Hubble - nach 18 Jahren neue Instrumente und Batterien

Der Name „Hubble“ steht für große Erfolge der Forschung. Im „Jahr der Astronomie“ soll das Weltraumteleskop noch einmal repariert und aufgerüstet werden, bevor es 2013 durch einen Nachfolger ersetzt werden soll. In fast 600 km Höhe umkreist das Weltraumteleskop „Hubble“ die Erde, und zwar mit einem ordentlichem Tempo: Für eine Umrundung braucht die 13 Meter lange, silberfarbene High-Tech-Röhre nur anderthalb Stunden. Von dort oben liefert „Hubble“ Fotos aus den Weiten des Universums. Am Anfang waren die Bilder unscharf, mittlerweile liefern die Kameras im All haufenweise spektakuläre Aufnahmen, die nicht nur zu begeistern verstehen, sondern auch unerlässlich für die Erforschung des Alls sind. Ein Beispiel: Vor wenigen Wochen konnte „Hubble“ zum ersten Mal Kohlendioxid auf einem Planeten nachweisen, der nicht zu unserem Sonnensystem gehört. Für den kalifornischen NASA-Forscher Mark Swain und sein Team eine wissenschaftliche Sternstunde.

Zuletzt hatte es im Herbst Probleme gegeben: Wegen eines technischen Fehlers in der Datenübertragung musste „Hubble“ vier Wochen lang eine Zwangspause einlegen. Inzwischen arbeitet das Teleskop wieder, und zwar mit Hilfe seines Notfallsystems, das bisher noch nie zum Einsatz gekommen war. Im Frühjahr nun soll das Weltraumteleskop wieder richtig auf Vordermann gebracht werden. „Wir werden zwei neue Instrumente einbauen: einen neuen Spektrographen und eine neue Kamera“, erklärt Wiler. „Wir werden einige Messgeräte austauschen - und zum ersten Mal in 18 Jahren auch die Batterien wechseln.“ Die US-Raumfähre „Atlantis“ wird Mitte 2009 Mai zu ihrer fünften und letzten Reparaturmission in Richtung „Hubble“ starten - vorausgesetzt es kommt nichts mehr dazwischen. Benannt ist das fliegende Fotolabor in der Erdumlaufbahn übrigens nach dem amerikanischen Astronomen Edwin Hubble. (Quelle: swr.de)
 

Fotonachrichten 01 / 2009

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