Hohe Auszeichnung für Helene Metz

Helene Metz wurde am 7. April 2008 mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Aus den Händen des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein erhielt Helene Metz im beeindruckenden Ambiente des Kuppelsaals der bayerischen Staatskanzlei damit eine der höchsten deutschen Auszeichnungen. Im Namen des Bundespräsidenten Horst Köhler wurde Helene Metz insbesondere für ihre Rolle als verantwortungsvolle und vorausschauende Unternehmerin geehrt, die ihr berufliches wie ehrenamtliches Wirken in den Dienst der Allgemeinheit stellt.

Seit 1993, dem Todesjahr ihres Mannes und Firmengründers Paul Metz, setzt Helene Metz die Erfolgsgeschichte des letzten familiengeführten deutschen Unternehmens für Photo- und Unterhaltungselektronik unvermindert fort. Unternehmergeist, aber auch Verantwortung und Engagement für Mitarbeiter und Gesellschaft prägen heute noch ihr Handeln. Für die Förderung karitativer Projekte und die Unterstützung wissenschaftlicher Forschung und Entwicklung durch die von ihr gegründete Paul-und-Helene-Metz-Stiftung, so die Laudatio, habe sie sich genauso beispielhaft eingesetzt, wie für das kulturelle Leben in ihrer Region.

Metz: 70 Jahre Qualität „made in Germany“
Kundennah und erfolgreich

Mit Metz geht eines der traditionsreichsten Unternehmen der deutschen Elektronikindustrie unabhängig und erfolgreich in das siebzigste Jahr seines Bestehens. Eine erstaunliche Erfolgsgeschichte, mussten doch innerhalb dieses Zeitraums zahlreiche bekannte Hersteller dem schwierigen Markt Tribut zollen und die Geschäftstätigkeit einstellen.

Im Jahr 1938 startete die Fertigung elektronischer Geräte. In den folgenden Jahren führte Paul Metz seine Firma zu weltweiter Bedeutung. Aktuell konzentriert sich das Unternehmen auf drei Geschäftsfelder: Unterhaltungselektronik, Photoelektronik und Kunststofftechnik. Zahlreiche Innovationen prägen Vergangenheit wie Gegenwart und schaffen ein vielversprechendes Potenzial für die Zukunft. Bis zum heutigen Tag vereint das nach wie vor inhabergeführte Unternehmen Entwicklung und Produktion am Standort Deutschland. Dies garantiert einen gleichbleibend hohen Qualitätsstandard „“ade in Germany“.

Blick zurück nach vorn
Die Firmengründung von Metz geht auf das Jahr 1938 zurück. Von diesem Zeitpunkt an gelang es Paul Metz mit unermüdlichem Einsatz und immer neuen Ideen, sein Unternehmen stetig weiter auszubauen. Bereits 1947 startete er mit der Produktion von Rundfunkgeräten. In den folgenden Jahren kamen weitere Geschäftsfelder hinzu. Bis zum heutigen Tag behauptet sich Metz erfolgreich in den Sparten Unterhaltungselektronik, Photoelektronik und Kunststofftechnik.

Im Jahr 1993 verstarb Paul Metz im Alter von 82 Jahren. Seither führt seine Ehefrau Helene die Erfolgsgeschichte des Unternehmens unvermindert fort. Unternehmergeist, aber auch Verantwortung und Engagement für Mitarbeiter und Gesellschaft prägen auch heute noch ihr Handeln; innovative Ideen und hervorragende Qualität bilden, damals wie heute, die Grundlage für die positive Unternehmensentwicklung. „Mein Mann und ich haben stets investiert und die Entwicklung des Unternehmens vorangetrieben. Eigenständigkeit war uns wichtig. Gleichzeitig legten wir immer sehr viel Wert auf hervorragend ausgebildete, hoch motivierte Mitarbeiter. An diesen Werten wird sich auch künftig nichts ändern.“

Photoelektronik: Metz-Blitzgeräte erlangen Weltruhm
1952 stieg Paul Metz in das Blitzgeräte-Geschäft ein und setzte ab 1979 mit einer zukunftsweisenden Innovation Zeichen: Die Einführung des weltweit einmaligen SCA-Adaptersystems ermöglichte von diesem Zeitpunkt an, Metz-Blitzgeräte an Kameras aller gängigen Hersteller anzuschließen und machte Metz in den folgenden Jahren zu einer der weltweit führenden Marken in diesem Bereich. Inzwischen werden Metz Blitzgeräte in über 90 Länder der Welt exportiert. Das neueste Erfolgsmodell wurde Ende 2007 als „bestes Blitzgerät Europas“ ausgezeichnet. Als erster Blitz der Welt wurde er mit USB-Schnittstelle ausgestattet. Über sie lässt sich die spezifische Firmware des Modells via Computer und Internet bequem updaten.

