Christian Höhn - MEGACITY | ONE STATION 2006 - 2018

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Christian Höhn mit unterschiedlichen urbanen Themen. In dieser Schau, noch zu sehen bis zum 4. November 2018 im Herforder Kunstverein, werden u.a. großformatige Acrylarbeiten und Leuchtkästen aus verschiedenen Werkreihen der letzten 12 Jahre gezeigt.

Christian Höhn, Tokio II, 2013
Christian Höhn, Tokio II, 2013
Lightjetprint, Diasec, 153,3 × 207 cm

MEGACITIES

Seit über zehn Jahren beschäftigt sich Christian Höhn mit dem Phänomen der Megacity. Seine zumeist von erhöhtem Standort fotografierten Großstadtkulissen lösen vielfältige Assoziationen aus, vermitteln Monumentalität und nicht selten Gefühle wie Anonymität und Entfremdung. Die großformatigen Arbeiten zeigen auf eindrucksvolle Weise die Vielfalt und zugleich eine gewisse Uniformität der internationalen Urbanisierung. Gezielte Farbnuancierungen und Blickwinkel übersteigern jene klare Stadtästhetik, die Schein, Stil und Design zur zentralen Maxime erhebt, der man sich letztlich aber auch nicht entziehen kann. Christian Höhn greift diese Zielrichtung in seinen Arbeiten auf und unterstreicht seine Sichtweise durch die Mittel der modernen Fotografie. Dennoch handelt es sich um authentische Abbilder, die durch die Präsentation hinter Acrylglas/Diasec oder im Leuchtkasten eine noch stärkere Brillanz entwickeln.

Christian Höhn, Paris II, 2010
Christian Höhn, Paris II, 2010
Lightjetprint, Diasec, 148,5 × 198 cm

Die völlig menschenleeren Bilder drücken mehr aus, als man auf den ersten Blick erkennt. Der Betrachter zieht unwillkürlich Rückschlüsse auf die Bewohner, deren Umfeld, Befindlichkeiten, Bedürfnisse, Ansprüche, aber auch Ängste. So werden – obwohl unsichtbar – der Mensch sowie die Frage nach seiner Lebensideologie zum eigentlichen Thema. Die Serie Megacities umfasst inzwischen mehr als 50 Arbeiten und wird national und international in öffentlichen Häusern und Galerien gezeigt.

Christian Höhn, Jerusalem I, 2017 (Ausschnitt)
Christian Höhn, Jerusalem I, 2017 (Ausschnitt)
Fineart-Print, 91,6 × 140 cm

One Station

Schriftsteller verschiedener Epochen und Kulturkreise entdeckten Bahnhöfe als dramatische Bühnen für ihre literarische Fiktion. Christian Höhn konnte sich mit Unterstützung der Deutschen Bahn Stiftung auf die Reise begeben, um diese Schauplätze der Weltliteratur zu besuchen. Mit großformatigen Fotografien überschreitet er die Grenze zwischen Realität und Poesie, schafft surreale Abbilder der Bahnhofsgebäude und lässt den Betrachter teilhaben an seiner Suche nach den großen Emotionen der Literatur.

Christian Höhn, Grand Central Terminal, New York, 2014
Christian Höhn, Grand Central Terminal, New York, 2014
Duratrans, LED-Leuchtkasten, 180 × 222 × 19 cm

Weitere Informationen: www.herforder-kunstverein.de

Änderungen vorbehalten.

Fotoausstellungen 08 / 2018

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