Selbstgestaltete Fotobücher - Familienchronik

Familienchronik Bildgalerie betrachten

Die Anlässe für selbstgestaltete Fotobücher sind vielfältig. Denken wir nur an das Fotojahrbuch, das Fotobuch mit den sehenswertesten Rückblicken vom Urlaub, der Hochzeit oder der Geburt des Nachwuchses. Sehr beliebt sind Fotobücher auch zur Dokumentation von eigenen Sammlungen, sei es Porzellan, Schmuck, Münzen oder Teddys. Selbstgestaltete Fotobücher sind auch immer dann ein Thema, wenn es um die Dokumentation von Wertgegenständen geht – bei Diebstahl kann man so der Versicherung gegenüber den entsprechenden Nachweis erbringen. Für die Familienchronik sind selbstgestaltete Fotobücher prädestiniert. Solche Familienchroniken sind nicht nur für einen selbst ein wertvolles Gut, sondern auch hervorragende Geschenke zur Volljährigkeit des Nachwuchses, wenn ein runder Geburtstag oder ein Jubiläum, wie die silberne oder goldene Hochzeit, ansteht. Nachstehend einige Tipps auf dem Weg zur sehenswerten Familienchronik.

Sich nicht verzetteln – Bildauswahl

Bevor es mit der Gestaltung des Fotobuches losgeht muss erst einmal die Bildauswahl erfolgen. Das braucht seine Zeit, denn der Rückblick kann sich je nach Intention über mehrere Jahrzehnte erstrecken. In Vorteil sind all diejenigen, die ein geordnetes Bildarchiv und chronologisch geführte Fotoalben und Fotobücher haben. Bei der Durchsicht von Papierbildern, Negativen, Dias und der digitalen Bilddaten verzettelt man sich schnell und schwelgt zudem in der Vergangenheit. Zu Beginn der Bildauswahl sollte man sich überlegen, wie viele Aufnahmen man beispielsweise pro Jahrzehnt mindestens und maximal in der Familienchronik unterbringen möchte. Angenommen man macht eine Familienchronik über die letzten 50 Jahre und würde pro Jahrzehnt lediglich zehn Aufnahmen auswählen dann wären das in der Summe 50 Aufnahmen. Das ist zu wenig und würde zudem im Umkehrschluss bedeuten, dass man pro Jahr nur eine Aufnahme für die Familienchronik auswählen kann. Mit zehn Aufnahmen pro Jahr – das wären für ein Jahrzehnt 100 Aufnahmen – ist man wesentlich besser beraten. Gegebenenfalls muss situationsbedingt auch die Anzahl an Aufnahmen in einem Jahrzehnt erhöht werden. So viel Flexibilität sollte man sich gönnen, denn nur so können besondere Ereignisse auch entsprechend gewürdigt werden. Ein anderer Ansatz ist, statt in Jahrzehnten in Jahren zu denken und beispielsweise jedem Jahr wenigstens eine Doppelseite einzuräumen.

Da die Welt noch nicht immer digital war, muss bei einer Familienchronik über die letzten 50 Jahre und mehr auf analoges Bildmaterial zurückgegriffen werden. Das bedeutet, Papierbilder, Negative und/oder Dias zu sichten und das in Frage kommende analoge Material einzuscannen. Ist man nicht selbst im Besitz eines Scanners, so gibt es genügend Dienstleister, die dies für einen übernehmen. Je besser die analogen Vorlagen sind, desto brillanter ist die digitale Bildqualität. Scanprogramme sind heute wahre Wunderwerkzeuge mit denen sich Beschädigungen im Handumdrehen beseitigen lassen. Wichtig bei der Digitalisierung sind Vermerke aus welchem Jahr die Aufnahmen sind. Zudem sollte man auch für sich hinterlegen, wer auf den Bildern zu sehen ist und wo die Aufnahmen entstanden sind. Macht man diese Notizen nicht, dann muss man gegebenenfalls bei der Gestaltung der Familienchronik die Daten eventuell noch einmal raussuchen – das kostet zusätzliche Zeit.

In der Familie rumfragen – Nicht nur eigene Bilder kommen in Frage

Auch, wenn man selbst über einen großen Fundus an Bildern für die visuelle Umsetzung der Familienchronik verfügt, so sollte man Familienmitglieder und enge Freunde in das Projekt involvieren und auch deren Bilder sich dahingegen anschauen, ob diese nicht in der Familienchronik einen festen Platz verdient haben.

Layout – Eine Frage des Fotobuchformates

Das gewählte Layout für die Familienchronik hängt vom gewählten Fotobuchformat ab. Auch, wenn das DIN A4 Buchformat sehr handlich ist, so steigt nach Auskunft der Anbieter die Nachfrage nach größeren Fotobuchformaten. Größere Fotobuchformate haben den Vorteil, dass die Familienchronik „luftiger“ in der Gestaltung ist und man zudem neben den Fotos auch noch ausreichend Platz für schriftliche Ausführungen hat. In jedem Fall ist einem festen Einband – also dem Hardcover – der Vorzug zu geben. So eine Familienchronik ist ein Werk, das durch viele Hände geht und Jahrzehnte Bestand hat.

Im Vorfeld sollte man sich einen groben Plan machen, welche Struktur man seiner Familienchronik gibt. Den Bildern ist genügend Platz und dementsprechend Größe einzuräumen. Bei der Gestaltung beziehungsweise Gliederung der Familienchronik kann man nach Jahren oder nach Jahrzehnten vorgehen. Ist letzteres der Fall, so kann man beispielsweise jedem Jahrzehnt eine andere Hintergrundfarbe geben – davon würden wir allerdings abraten, wenn die Familienchronik in Jahre gegliedert wird. Das Grundlayout mit der Anordnung der Fotos auf den Fotobuchseiten sollte wenigstens für ein Jahrzehnt beibehalten werden, denn ansonsten läuft man Gefahr, dass man die Fokussierung auf das Wesentliche verliert, weil man sich immer wieder auf ein neues Seitenlayout einstellen muss.

Stammbaum und schriftliche Ausführungen

Umfasst die Familienchronik mehrere Jahrzehnte und hat man eine große Familie, so sollte man die Familienchronik mit einem Stammbaum beginnen. Hier hat man die Option, nur Namen mit Geburts- und Sterbedatum zu verankern. Eine Option ist ein Porträtbild zu den Angaben zu hinterlegen.

Bei einer Familienchronik sollte man mit Worten nicht geizen, auch wenn es sich vorrangig um ein Fotoalbum handelt. Neben der Jahreszahl sollte beispielsweise vermerkt sein, wer auf den Bildern zu sehen ist. Sofern man über diese Information verfügt, sollte man in der Familienchronik auch besondere Ereignisse und Anekdoten zum Besten geben. Eine weitere Option sind auch Ausführungen zum Weltgeschehen.

Fotobuch selbstgemacht 03 / 2017

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