RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain 2018 - EXTREME

Dieses Fotofestival sollte man im Blick haben – Da ist für jeden was dabei

Key Visual RAY 2018: Richard Mosse, Incoming, film still, 2017 © Richard Mosse, courtesy of the artist and galerie carlier|gebauer
Key Visual RAY 2018: Richard Mosse, Incoming, film still, 2017
Vom 24. Mai bis 9. September 2018 geht RAY in die dritte Runde. Das Kooperationsbündnis RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain entstand 2010 auf Initiative des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, um die Kompetenz und Vielfalt der Fotografie in der Region Rhein-Main hervorzuheben und zu bündeln. Das Programm zeichnet eine gigantische Vielfalt und damit facettenreiche Auseinandersetzung mit der Fotografie aus.

Mit dem Thema EXTREME werden die RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain 2018 die Bildmächtigkeit anhand einer Vielfalt internationaler künstlerischer Strategien in den Mittelpunkt ihrer dritten Ausgabe stellen. Seit Jahrzehnten findet sich in den Institutionen und Sammlungen in Frankfurt und der Region Rhein-Main eine bemerkenswerte Dichte und Kompetenz im Bereich der Fotografie. Über 40 Künstlerinnen und Künstler, 15 Partnerinstitutionen, 10 Ausstellungsorte und 6 Städte im Rhein-Main-Gebiet schließen sich zusammen und machen diesen Fokus international sichtbar. Nachstehend ein kleiner Auszug.

RAY 2018 Festival-Kickoff

Martin Liebscher, Fifa Boardroom, 2017, aus der Serie Familienalbum © Martin Liebscher, VG-Bildkunst, 2018
Martin Liebscher, Fifa Boardroom, 2017, aus der Serie Familienalbum
Den Auftakt von RAY 2018 bildet vom 24. bis 27. Mai 2018 erstmalig ein viertägiges Festival-Kickoff. In Vorträgen und Paneldiskussionen beleuchten Künstlerinnen und Künstler, Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen sowie das RAY 2018 Kuratorenteam das Phänomen des Extremen aus verschiedenen Perspektiven. Gemeinsam diskutieren sie die Themen und künstlerischen Positionen der EXTREME Ausstellungen, um neue Impulse für Kunstschaffende, Kulturinstitutionen und die Öffentlichkeit zu generieren. Zentrum des Festivals ist das MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main. Während des RAY Festival-Kickoffs sind außerdem Vermittlungsangebote geplant, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene spielerisch an das Medium Fotografie und Aspekte des Triennale-Themas heranführen. Mit interaktiven Workshops und Gewinnspielen werden die Besucherinnen und Besucher selbst aktiv. Ermöglicht wird das Festivalprogramm von der Deutsche Börse Photography Foundation.

RAY MASTER CLASS und RAY JUNIOR

Martin Parr, Melting ice-cream cones, aus der Serie common sense, 1995–1999 © Martin Parr
Martin Parr, Melting ice-cream cones, aus der Serie common sense, 1995–1999
Als weitere Premiere initiiert RAY 2018 eine MASTER CLASS in Kooperation mit der HfG Hochschule für Gestaltung Offenbach, der Hochschule Darmstadt, der Kunsthochschule Mainz sowie der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Städelschule. Die Ergebnisse werden im Festival-Zentrum MMK 3 während der Festivaltage ausgestellt. Mit der MASTER CLASS fördert RAY mit Unterstützung von Olympus und der Crespo Foundation den Austausch der regionalen Kunsthochschulen und ermöglicht jungen Fotografinnen und Fotografen eine öffentlichkeitswirksame Plattform. Die MASTER CLASS wird von Arno Rafael Minkkinen geleitet, dessen Werk in der Ausstellung EXTREME. BODIES zu sehen ist.

Darüber hinaus veranstaltet RAY 2018 die Workshopreihe RAY JUNIOR, die sich an Schulen in der Rhein-Main-Region richtet. Aus den Workshop-Ergebnissen entsteht mit der Unterstützung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain eine Publikation.

