Smartphone und/oder Kamera - Was ist das bessere Aufnahmegerät

© Fotograf: Lena Bäcker, Fotoshooting auf dem Times Square, Blende-Fotowettbewerb Bildgalerie betrachten

© Fotograf: Lena Bäcker, Fotoshooting auf dem Times Square, Blende-Fotowettbewerb

Die Vielfalt an Aufnahmegeräten ist gigantisch – noch nie gab es so viele unterschiedliche Modelle, angefangen von Smartphones über Action Cams, Kompaktkameras bis hin zu kompakten System- und Spiegelreflexkameras (das sind die Kameras, bei denen man die Objektive wechseln kann). Die Bandbreite ist noch sehr viel größer, quasi nach dem Motto „Für jede Situation das passende Aufnahmegerät“. Ihr selbst seid möglicherweise bereits auch im Besitz von wenigstens zwei Aufnahmegeräten, nämlich eines Smartphones sowie einer Kamera und wisst um die Vorzüge des jeweiligen Aufnahmegerätes. Viele von Euch haben aber eventuell bisher nur ein Smartphone und stellen sich die Frage, warum sie sich denn eine Kamera kaufen sollten, wo das doch auch Bilder macht.

Also zunächst ist das Aufnahmegerät, das man bei sich hat, das Beste. Da man heute die eigenen vier Wände – außer es gibt ein Schulprojekt, wo es heißt, es für eine bestimmte Zeitdauer abzugeben – nicht mehr ohne sein Smartphone verlässt, führt man es ständig mit sich. Wir bezeichnen das Smartphone deshalb auch als „Immer-Dabei-Kamera“. Was zeichnet Smartphones grundsätzlich aus Fotosicht aus: Sie haben eine kleine Optik und die Aufnahmen werden über einen kleinen Sensor eingefangen. Euch ist sicherlich aufgefallen, dass wir zweimal klein aufgeführt haben, denn auch wenn die Fotofunktionen von Smartphones immer besser werden, so führt diese Kleinheit dazu, dass man bei dem Fotografieren mit dem Smartphone vielfach Abstriche machen muss und die Bilder oftmals nur auf dem Smartphone-Display gut wirken. Aus fotografischer Sicht ist ein Nachteil von Smartphones, dass die Optik ungeschützt und dementsprechend meist verunreinigt ist – dies wirkt sich natürlich nachteilig auf die Bildqualität aus. Die kleine Optik im Zusammenspiel mit kleinen Sensoren führt zudem dazu, dass die Bildqualität mächtig zu wünschen übrig lässt, wenn die Lichtverhältnisse nicht optimal sind.

Stellt man aktuelle Kameramodelle den Smartphones gegenüber, dann fällt sofort auf, dass nicht nur die Optik größer ist, sondern auch das Gehäuse mit den in der Regel größeren Sensoren. Kameras sind auf das Fotografieren und Filmen perfektioniert – Smartphones hingegen haben viele Funktionen zu erfüllen, weshalb sie oftmals auch als „Eierlegende Wollmilchsau“ bezeichnet werden. Smartphones können dementsprechend dem Nutzer nicht das gleiche wie Kameras bieten. Dem fotografischen Spiel mit der Kamera kommt entgegen, dass sie wesentlich besser in der Hand liegen. Zudem sind sie mit einer größeren Optik ausgestattet – dass die qualitativ bessere Bild- und Videoergebnisse liefern muss, versteht sich von selbst. Ja, und auch das gesamte technische Innenleben von Kameras garantiert Euch nicht nur eine bessere Foto- und Videoqualität, sondern auch, dass die Kamerafeatures Euer kreatives Spiel besser unterstützen.

Zusammenfassend kann man klar sagen, dass Kameras das bessere Aufnahmegeräte sind. Oftmals hat man sie aber nicht mit dabei und dann ist es natürlich verständlich, dass man sich der Fotofunktion seines Smartphones bedient.

Foto Jugend Ratgeber 11 / 2015

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