Internationale Fürstenfelder Naturfototage

10.800 Artenschützer und Naturfotografen besuchten im Veranstaltungsforum Fürstenfeldbruck die „Giganten der Urzeit“

Die Giganten der Urzeit haben schon so manche Eiszeit überstanden. Und so verwundert es auch nicht, dass sich die Temperaturen während der 12. Internationalen Fürstenfelder Naturfototage diesem klimatischen Umfeld angepasst haben. Es war kühl, teilweise regnerisch und das Thermometer überstieg am Wochenende nie die 6° Celsius. Doch trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen, kamen 10.800 Besucher ins Veranstaltungsforum und sorgten für den zweitbesten Besuch der Fürstenfelder Naturfototage aller Zeiten. Erstmalig wurden drei Fotografie-Workshops durchgeführt und an insgesamt 106 Ausstellungsständen im Natur-Foto-Markt gab es Produktvorstellungen und Informationsgespräche. Auf der Bühne im Stadtsaal verdeutlichten kompetente Artenschützer und renommierte Naturfotografen die Artenschutzprobleme unserer Tier- und Pflanzenwelt und auch sonst gab es auf der über 6.200 Quadratmeter großen Veranstaltungsfläche viele Aktivitäten.

Grau und regnerisch war der Himmel als am Himmelfahrtstag die Artenschutz-Ausstellung und die Glanzlichter-Ausstellung erstmalig öffneten. Trotzdem konnten 800 Besucher bei den Glanzlichtern gezählt werden und sorgten für einen gelungenen Auftakt der Fürstenfelder Naturfototage. Bei nasskaltem Wetter waren am Freitag in insgesamt drei Fotografie-Workshops 65 Teilnehmer mit ihren Kameras unterwegs, um sich von den drei Referenten die jeweiligen fotografischen Aufgabengebiete näher bringen zu lassen. Mit dem Publikum der abendlichen Siegerehrung der Glanzlichter 2010 im Stadtsaal verfügten somit insgesamt 500 Besucher über eine Eintrittskarte. Die über tausend Gäste, die seit Mittwoch das lebensgroße Mammut aufgesucht und fotografiert haben, finden in der Statistik keine Berücksichtigung. Aber bestimmt hat dieses weithin sichtbare Symbol der „Giganten der Urzeit“ zum guten Besuch am Wochenende beigetragen.

Der Stadtsaal am Wochenende gehörte dann sowohl den engagierten Artenschützern, als auch den renommierten Naturfotografen. Vom Vortrag mit wissenschaftlichen Hintergrundinformationen bis zum vielumjubelten Panorama-Vortrag von Reiner Harscher über Namibia reichte dabei die Bandbreite. Doch über allem stand der Schutz der Biodiversität und der Umgang des Menschen mit der Erde und deren Flora und Fauna. Neben den elf Vorträgen wurden am Wochenende noch sechs weitere Seminare angeboten.

Im Natur-Foto-Markt wurden in den verschiedenen Sälen und im Außenbereich diesmal 106 Ausstellungsstände aufgebaut und jeder verfügbare Platz genutzt. 254 Mitarbeiter standen somit am „Wochenende der Fotografie“ als Ansprechpartner zur Verfügung. Großflächen belegten die Aktionsgemeinschaft Artenschutz, das Portrait- und das Print-Studio sowie die kostenlosen Kurz-Seminare und die zwei AV-Kinos mit verschiedenen Naturschauen.

Die publikumswirksamste Attraktion im Außenbereich waren die Greifvögel-Flugvorführungen. Doch neben den spektakulären Flügen der Falken, Bussarde und Adler, konnte auch die 40 Meter Front der Sportoptik- und der Kameraindustrie mit Ferngläsern, Beobachtungsfernrohren und Teleobjektiven die Besucher beeindrucken.

Dieses attraktive Programm ließ trotz der 6° Celsius Höchsttemperatur die Besucher am Wochenende zu Tausenden zu den 12. Internationalen Fürstenfelder Naturfototagen strömen. Am Samstag kamen 5.500 und am Sonntag konnten noch einmal 4.000 Besucher gezählt werden. Und Dank dieser Kälte war es noch nie so voll in den Räumen.

Im nächsten Jahr geht es vom 12. – 15. Mai 2011 „Von Alaska nach Feuerland“. Dann steht bei den 13. Internationalen Fürstenfelder Naturfototagen der nord- und südamerikanische Kontinent im Mittelpunkt der Veranstaltung. (www.glanzlichter.com)

Fotonachrichten 05 / 2010

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