Fototouren an geheimen Orten

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Lost Places liegen bei Fotografen hoch im Kurs. Das verwundert nicht, stehen diese verlassenen Orte für Vergangenes. Fotografien dieser Orte sind eine visuelle Entdeckungsreise – Spiegelbilder für die Vergänglichkeit. Und diese ist einem stetigen fortschreitendem Wandel unterworfen. Das fotografische Themenspektrum ist grenzenlos, auch wenn verlassene Gebäude meist im Vordergrund der fotografischen Betrachtung liegen. So auch in der Neuerscheinung „Fototouren an geheimen Orten“. Es ist ein Werk, dass nicht nur Lust macht, sich fotografisch dem Themengebiet der Lost Places Fotografie zu stellen. Die Autoren Andreas Bötther, Charlie Dombrow und Thilo Wiebers zeigen in ihrem Werk eindrucksvoll die Vielfalt auf. Und manche Station, insbesondere dann, wenn die Buchautoren den visuellen Vergleich mit früher und heute eingehen, bringt Wehmut hervor. Am liebsten würde man die Zeit anhalten wollen und bewahren. Die Neuerscheinung ruft zum Urban Explorer auf und zu Orten vorzudringen, die andere meiden. Alte Fabriken, unbewohnte Häuser, aufgegebene Sanatorien, verlassene Klöster und Kirchen, ehemalige Militäranlagen, vergessene Hotels und pittoreske Geisterhäuser findet man überall – wenn man danach sucht. Und es lohnt sich, das führt einem eindringlich die Neuerscheinung, die ein Potpourrie bekannter und weniger bekannter Lost Places zeigt. Großes Kino!

Verlag Franzis 288 Seiten, vierfarbig, gebunden, ISBN 978-3-645-60515-1, € 39,95 (D).

Fotobücher 01 / 2018

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