auch Plakate und Flyer erstellen, digital und – das ist besonders wichtig – auch als druckfähige Vorlage. Dass es die Möglichkeit gibt, Druckerzeugnisse direkt aus der App oder von der Website aus zu bestellen, sei nur am Rande erwähnt. Mit einer PDF-Datei in korrekter Auflösung lassen sich überall Druckerzeugnisse erstellen.

Was also bietet denn Canva unter dem Strich? Im Prinzip alles, vom Hintergrund über Schriften bis hin zu Rahmen. Vieles ist kostenlos erhältlich, für einige Designs werden zusätzliche Gebühren fällig. Da die aber transparent aufgelistet werden, besteht keine Gefahr, irgendetwas versehentlich zu kaufen. Hat man beispielsweise einen Hintergrund gekauft, kann man den immer wieder verwenden.

Canva kommt mit vergleichsweise wenigen Schaltflächen aus. Wer ein Element, beispielsweise eine Schrift, antippt, kann mit zwei Fingern die Größe und Ausrichtung ändern, es erscheinen Schieberegler für Transparenz und Buchstabenabstand. Außerdem gibt es immer die Möglichkeit, Elemente in den Vordergrund zu holen oder weiter nach hinten zu verschieben.

Überaus lohnenswert ist ein Blick auf die Vorschläge für neue Projekte. Denn dort gibt es fertige Vorlagen für Facebook-Titelbilder, Instagram-Posts und andere alltägliche Dinge. Damit ist dann alles schon in der richtigen Größe angelegt und kann nach Belieben gefüllt werden – natürlich auch mit eigenen Fotos.

Canva für iPhone und iPad (gratis), ab iOS 9.1
Downloadgröße 154 MB, Entwickler: Canova Pay Ltd, Version 2.5.2
https://itunes.apple.com/de/app/canva-photo-editor-design/id897446215?mt=8

Foto-Apps Besprechung 12 / 2017

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