Passion und Profession - Ferrari Shooting mit Hasselblad

Der Fotodesigner Günther Raupp fotografiert die streng limitierten Ferrari Kalender mit der Hasselblad H3DII-50.

Beim legendären Firmengründer Enzo Ferrari stehen schon am Anfang pure Leidenschaft und Berufung. So kommt für ihn beim ersten Wagen, der seinen Namen trägt, nur ein einziger Motor in Betracht: ein V12-Zylinder. Und der hat nur eine einzige Bestimmung, Rennen zu gewinnen!

„Meine Arbeit sehe ich als sportliche Herausforderung. Ich gehe dieses Projekt wie ein Rennen an, das es mit Mitteln der Fotografie und der Grafik zu gewinnen gilt“, bekennt der Stuttgarter Automobilfotograf Günther Raupp (BFF) freimütig. Der Mann weiß, wovon er spricht, denn der Ferrari Kalender des Jahres 2010 markiert immerhin die 26. Ausgabe, die er in Folge fotografiert und auch grafisch gestaltet.

„Ich identifiziere mich einfach mit Ferrari. Es ist dieselbe sportliche Grundhaltung, das Maximum anzustreben. Und dann immer noch weiter zu gehen und nicht zufrieden zu sein.“ Spricht’s und sieht den Zuspruch der Ferrari Enthusiasten weltweit als eine persönliche Verpflichtung: „Sie hängen den Ferrari Kalender teils seit Jahren an immer derselben Stelle ihres Wohnbereichs oder im Büro auf. Dann leben sie 30 Tage mit einem einzigen Bild. Wenn das gut geht, haben wir gewonnen,“ meint Raupp zur angestrebten Umsetzung der visuellen Kommunikationsziele.

Und wie zum Beweis ist die nummerierte und weltweit streng limitierte Auflage des offiziellen Ferrari-Kalenders „Mito Ferrari“ jedes Jahr schon bald nach Erscheinen komplett vergriffen. „Meist zum Jahreswechsel bricht dann die Enttäuschung bei denjenigen aus, die leider keinen Ferrari Kalender mehr bekommen können. Denn wie bei den Fahrzeugen, limitiert Ferrari auch beim Kalender bewusst den Kreis der Empfänger.“ Eine Möglichkeit, den Ferrari Kalender 2010 anzusehen und im Online-Shop zu bestellen, ist der Besuch der Website http://www.raupp.com. Die Auslieferung erfolgt streng in der Reihenfolge des Eingangs der Bestellungen.

Dem Sujet der Ferrari Fotografie folgend nennt Günther Raupp eine weitere Analogie zum Rennsport: „Wie ein Michael Schumacher setze ich Technik ein, auf die ich mich selbst bei gewagten Manövern verlassen kann, die mir alle Möglichkeiten der Entfaltung bietet und die mir erlaubt, mich einzig auf mein Ziel - das Bild - zu konzentrieren.“ Raupp fotografiert die Ferrari Kalender seit 26 Jahren mit Hasselblad. „Wenn ich meine eigene Performance definiere, gehe ich wohl nicht mit Fahrzeugen der B-Liga ins Rennen um die besten Bilder.“
 

Fotonachrichten 12 / 2009

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