RAY 2018 Internationale Fotografie-Triennale widmet sich dem Thema EXTREME

Arno Rafael Minkkinen, Stranda, Norway, 2006 © Arno Rafael, Minkkinen Bildgalerie betrachten Arno Rafael Minkkinen, Stranda, Norway, 2006

Vom 24. Mai bis 9. September 2018 präsentiert die internationale Triennale RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain zum dritten Mal herausragende Positionen der zeitgenössischen Fotografie und verwandter Medien an über zehn Standorten in Frankfurt am Main und der Region. Eröffnet wird RAY 2018 erstmalig mit vier internationalen Festivaltagen. Vom 24. bis 27. Mai 2018 sind Fotobegeisterte, Fachbesucherinnen und -besucher sowie Künstlerinnen und Künstler eingeladen, sich zum Medium Fotografie und dem Triennale-Thema EXTREME auszutauschen. In Kooperation mit über 15 Partnerinstitutionen und Sammlungen und mit zahlreichen Events verspricht RAY zum Sommer 2018 wieder eine facettenreiche Auseinandersetzung mit der Fotografie.

RAY 2018 EXTREME

In inhaltlich miteinander korrespondierenden Ausstellungen zum aktuellen Triennale-Thema EXTREME reflektieren die ausgewählten künstlerischen Positionen über gesellschaftliche Transformationen, Identitätskonzepte und ästhetische Tendenzen im 21. Jahrhundert. Das Reüssieren des Extremen ist seit jeher untrennbar mit der Fotografie verwoben. Was das Extreme heute besonders virulent macht, ist das Übermaß und die grenzenlose Verfügbarkeit digital zirkulierender Informationen und Bilder, die nach einer Ökonomie der Aufmerksamkeit verlangen. Je außergewöhnlicher, unangepasster, randständiger, desto größer die Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wird. Das Extreme weckt die Begehrlichkeit, es ins Bild zu bannen und für die Nachwelt sichtbar zu machen. Die dabei entstehenden Bilder sind ebenso Beweismaterial wie fotografischer Ausdruck einer Faszination für das Außergewöhnliche. Der Punkt, an dem die Norm aufhört und die Abweichung beginnt, ist jedoch einem steten Wandel unterworfen. So blickt RAY 2018 auf Formen des Extremen jenseits des Spektakels. Der Verweis auf das Extreme einer Position erschließt sich zum Teil erst in der Verbindung mit einer anderen, die in ihrer gegenläufigen Thematik, Bildsprache oder auch künstlerischen Strategie einen Antipol bildet. Der Begriff des Extremen steht hier im Kontext der Zeit und im Dialog mit dem Anderen.

RAY 2018 EXTREME präsentiert Ausstellungen der Darmstädter Tage der Fotografie zu Gast im Kunstforum der TU Darmstadt; der Deutsche Börse Photography Foundation in The Cube (Eschborn); des Fotografie Forum Frankfurt; des Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main; und des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main.

Das inhaltliche Konzept von RAY 2018 EXTREME wurde von Kuratorinnen und Kuratoren der beteiligten Institutionen und Sammlungen für Fotografie gemeinsam entwickelt: Anne-Marie Beckmann (Deutsche Börse Photography Foundation), Peter Gorschlüter (MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main), Alexandra Lechner (Darmstädter Tage der Fotografie), Celina Lunsford (Fotografie Forum Frankfurt) und Matthias Wagner K (Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main).

RAY 2018 Partnerprojekte und RAY PLUS

Im Rahmen von RAY 2018 präsentieren die DZ BANK Kunstsammlung, der Frankfurter Kunstverein, die Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim, die Marta Hoepffner-Gesellschaft für Fotografie e.V. im Stadtmuseum Hofheim und der Nassauische Kunstverein Wiesbaden eigens kuratierte Ausstellungen und erweitern das Thema EXTREME um vielschichtige Perspektiven in der zeitgenössischen Fotografie.

Neben RAY EXTREME wird unter dem Titel RAY PLUS über weitere unabhängige Fotografie-Ausstellungen informiert, die im Zeitraum von RAY 2018 im Rhein-Main-Gebiet stattfinden. Hierzu zählen u.a. die Gruppenausstellung “Partial Truth. Eine andere Wirklichkeit — Aspekte des Dokumentarischen in der Fotografie” im MMK 2 (24.3.– 9.9.2018) und der Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2018 im MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst (22.6.– 9.9.2018) sowie die monografische Ausstellung der Fotografin Ursula Schulz-Dornburg im Städel Museum (04.07.–16.09.2018).

RAY 2018 Festival-Kickoff und Begleitprogramm

RAY 2018 beginnt erstmalig mit vier programmintensiven Festivaltagen: Vom 24. bis 27. Mai beschäftigen sich die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler, renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen mit dem Thema EXTREME in Talks, Vorträgen und Workshops. Ziel sind nachhaltige Impulse für Kunstschaffende, Kulturinstitutionen und die Öffentlichkeit zu generieren. Zentrum des Festivals ist das MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main. Während des RAY Festival-Kickoffs sind außerdem Vermittlungsangebote geplant, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene spielerisch an das Medium der Fotografie und Aspekte des Triennale-Themas heranführen und selbst aktiv werden lassen.

Als weitere Premiere organisiert RAY 2018 eine Master Class mit dem Fotografen Arno Rafael Minkkinen — in Kooperation mit der HfG Hochschule für Gestaltung Offenbach, der Hochschule Darmstadt, der Kunsthochschule Mainz sowie der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Städelschule. Die Ergebnisse werden im Festival-Zentrum ausgestellt. Mit der Master Class fördert RAY mit Unterstützung von Olympus und der Crespo Foundation einerseits den Austausch der regionalen Kunsthochschulen mit internationalen Künstlern im Bereich der Fotografie und bietet jungen Künstlern andererseits eine öffentlichkeitswirksame Plattform. Darüber hinaus veranstaltet RAY wieder die Workshopreihe RAY JUNIOR, die sich an Schulen in der Rhein-Main-Region richtet.

Über RAY

Das Kooperationsbündnis RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain entstand 2010 auf Initiative des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, um die Kompetenz und Vielfalt der Fotografie in der Region Rhein-Main hervorzuheben und zu bündeln: “Nach den ersten beiden erfolgreichen Ausgaben der Fotografie-Triennale RAY freue ich mich schon auf die Umsetzung von RAY 2018, mit der wir die künstlerische Vielfalt unserer Region und damit unseren Ruf als hervorragende Kunst- und Kulturregion stärken. Wir sehen die internationale Tragweite der RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain als Best-Practice-Beispiel für unsere Förderziele, Projekte zu unterstützen, die eine Strahlkraft über die Region hinaus haben und zur besseren regionalen Vernetzung beitragen” resümiert Kulturfonds Geschäftsführer Dr. Helmut Müller.

Weitere Informationen: http://ray2018.de/

Fotofestivals 12 / 2017

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