iPhone-App Decim8 - Design per Fingertipp

Filter-App die es in sich hat

So ein gewisser Reiz liegt in jeder Zerstörung. Bei digitalen Fotos geht das recht schmerzfrei und zumindest dem Originalbild droht bei der Filter-App Decim8 keine Gefahr. Denn das Original bleibt wie immer erhalten. Ansonsten aber sind leise Töne nicht die Stärke dieser App, die auf starke Effekte setzt.

Die Filter sind so benannt dass man vom Namen auf die Funktion schließen kann
Die Filter sind so benannt dass man vom Namen auf die Funktion schließen kann

Filter-App clever programmiert

Decim8 ist eine Filter-App aus Apples App Store für iPhone und iPad, die es in sich hat. Zumindest was den Grad der Veränderung betrifft. Vom Original bleibt da gewissermaßen nur die Hülle. Aber der destruktiven Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ganz im Gegenteil, ist dieses kleine Programm recht clever programmiert und so lassen sich auch mehrere der Filter nacheinander anwenden. Filterkombinationen lassen sich auch speichern und dann mit einem Fingertipp anwenden. Das ist vor allem für all diejenigen interessant, die Serien erstellen wollen.

Mehrere Filter lassen sich einfach kombinieren
Mehrere Filter lassen sich einfach kombinieren

Einfach aufgebaut mit Verbesserungsmöglichkeiten

Decim8 ist im Prinzip recht einfach aufgebaut und eine Tour gibt dem Benutzer auch eine kurze Einführung in Englisch. Dennoch sollten die Programmierer sich nochmals überlegen, ihre Schaltflächen etwas zu überarbeiten, denn intuitiv tippt man immer gern mal eine an, die dann zum falschen Untermenü führt. So weist der nach unten führende Pfeil eben nicht zum Speicherort, sondern reduziert das Bild auf eine Ebene, so dass anschließend ein weiterer Filter angewandt werden kann. Nach einigen wenigen Durchgängen findet man sich dann aber schnell zurecht.

Eine kurze Einführung macht mit den wichtigsten Funktionen vertraut
Eine kurze Einführung macht mit den wichtigsten Funktionen vertraut

Ganz nett ist die Möglichkeit, Bilder mit einem einzigen Fingertipp wahlweise horizontal oder vertikal zu spiegeln. Alleine diese beiden Schaltflächen machen dann schon die Hälfte aller Menüpunkte im Bild aus. Einige andere sind außen herum angeordnet, auf dem iPhone zwar immer ein sportliches Unterfangen, bei Decim8 aber ganz gut gelöst.

Zufallsfilter lassen sich einfach auswählen, eindeutig gekennzeichnet durch das Mix-Symbol und bereits bestens bekannt vom CD-Spieler. Welcher Filter angewandt wird, entscheidet sich dadurch zufällig. Wer zielgerichteter vorgehen will, nutzt eine der vier Schaltflächen im Bild. Es öffnet sich ein sehr übersichtliches Scroll-Menü mit eindeutig beschrifteten Filtern.

Einige Hinweise zwischendurch machen das Benutzen der app leichter
Einige Hinweise zwischendurch machen das Benutzen der app leichter

Und weil es ja nicht immer gleich das volle Brett der Zerstörung sein muss, diese Beschreibung trifft auf diese Sammlung von Filtern besonders gut zu, gibt es einen einfach zu bedienenden Schieberegler, mit dem sich die Intensität des jeweiligen Filters einstellen lässt. Ganz nett ist übrigens in diesem Zusammenhang auch das Symbol, um das Bild auf volle Größe zu vergrößern. So lässt sich dann das eine oder andere Detail, das vielleicht unter einer der halbtransparenten Schaltflächen verborgen ist, besser betrachten.

Was Decim8 leider fehlt, ist eine Möglichkeit, das Bild zu vergrößern, um die Veränderungen wirklich im Detail betrachten und bewerten zu können. Wer einen Zwischenstand braucht, dem bleibt nichts anderes übrig, als das Bild zu speichern und in der nativen Apple-Foto-App einen genauen Blick darauf zu werfen.

Decim8 für iPhone ab 5s und iPad ab iPadAir (1,09 Euro), ab iOS 10.0
Downloadgröße 54 MB, Entwickler: Kris Collins, Version 5.0.3
https://itunes.apple.com/de/app/decim8/id392720563?mt=8

Foto-Apps Besprechung 04 / 2018

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