Magnum Photos: Magnum 1947 - 2007

60 Jahre „Photographie-" Geschichte erwarten den Besucher seit dem 8. Februar 2008 in der Leica Gallery Frankfurt am Main. Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Agentur „Magnum Photos“ wurde eine einzigartige Auswahl der beeindruckendsten Photographien in einer Ausstellung integriert, die wie im Zeitraffer die Geschichte der Agentur, die der Photographen und die der politischen Ereignisse zusammenfasst.

Die photographische Reise beginnt 1947 mit einem Selbstporträt des Gründers Robert Capa gemeinsam mit dem amerikanischen Schriftsteller John Steinbeck. Unvergessen ist auch das Bild des Franzosen Marc Riboud (1967), der eine junge Amerikanerin photographierte, die den bewaffneten Soldaten als Symbol ihrer Demonstration gegen den Vietnam-Krieg eine Blume entgegen hält. Ribouds Photographie wurde Sinnbild für die öffentliche amerikanische Meinung gegen den Krieg.

Neben diesen klassischen Magnum-Werken sind aber auch Photographien einer jüngeren Generation zu sehen. Thomas Hoepkers Bild des 11. September lässt uns mit Schrecken und Gänsehaut an den Tag zurückdenken - und doch wirft es einen völlig anderen Blick auf den tragischen Schauplatz. Im Hintergrund sieht man die brennenden Twin Towers, doch im Vordergrund lachen und unterhalten sich einige Schaulustige, die es sich auf eilig herbeigeholten Stühlen bequem gemacht haben, da ihnen die Reichweite und Tragik der Einschläge, welche sich durch die immer wieder reproduzierten Bilder der Fernsehkameras in unser Gedächtnis eingebrannt haben, noch nicht bewusst ist.

Die Ausstellung „Magnum Photos: Magnum 1947 – 2007“ ist noch bis zum 8. März 2008 in der Leica Galerie Frankfurt am Main, Am Salzhaus 2, zu sehen.
 

Fotonachrichten 02 / 2008

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