Inhaltliches Ausstellungskonzept RAY 2018 EXTREME

Das inhaltliche Konzept von RAY 2018 EXTREME wurde gemeinsam von folgenden Kuratorinnen und Kuratoren entwickelt: Anne-Marie Beckmann (Deutsche Börse Photography Foundation), Peter Gorschlüter (MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main), Alexandra Lechner (Darmstädter Tage der Fotografie), Celina Lunsford (Fotografie Forum Frankfurt) und Matthias Wagner K (Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main). Dieses Team hat fünf Ausstellungen erarbeitet, in denen die ausgewählten künstlerischen Positionen unterschiedliche Aspekte des Extremen beleuchten.

Die Ausstellung EXTREME. SELF, präsentiert von den Darmstädter Tagen der Fotografie in Kooperation mit dem Kunstforum der TU Darmstadt, zeigt die drei Künstlerinnen Aneta Grzeszykowska, Laís Pontes und Isabelle Wenzel, die sich ebenso persönlichen wie ideenreichen Aspekten der Wahrnehmung des Selbst widmen und sich jenseits des Selfie-Wahns bewegen.

Die Deutsche Börse Photography Foundation zeigt mit der Ausstellung EXTREME. TERRITORIES in The Cube (Eschborn) Landschaften, die sich durch politische und wirtschaftliche Entwicklungen in zum Teil dystopische Orte verwandelt haben. Präsentiert werden Arbeiten von Christoph Bangert, Anne Heinlein und Göran Gnaudschun, Sze Tsung Nicolás Leong, Gregor Sailer und Guy Tillim.

Ami Vitale, Wolong China Conservation & Research Center for the Giant Panda, aus der Serie Pandas Gone Wild, 2015 © Ami Vitale
Ami Vitale, Wolong China Conservation & Research Center for the Giant Panda, aus der Serie Pandas Gone Wild, 2015
Das Fotografie Forum Frankfurt widmet sich dem ökologischen Wandel: In der Ausstellung EXTREME. ENVIRONMENTS illustrieren Mathieu Asselin, Krista Caballero und Frank Ekeberg, Lois Hechenblaikner, Paula Luttringer, Pradip Malde, Gideon Mendel und Ami Vitale die Auswirkungen des Menschen auf die Umwelt in verschiedenen Teilen der Welt.

Mit Werken von Cao Fei, Richard Mosse und Paulo Nazareth nimmt die Ausstellung EXTREME. NOMADS im MMK 1 des MMK Museum für Moderne Kunst zeitgenössische Formen nomadischer Existenz in den Blick und setzt sich mit der Entgrenzung von Politik, Ökonomie, Gesellschaft und Kultur im digitalen Zeitalter auseinander.

Im Museum Angewandte Kunst werden mit EXTREME. BODIES Darstellungen von Körper und Identität beleuchtet. Die Künstlerinnen und Künstler, u. a. Antoine d’Agata, Arno Rafael Minkkinen, Boris Mikhailov und Carolin Saage, beschäftigen sich mit Gender, Drogenexzessen, randständigen Lebensweisen, Armut, Über-Präsenz sowie dem Verschwinden des eigenen Körpers.

Abisag Tüllmann, Beerdigung von Ensslin, Baader, Raspe, 1977 © bpk/Abisag Tüllmann, Foto: Axel Schneider
Abisag Tüllmann, Beerdigung von Ensslin, Baader, Raspe, 1977
Weitere Informationen unter anderem zu RAY PARTNERPROJEKTE und RAY PLUS auf der Triennale-Webseite www.ray2018.de einen Überblick über alle Ausstellungsorte und -inhalte im Rahmen der RAY 2018 Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain. Ab dem Frühling wird hier ebenfalls über das gesamte Festival-Programm sowie weitere Veranstaltungen informiert. Dank des responsiven Designs können sich Festival- und Ausstellungsbesucher auch von unterwegs stets über aktuelle Ereignisse im Festivalzentrum und Veranstaltungen zu den Ausstellungen informieren.

Änderungen vorbehalten.

Fotofestivals 02 / 2018

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