Museum der Photographie

Nahe Wien ist ab dem 3. Mai 2008 im „Museum der Photographie“ eine beeindruckende Sammlung zu sehen, die insgesamt 100.000 Photos, 10.000 Bücher und Zeitschriften sowie 1.000 Kameras umfasst.

Die Geschichte des „Museums der Photographie“ im niederösterreichischen Fischamend liest sich fast wie ein Märchen. Rund 25 Jahre lang hat der gelernte Goldschmied Erwin Schwab Photographie gesammelt. Nicht etwa als kleiner Zeitvertreib mit bescheidenem Ergebnis, sondern von Anfang an auf höchstem internationalem Niveau. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Sammlung der Photographie. Es ist ein Stück Kulturgeschichte, das hier zusammengetragen wurde. Die Photos umspannen einen Zeitraum von 160 Jahren: von sehr frühen Daguerrotypien um 1840 bis zu zeitgenössischer Photographie. Auch seltene Geräte sind zu sehen, etwa eine komplette Filmvorführanlage aus der Stummfilm-Zeit. Eine weitere Besonderheit der Sammlung Schwab: es ist das einzige Photomuseum in Österreich, in dem Beispiele aller photographischen Verfahren gezeigt werden. Ob Ambrotypie, Woodburytypie, Salzpapierbilder, Edeldruckverfahren, wie Gummidrucke und Bromöldrucke, oder Photos auf Holz - alles ist hier dokumentiert. Der außergewöhnlich hohe künstlerische und finanzielle Wert dieser Sammlung war bislang nur wenigen Insidern bekannt. Nun findet ein Relaunch des kleinen Museums statt, das bereits 1991 gegründet wurde.

Das „Museum der Photographie“ eröffnet am 3. Mai 2008 und ist künftig Freitag bis Sonntag von 8:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Die Eintrittspreise: € 4,50 für Erwachsene und € 2,-- für Kinder und Jugendliche. Das Museum befindet sich im Stadtgebiet von Fischamend, Österreich. Weitere Informationen: www.museumderphotographie.at.
 

Fotonachrichten 04 / 2008

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