"US/THEM - Nähe und Distanz" - BRIDGES Fotoprojekt Emscher Zukunft - Projektaufruf

"Das BRIDGES Fotoprojekt der Emschergenossenschaft wirft seit 2005 einen facettenreichen Blick auf den Umbau der Emscher und die Menschen in der Region. Gesucht werden fotografische Arbeiten, die den Wandel auf kreative Weise untersuchen", so Mario Lombardo, Künstlerischer Leiter BRIDGES Fotoprojekt Emscher Zukunft. Ab sofort lädt BRIDGES dazu ein, sich zum diesjährigen Thema "US/THEM - Nähe und Distanz" mit Bilderserien oder noch zu realisierenden Konzepten zu bewerben.

Involviert oder distanziert - vielfältig können die Perspektiven auf den Wandel der Region sein: der Wandel kann alte Grenzen überwinden oder auch neue ziehen. In diesem Spannungsfeld bewegen sich sowohl die unterschiedlichen Akteure der Region, Planer, Bewohner und Politiker als auch die Künstler - bleibt der Fotograf außenstehender Beobachter oder zeigt er seine subjektive Verbundenheit. Das Thema "US/THEM - Nähe und Distanz" suggeriert unterschiedliche Reaktionen auf den Emscher-Umbau.

Die Möglichkeiten der fotografischen Auseinandersetzung mit dem vorgegebenen Thema sind unbegrenzt. Sie kann beobachtend, kommentierend, provozierend, objektiv oder subjektiv sein, abstrakte oder konkrete Perspektiven einnehmen.

Bis zum 12. Januar 2010 können die Bilderserien oder Fotokonzepte eingereicht werden. Die Arbeiten werden von der Jury auf ihre künstlerische Qualität und ihre Auseinandersetzung mit dem Thema hin anonym bewertet. Als Preisgeld für die Bildserien stehen € 15.000,-- zur Verfügung. Dieser Betrag kann von der Jury auf bis zu fünf Bildserien verteilt werden. Neben Bildserien können Bildkonzepte eingereicht werden, in denen die Idee für eine geplante fotografische Arbeit beschrieben wird. Für Bildkonzepte stehen insgesamt € 5.000,-- zur Verfügung, mit denen bis zu zwei Arbeiten gefördert werden können. Alle Informationen und Anmeldeformulare finden sich unter: www.bridges-projects.com

"Die Veränderungen im Emschertal aus der Perspektive des Fotografen festzuhalten - ob in dokumentarischer oder künstlerisch-abstrakter Herangehensweise - sowie Inspiration zu liefern: Dies ist seit Beginn das Ziel des Fotoprojekts Emscher Zukunft. Wir freuen uns, dass über die Jahre nun ein Fundus an Bildern entsteht, der für einen vielschichtigen, lebendigen Umgang mit dem Wandel steht", sagt Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

Die Jury setzt sich aus Vertretern unterschiedlicher Disziplinen zusammen und spiegelt so den interdisziplinären Aspekt des Fotoprojekts wider. Als Jurymitglieder sind angefragt: Ulrich Carow - Regionalverband Ruhrgebiet, Bereichsleiter Umwelt, Dr. Gregor Jansen - Leiter des Museums für Neue Kunst am ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) in Karlsruhe, Prof. Dr. Katharina Liebsch - Goethe Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Soziologie, Markus Schaden - Foto- und Designbuchverlag Schaden, Köln, Dr. Sigrid Schneider - Leiterin Fotoarchiv der Stiftung Ruhr Museum, Prof. Elke Seeger - Folkwang Hochschule, Dr. Jochen Stemplewski - Vorstandsvorsitzender Emschergenossenschaft, Ingo Taubhorn - Kurator des Hauses der Photographie, Deichtorhallen, Hamburg, Wolfgang Volz - freischaffender Photograph.

Ein Fluss wird wieder blau, eine neue Natur entsteht: Der Umbau der Emscher, in den die Emschergenossenschaft bis 2020 4,4 Milliarden Euro investiert, hat nicht allein ökologische Auswirkungen, er wird das Lebens- und Arbeitsumfeld im gesamten Emschertal nachhaltig ändern. Einer ganzen Region wird innerhalb von 30 Jahren ein neues Gesicht gegeben. Was passiert in dieser Zeit, und was bedeuten der Emscher-Umbau und die Entwicklung des Emschertals für die Menschen, die hier leben? Mit der Sammlung, die durch das Fotoprojekt entsteht, werden die fotografischen Impulse und Positionen sichtbar, die den Planungs- und Gestaltungsprozess des Emschertals beeinflusst haben.
 

Fotonachrichten 07 / 2009

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