Fotokunstakademie „WennHeldenReisen“ verabschiedet ersten Jahrgang mit Werksausstellung

Expressive Bilderschau der Absolventen ab 24. März 2018 in Dießen am Ammersee

Reisen gehört mit zum Konzept. Wer eine Ausbildung bei der FotokunstAkademie „WennHeldenReisen“, beginnt, sollte beweglich sein. Die sogenannten Impulswochen, mehrfach während des Studiums stattfindende Themenwochen, führen die Teilnehmer in wechselnde expressive Landschaften Deutschlands. Dort heißt es heraus aus der fotografischen „Komfortzone“ und hinein in eine intensive Beschäftigung mit der eigenen Motivation, Wahrnehmungsschulung und Erkennen des eigenen fotografischen Bedürfnisses.

Die Akademie verfolgt einen künstlerischen Anspruch, der in der fotografischen Welt immer präsenter wird: die Abkehr von einer Fotografie, die als vorwiegend technisches Medium mit universellen ästhetischen Idealen diskutiert wird, hin zum ganz persönlichen Ausdruck. „Wirklich gelingen wird mein Bild nur, wenn es mich tief erwischt „– dieses Motto schwebt über jeder praktischen Übung und jeder Bildbesprechung. Die Absolventinnen des ersten Jahrgangs haben diese Reise nun gemeistert und präsentieren ihre Bilder in den Ausstellungsräumen des „Blauen Haus“ in Dießen ab dem 24. März der Öffentlichkeit.

Ingeborg Mühlhoff: Sieben Kapitel zum Wasser
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Den drei Initiatoren Carmen Kubitz, Jürgen Wassmuth und Martin Timm geht es allerdings mehr um Prozesse als um Resultate: Um Schöpferische Intensität und nachhaltige Wirkung. Dabei bringen die Gründer von „WennHeldenReisen“ einen ganz unterschiedlichen fotografischen Hintergrund mit: Carmen Kubitz ist seit über 10 Jahren Leiterin der Fotoschule „Zooom-in“, wiederkehrende Themen bei ihren abstrahierten Naturfotografien sind Verschmelzung und Auflösung, Jürgen Wassmuth wurde bekannt mit seinen intensiven Schwarzweiß-Portraits und Reportagen, derzeit ist seine Ausstellung „Eternity“ in der Düsseldorfer Weithorn-Galerie zu sehen. Martin Timm bezieht sich in seinen Arbeiten häufig auf Philosophie und Literatur, sein Buch „Haiku fotografieren – ein neuer Ansatz der Naturfotografie“ wurde gerade ausgezeichnet.

Interdisziplinäres Konzept:

Für „WennHeldenReisen“ verdichten sie ihre fotografischen Herangehensweisen zu einem Gesamtkonzept, das den Teilnehmern maximale künstlerische Entfaltung ermöglicht. Die Berührung mit Malerei und Musik, Dichtung und Tanz nimmt darin eine stärkere Rolle ein als herkömmliche fototechnische Qualitätskriterien. Das Ziel: Bei den Teilnehmern Visionen initiieren, Räume schaffen. “Unser Job ist Kunst, außerhalb und innerhalb der Akademie: Wir verfolgen Bilder, die explizit etwas mit uns zu tun haben. Erst dann schöpfen wir das Medium, in dessen Diensten wir uns sehen, voll aus. Das macht die Fotografie für uns spannend.“

„Die Macher“: Martin Timm, Carmen Kubitz, Jürgen Wassmuth
„Die Macher“: Martin Timm, Carmen Kubitz, Jürgen Wassmuth

Persönliches Coaching als Kernstück

Schwerpunkt des Studiums sind die Semesterarbeiten zwischen den Impulswochen, jeweils durchgehend von einem Coach betreut, der mit jedem Semester wechselt. Das vermeidet einseitige Identifikationen, öffnet den Blick und gewährleistet schöpferische Vielfalt. Der Wechsel ermöglicht den Studenten zudem die Sichtweisen auf die verschiedenen Bildauffassungen und flexiblen Annäherungswege der Dozenten an die Praxis-Projekte. In Dießen werden nun die Resultate der letzten beiden Studienjahre zu sehen sein. Die Abschluss-Arbeiten können bis 6. April 2018 besichtigt werden. Die Ausstellung im Blauen Haus, Prinz-Ludwig-Straße 23, 86911 Dießen, ist öffentlich ebenso wie die Vernissage am 24. März ab 19.30 Uhr mit Bilderschauen, Interviews und Künstlergesprächen.

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Fotoausstellungen 03 / 2018

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