Unterhaltungselektronik: Metz - verlässlicher Partner des Fachhandels
Das für Metz bis heute umsatzmäßig wichtigste Geschäftsfeld wurde 1955 mit der Produktion von Schwarzweiß-Fernsehern ins Leben gerufen. Erweitert wurde dieses Segment 1967 mit der Entwicklung und Produktion eigener Farb-Fernsehgeräte. In diesem Zeitraum startete Metz den selektiven Vertrieb über den CE-Fachhandel, der bis heute einen wichtigen Eckpfeiler des serviceorientierten Metz-Erfolgskonzeptes bildet. So erhält der Käufer neben ausgezeichneten Produkten einen zusätzlichen Mehrwert an Service. Im Jahr 1990 wurde das erste TV-Gerät mit eigener Metz 100-Hertz-Technologie eingeführt. Die hervorragende, flimmerfreie Bildqualität begeisterte Endverbraucher und Fachpresse gleichermaßen. Bereits im Jahr 1995 wartete Metz im TV-Bereich mit einer Neuheit auf, die das Sortiment bis heute flexibel, einzigartig und erfolgreich macht: Das modular aufgebaute TV-Chassis wurde aus der Taufe gehoben. Mit Beginn der Jahrtausendwende ließ sich hier schon der erste digitale Tuner integrieren. Ein weiterer Meilenstein kam im Jahr 2005 mit der Einführung eigener LCD-TV Geräte hinzu. Seither werden am Firmenstandort Zirndorf Flachbildfernseher mit innovativen Technologien „made in Germany“ entwickelt und produziert. Zeitgleich mit der Möglichkeit hochauflösendes Fernsehen empfangen zu können, hielten 2007 integrierte HDTV-Module Einzug in das Metz Sortiment, die - weltweit einzigartig! - auch rückwirkend nachrüstbar sind.

Seit jeher versteht man es bei Metz, den Blick realistisch in die Zukunft zu richten. Das zeigt sich auch im aktuellen Produktprogramm, das stetig weiterentwickelt und um Komponenten ergänzt wird, die große Absatzchancen erwarten lassen. So steht beispielsweise in Kürze ein innovativer, integrierbarer Festplatten-Recorder zur Verfügung.

Kunststoff-Werk: Metz - renommierter Partner für Systemlösungen
1957 kam der dritte Geschäftsbereich von Metz hinzu: In Zirndorf wurde das Tonmöbelwerk mit der Produktion von Holzgehäusen für Radios und TV-Geräte in Betrieb genommen. Im Jahre 1969 erweiterte man es mit der Aufnahme der Kunststofffertigung. Eine Sparte, die bis heute einen weiteren wichtigen Baustein für Metz - nicht zuletzt in Bezug auf die Herstellung eigener hochwertiger TV-Gehäuse - darstellt. Aber auch renommierte Industriepartner nutzen die zuverlässige Fertigung am Standort Deutschland mit all ihren individuellen Systemlösungen. Das Metz Kunststoff-Werk ist der richtige Ansprechpartner für die Auswahl geeigneter Materialien über die Produktkonzeption bis hin zur Beschaffung von Spritzgussformen. Aufwändige Techniken werden auf dem Zirndorfer Werksgelände angewandt: vom Gasinnendruck-Verfahren über Thermoplast-Schaumspritzguss-Verfahren oder Ultraschall-Schweißen bis hin zur Inmould-Technik, um nur einige zu nennen.

Metz - Traditionsunternehmen auf solidem Fundament
Auch sieben Jahrzehnte nach Firmengründung schreibt sich die Metz Erfolgsgeschichte unvermindert weiter fort. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 680 Mitarbeiter und erwirtschaftete in 2007 einen Umsatz von 129 Millionen Euro. Auf einer Fläche von insgesamt 86.000 Quadratmetern sind die gesamte Entwicklung, Produktion und der Vertrieb angesiedelt. Die bis heute positive Entwicklung ist zu einem guten Teil der Einführung innovativer Produkte und Verfahren in allen Unternehmensbereichen zu verdanken, die dazu beitragen, das technisch Machbare jeweils bedienfreundlich in die Tat umzusetzen.

„Unser Unternehmen steht auf einem soliden Fundament. Die Planung für die nächsten Jahre ist vielversprechend; wir werden unsere Kernkompetenzen, weiter ausbauen“, so Geschäftsführer Dr. Norbert Kotzbauer, der heute in Zusammenarbeit mit Helene Metz das Unternehmen aktiv leitet. „Die Stärke von Metz ist die Kombination von ausgezeichneter Qualität „Made in Germany“, zukunftssicheren Produktkonzepten, klaren Vertriebsstrukturen und absoluter Kundenorientierung.“

Rückblick in Stichpunkten:

  • 1938: Firmengründung durch Paul Metz

  • 1947: Produktionsstart Rundfunkgeräte

  • 1952: Beginn der Blitzgeräte-Produktion

  • 1955: Produktionsstart von Schwarzweiß-Fernsehern

  • 1957: Inbetriebnahme des Tonmöbelwerks in Zirndorf

  • 1967: Beginn der Farb-Fernsehgeräte-Produktion

  • 1969: Aufnahme der Kunststofffertigung

  • 1979: Entwicklung des SCA-Systems zur Adaption von Kameras verschiedener Hersteller an Metz-Blitzgeräte

  • 1987: Umwandlung in eine GmbH & Co. KG

  • 1990: Produktionsstart der 100-Hertz-TV-Geräte

  • 1993: Gründer Paul Metz verstorben. Fortführung des Unternehmens durch Ehefrau Helene Metz

  • 1995: Start des Metz Modul-Konzepts

  • 1997: Gründung der Paul und Helene Metz-Stiftung

  • 2000: Start des Metz Digital-Modul-Konzepts mit Nachrüstbarkeit für künftige Technologien

  • 2002: Zehnmillionstes Metz-Blitzgerät

  • 2004: Weltneuheit: digitales, lernfähiges Blitzgerät MB 28 CS-2

  • 2005: Erstmalige Vorstellung von selbst entwickelten LCD-TV-Geräten „Made in Germany“

  • 2006: Vorstellung des ersten Blitzgeräts mit innovativem USB-Anschluss

  • 2007: LCD-TV-Sortiment mit HDTV-Empfang, weltweit einzigartige Nachrüstbarkeit von HDTV

 

Fotonachrichten 04 / 2008

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