Effektfilter - Von Ölbild bis Comic

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© Blende, Costas Efthimiadis, Erosion

Bevor die Menschen das Fotografieren erfanden, zeichneten und malten sie alles, was sie um sich herum sahen. Die verschiedenen Malstile füllen heute Museen rund um die Welt. Mit ein bisschen Schummeln schafft auch Ihr heute ein Mosaik, ein Aquarell oder ein Ölbild. Und zwar in wenigen Sekunden. Der Trick heißt Effektfilter und findet sich in nahezu jedem Bildbearbeitungsprogramm für Computer. Für Tablets und Smartphones gibt es sogenannte Apps und auch aktuelle Kameras sind mit zahlreichen Effektfilern ausgestattet.

Der Name Filter erinnert an die Glasfilter, die vor Kameralinsen geschraubt werden und dann zum Beispiel das Bild duftiger erscheinen lassen, die Farben greller machen oder an besonders hellen Stellen kleine Lichtstrahlen aufleuchten lassen. Bildbearbeitungs- und Kameraprogramme beziehungsweise Apps ahmen solche Effekte nach und heißen ebenfalls Filter, obwohl viele der Anwendungen gar nichts mehr mit den Gläsern zu tun haben.

So gibt es Filter, die bunte Rahmen um Fotos herumziehen. Das sieht besonders für Bilder zum Verschenken oder An-die-Wand-Hängen hübsch aus. Wichtig ist aber, dass Ihr Geschmack beweist. Rahmen und Bild sollten zusammenpassen. Ein Tipp: Die stärkste Farbe im Bild auch für den Rahmen wählen. Ansonsten kann man mit Gold und Silber wenig falsch machen.

Die Anwendung von Effektfiltern ist einfach. Oft zeigt ein Vorschaubild live, was mit dem Bild passiert. Dann kann man die Stärke eines Effekts einstellen. Wenn man etwa ein Gesicht wie durch eine Glaskugel verzerrt sehen will, kann man diesen Wölbungseffekt mehr oder weniger stark dosieren. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, und nahezu jeder denkbare Effekt lässt sich irgendwo im Internet finden. Es gibt Filter, die eine Sonne an einen hellblauen Himmel zaubern. Bei anderen scheint sich das Foto an den Stellen zu verflüssigen, über die man mit dem Cursor fährt. Ihr könnt auch Euren eigenen Comic basteln. Fotografiert die entsprechenden Szenen. Probiert dann ein paar Effektfilter aus: Einige lassen die Fotos wirklich wie Comic-Bilder aussehen. Dazu gibt es auch noch Effektfilter, die Sprechblasen einfügen. Fertig! Vermutlich landen Eure Meisterwerke später nicht im Museum, aber sie werden trotzdem vielen Menschen Spaß und Freude bereiten – am meisten Euch selbst.

Foto Jugend Ratgeber 05 / 2012

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