Sammeln mit der Kamera - Schwerpunkt setzen

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© Blende, Matthias Braun, Türschloss mal anders

Fotomotive gibt es in Hülle und Fülle. Auch, wenn einen aus fotografischer Sicht nicht alle gleichbedeutend ansprechen, so sind es immer noch so viele, dass man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Die Folge ist, dass man tolle Fotomotive, die quasi vor einem liegen, gar nicht wahrnimmt. Ihr kennt das sicherlich, wenn man sich etwas Bestimmtes kaufen möchte, wie beispielsweise eine Kamera – auf einmal nimmt man die zahllosen Werbebotschaften dazu in den unterschiedlichsten Medien war. Genauso ist das auch bei den Fotomotiven. Erst wenn man den Fokus auf einen bestimmten Motivbereich lenkt, wird die Vielfalt transparent. Nehmen wir hier zum Beispiel die Graffitis. Wir sind umgeben von ihnen, aber die wenigsten registrieren wir und dabei sind ganz tolle Motive dabei, die sich lohnen, mit der Kamera eingefangen zu werden. Ein anderes Beispiel sind Brücken. Wir nutzen sie zwar intensiv, aber welche Faszination sie auf uns ausüben können, wird für uns erst sichtbar, wenn wir unser Augenmerk mit dem Blick durch die Kamera auf sie richten. Die Beispiele für solche Motive, von denen wir umgeben sind und an denen wir achtlos vorrübergehen, lässt sich beliebig erweitern mit Straßenschildern, überquellenden Mülleimern, Gullideckeln mit Botschaften, Türen, Briefkästen, Vorgärten bis hin zu Hund, Katze, Maus etc.

All diese Motive erzählen Geschichten und die werden noch spannender, wenn sie nicht alleine stehen sondern in Form einer Collage zu einem Ganzen zusammengeführt wird. Übrigens bezeichnet eine Collage sowohl eine Technik der bildenden Kunst als auch ein in dieser Technik geschaffenes Kunstwerk. Man schafft ein neues Ganzes, indem man beispielsweise die unterschiedlichsten Aufnahmen von Graffitis auf einer Unterlage zu einem neuen Ganzen zusammenführt. Hier habt Ihr mit dem klassischen oder digitalen Weg zwei Optionen. Beim klassischen Weg printet Ihr Eure Aufnahmen beispielsweise im Format 10 × 15 cm aus und klebt diese dann auf einen großen Pappkarton beispielsweise im Format 50 × 60 cm. Wenn ihr über einen Computer verfügt oder den von Euren Eltern nutzen dürft, so könnte Ihr auch den digitalen Weg gehen. Sehr praktisch ist hier das Angebot der Bilddienstleister, die auch selbstgestaltete Fotokalender und Fotobücher anbieten. Die haben Collagevorlagen, in die man einfach seine Aufnahmen hineinziehen kann. Die von Euch gestaltete Collage könnt Ihr dann in Eurer Wunschgröße ganz groß herausbringen. Ein toller Blickfang in Eurem Zimmer.

Foto Jugend Ratgeber 07 / 2015

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1 Kommentare

kann ich nur zustimmen ich sammle gern kuriose Straßenschilder oder Schilder vor Geschäften. Macht total Spaß

von Julia
08. Juli 2015, 16:46:26 Uhr

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