Photoband Nahtstellen

Internationaler Tag der Pressefreiheit am 3. Mai: Reporter ohne Grenzen veröffentlicht Photoband „Nahtstellen“ mit Bildern aus Osteuropa und Zentralasien

„Nahtstellen“ heißt der diesjährige Band aus der Reihe „Fotos für die Pressefreiheit“ von Reporter ohne Grenzen (ROG). Zehn Künstlerinnen und Künstler blicken in ihren Bildserien nach Osteuropa und Zentralasien. Sie interpretieren und dokumentieren, wie sich Altes und Neues zusammenfügt - oder nebeneinander stehen bleibt. „Spuren der Vergangenheit vermischen sich mit dem deutlichen Streben nach Zukunft und Fortschritt und drücken sich als Angst oder Zuversicht aus“, schreibt GEO-Fotochefin Ruth Eichhorn in ihrer Einführung.

Jelena und Viktor Vorobjev etwa zeigen, wie die Kasachen das früher allgegenwärtige kommunistische Rot mit ihrer Lieblingsfarbe, dem Türkisblau der Nationalflagge, überstreichen. Andrei Liankevich durchstreift seine Heimat Weißrussland mit einem Blick für die Fluchtversuche der Menschen aus der Apathie der Politik. Die Aufnahmen von Robert Polidori sind Mahnmale der strahlenverseuchten Orte Pripjat und Tschernobyl. Und Boris Mikhailov verbindet in seinen Bildern zentrale Elemente der russischen Gesellschaft: Schönheit und Leid.

Weitere Photographinnen und Photographen sind Simon Roberts mit „Motherland“, Justyna Mielnikiewicz mit „Rückkehr an die Rote Riviera“, Frank Herfort mit „Zwischen...Zeit“, Kirill Golovchenko mit „7KM ½ Feld der Wunder“ und Anastasia Khoroshilova mit „Russkie“.

ROG hat den Fokus in diesem Jahr auf Osteuropa und Zentralasien gelegt, da in vielen Ländern der Region die Lage der Presse- und Meinungsfreiheit überaus prekär ist. „Die Photographinnen und Photographen lenken den Blick auf die Menschen der GUS-Länder - auf betrogene Hoffnungen an Gerechtigkeit und Lebensglück. Aber auch auf die Notwendigkeit, Grundrechte und Freiheiten einzuklagen“, begründet ROG-Vorstand Dirk Sager im Vorwort das Thema.

„Nahtstellen“ ist der 15. Band der Serie „Fotos für die Pressefreiheit“ und erscheint am 3. Mai, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit. Verschiedene Autorinnen und Autoren erläutern die einzelnen Serien. Ein Statement der Moderatorin Anne Will ergänzt den Band, zahlreiche Beispiele informieren über die Arbeit von Reporter ohne Grenzen.

Alle Photographinnen, Photographen, Autorinnen und Autoren haben ihre Bilder und Texte unentgeltlich zur Verfügung gestellt und so Reporter ohne Grenzen unterstützt. Mit den Erlösen werden Anwaltskosten und medizinische Hilfe finanziert und Öffentlichkeit für verfolgte Journalistinnen und Journalisten geschaffen.

„Nahtstellen“ - Fotos für die Pressefreiheit 2008, ISBN 978-3-937683-19-5, 100 Seiten, 85 Abbildungen, 4-farbig und schwarz-weiß, DIN A4, broschiert, € 10,-- (zzgl. Versand). Zu bestellen im Buchhandel oder unter www.reporter-ohne-grenzen.de.
 

Fotonachrichten 04 / 2008

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