Duesseldorf Photo Weekend 2018

aus der Serie Yalla Habibi – Living with War in Aleppo © Hosam Katan Bildgalerie betrachten aus der Serie “Yalla Habibi – Living with War in Aleppo” © Hosam Katan

Vom 16. bis 18. Februar 2018 findet das Duesseldorf Photo Weekend statt. Zur siebten Edition des Duesseldorf Photo Weekend präsentieren mehr als 40 Institutionen, Galerien und Off-Spaces ein vielfältiges Programm rund um das Medium Fotografie. Aktuelle Tendenzen in der Fotografie, Fragen im Hinblick auf den Bedeutungswandel der Bildkultur und der Gesellschaft, stehen hier in Reflexion mit Fotografie und ihrer Kulturgeschichte. Begriffe aus dem fotografischen Diskurs wie Zeitzeugenschaft, das fotografische Archiv, Realitätsgehalt, Vermittelbarkeit, Narration und Abstraktion finden sich in den Ausstellungen wieder, die die große Spannbreite des fotografischen Bildes präsentieren.

Positionen aus dem Nahen Osten bilden einen thematischen Schwerpunkt zum Duesseldorf Photo Weekend 2018

Das Haus der Universität präsentiert Arbeiten von Sonja Hamad, Christoph Bangert und Hosam Katan. Sie zeigen die Realität des Krieges aus unterschiedlichen Perspektiven. Christoph Bangert zählt zu den bedeutendsten deutschen Dokumentarfotografen und ist besonders durch sein Buch „War Porn“ bekannt geworden. Der 23-jährige Syrer Hosam Katan begann bereits mit 18 Jahren als Fotograf für das Aleppo Media Center zu arbeiten. Er verließ Syrien Ende 2015. Seit 2016 studiert er an der Hochschule Hannover Fotojournalismus. Die in Damaskus geborene Sonja Hamad immigrierte 1990 mit ihrer kurdischen Familie nach Deutschland. Ihre Arbeit „Women, Life, Freedom“ ist ein Portrait junger Kurdinnen, die in Syrien und dem Irak gegen den IS kämpfen. Vielseitige Vorträge zur Fotografie, Diskussionsrunden und Filmvorführungen ergänzen das Programm im Haus der Universität.

Nachstehend ein kleiner Ausschnitt des umfangreichen Programms:

Das K21 zeigt die Ausstellung Against Photography. Eine kommentierte Geschichte der Arab Image Foundation von Akram Zaatari. Seine Videoinstallationen, Filme und fotografischen Objekte drehen sich um eine Reflexion des Fotografischen.

Zwei neue Formate – #FRESH und Neighborhood – ergänzen nun jährlich die thematischen Schwerpunkte des Duesseldorf Photo Weekend. #FRESH bietet einen Einblick in die junge Fotografieszene mit Ausstellungen internationaler Kunsthochschulen. 2018 ist die Akademie für Film und Fotografie (FAMU) aus Prag mit einer großen Ausstellung im Stilwerk vertreten. Unter dem Titel „Ontology of Encounter“ stellt der Kurator Václav Janoščík studentische Positionen zusammen die, wie die Fotografie oszillieren, zwischen dem Expressiven und dem Intimen; dem Tiefen und der Oberflächliche, dem Ernsten und dem Ephemeren.

Unter dem Titel Neighborhood wird ein Stadtteil und seine freie Kunstszene beleuchtet. In diesem Jahr – die lebendige Off-Szene rund um den Worringer Platz. Einleitend für dieses Format gibt es 2018 eine Gruppenausstellung, die sich divers mit dem Thema Neighborhood befasst, mit Arbeiten von Toby Binder, Giya Makando-Willis, Lucia Tollens und Adriano Vannini.

Die Ausstellung ETERNITY in der Johanneskirche Düsseldorf zeigt Fotografien von Benedict J. Fernandez und Jürgen Wassmuth. Zu sehen sind Fotos der letzten Jahre aus dem Leben Martin Luther Kings.

Im Juni 2017 feierte die Julia Stoschek Collection 10-jähriges Jubiläum. Im Rahmen des Duesseldorf Photo Weekend zeigt die Ausstellung GENERATION LOSS mit 48 Arbeiten das gesamte Spektrum der Sammlung. Zum Duesseldorf Photo Weekend präsentiert die Julia Stoschek Collection zusätzlich ein Filmscreening von Tobias Zielony.

Im historischen Ratinger Tor ist Alix Marie, Preisträgerin des Portfolio Reviews 2017 und Foam Talent Awards 2017, mit der Ausstellung „Hippolyta“ vertreten. Ihre fotografischen Installationen, die die Struktur der menschlichen Haut aufgreifen, sind überraschend und radikal. Sie übersetzen die Fotografie in eine skulpturale Dimension und transferieren sie somit in eine erlebbare Wirklichkeit.

Das Polnische Institut Düsseldorf zeigt in der Ausstellung Imago Fotografien von Anna Grzelewska und Zuza Krajewska. Beide Künstlerinnen konzentrieren sich in ihren dokumentarischen Arbeiten auf den Moment des Wandels im Leben junger Menschen, voller Experimente, Fehler und Unschlüssigkeiten.

Weitere Informationen unter: www.duesseldorfphotoweekend.de

Änderungen vorbehalten.

Fotofestivals 01 / 2018

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