„Who is Who“ der Fotoindustrie ruft ersten weltweiten Großformat-Fotowettbewerb aus

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Fast alles, was Rang und Namen in der Großformat-Fotoindustrie hat, tut sich zusammen, um das Kulturgut der analogen Großformatfotografie zu fördern, zu feiern und in die Zukunft zu tragen. Ausgelobt sind Sachpreise im Wert von über 20.000 EUR.

Bilder schaffen, Erinnerungen festhalten- dies hat schon immer eine entscheidende Rolle in der Geschichte der Menschheit gespielt. Wir Menschen haben schon lange gemalt, bevor wir das erste Wort geschrieben haben. Über Jahrhunderte entstanden Gemälde und Kunstwerke. Jedes ein Unikat. Oft über Wochen, Monate, oder gar Jahre erstellt. Seit der Entstehung der Fotografie hat sich die Anzahl der Bilder schnell vervielfacht, im digitalen Zeitalter sogar exponentiell.

Was macht ein gutes Foto aus?

Ein gutes Foto kann prinzipiell digital oder analog aufgenommen werden. Entscheidend ist im Ergebnis nicht das Medium, sondern die Komposition, der Content, die Ausstrahlung des Bildes. Aber wie kommt es, dass unter den „Ikonen der Fotografie“ fast nur Analogaufnahmen in den Sinn kommen? Liegt es nur an dem relativen Übermaß digitaler Aufnahmen – oder zwingt vielleicht gerade das handwerkliche Arbeiten mit Kameras, die manuell eingestellt werden, die Fotografen dazu, viel bewusster die Bildkomposition schon vor der Aufnahme zu gestalten und gedanklich in 10 Grauzonen bis zum Print mit Silberhalogeniden ex ante einzufangen. Beim Arbeiten mit der Fachkamera kommen weitere Freiheitsgrade der perspektivischen Gestaltung und des Schärfeverlaufs hinzu. Ist dieser langsame Prozess des Gestaltens statt des „Knipsens“ aufgrund der Langsamkeit, des Innehaltens, nicht schon selbst fast ein Anhalten der Zeit? Das Foto selbst geht dann nur einen Schritt weiter und friert diese bereits verlangsamte Zeit ein – auf ein Bild – quasi forever. Forever, was ist das? Archivfest. Das war einmal eine conditio sine qua non für jeden guten Fotografen und Printer. Heute zerlegen sich viele Bilder im digitalen Nirwana kaputter Festplatten, ohne jemals das Tageslicht gesehen zu haben. Selbst digitale Prints haben oft eine erstaunlich kurze Lebensdauer und verblassen, oder verfärben sich.

All diese Überlegungen haben die Ausrichter des ersten weltweiten Großformat-Fotowettbewerbs bewogen, die künstlerische Dimension der analogen Fotografie auf der technisch und handwerklich anspruchsvollsten Ebene gezielt zu fördern: Die Großformatfotografie. Hauptsponsoren sind CHAMONIX, JOBO und ARCA SWISS. Zu gewinnen sind 2 herausragende Field Cameras von CHAMONIX in 8×10“, 2 wunderschöne 4×5“ Kameras von ARCA SWISS, und von JOBO natürlich 2 CPP-3 Prozessoren mit Lift: Sachpreise, die in der Summe mehr als 20.000 EUR auf die monetäre Waage bringen. Die Kosten für das Zusammenkommen der weltweiten JURY für das Bestimmen der Finalisten wird zusätzlich durch die Co-Sponsoren finanziert: ADOX, GITZO, ILFORD, PHOTOKINA, RODENSTOCK, SPUR. Fast alles, was Rang und Namen hat, ruft gemeinsam diesen Großformat-Fotowettbewerb ins Leben. Offizielle Pressepartner sind PROFIFOTO und PhotoKlassik.

Bei so viel prominenter Industrie braucht es gute, vielleicht auch prominente Fotografen in der JURY. Aus den USA ist Bruce Barnbaum dabei, einer der bedeutendsten Autoren über Fotografie. Barnbaum hat sich intensiv mit Ansel Adams beschäftigt und über Jahrzehnte das Arbeiten mit Fachkamera und Dunkelkammer betrieben. Aus DEUTSCHLAND wurde Detlef Grosspietsch berufen, der auf der Basis der handwerklichen Ausbildung zum Fotografenmeister und einem zusätzlichen Studium als Fotoingenieur seine Expertise über Jahrzehnte als Profifotograf entwickelt hat und eng mit Hause JOBO zusammenarbeitet. Aus CHINA ist FENG JIAN GUO dabei, einer der bekanntesten Fotografen Chinas, der sowohl mit über 30 Einzelausstellungen weltweit wie mit seiner Professur für Fotografie an der renommierten Tsinghua Universität (Academy of Arts & Design) in China eine fotografische Referenz ist. Aus BERLIN ist Stefan Maria Rother in der Jury. Rother wurde nach seinem Studium der Fotografie in New York als freischaffender Fotograf tätig, lehrt derzeit u.a. an der Kunsthochschule Berlin-Wannsee und ist bereits gefragter Juror für Fotografie mit künstlerischem Anspruch (Kurator Kölner Liste). Abschließend wird die Jury durch Urs Bernhard mit gleich zwei weiteren Ländern verstärkt, denn Bernhard ist Schweizer und lebt in Schweden. Sich selbst beschreibt er als Fotograf, Filmemacher und Autor zugleich. Mit seiner Expertise, sei es in Fashion Photography aber auch Landschaftsfotografie, wird er die Jury optimal ergänzen.

Für den Start des Großformat-Fotowettbewerbs wird bewusst darauf verzichtet, das Genre festzulegen: Ob Landschaft, Architektur, Still Life, Portrait, People oder Contemporary – teilnehmen können weltweit alle Großformatfotografen, die von der Aufnahme (mit 4×5“ bis 20×24“ Kamera) bis zum Print analog arbeiten. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2018. Die JURY wird im Juni tagen – im Juli werden die Finalisten bekanntgegeben. Der Wettbewerb wird mit der Preisverleihung auf der PHOTOKINA 2018 seinen krönenden Abschluss finden. Seien Sie dabei! Gestalten Sie ein analoges Fotokunstwerk – und senden Sie es an JOBO artisan, Kölner Str. 58a, 51645 Gummersbach, Germany. Alle Industriepartner wünschen den Teilnehmern viel Spaß, Passion, und Erfüllung durch die Teilnahme an diesem einzigartigen Großformat-Fotowettbewerb. Weitere Details finden Sie unter www.largeformatphotocontest.com.

Änderungen vorbehalten.

Fotonachrichten 01 / 2018

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